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Premier-League-Rekord: 9 Vereine in europäischen Wettbewerben in der Saison 2026/27

Die englische Premier League könnte einen Rekord aufstellen, indem sie in der Saison 2026/27 neun Vereine in europäische Wettbewerbe entsendet. Dies wurde durch einen zusätzlichen Champions-League-Platz und das Erreichen der Conference-League- und Europa-League-Endspiele von Crystal Palace und Aston Villa möglich.

Premier League bricht Rekord: Neun Vereine in Europa in 2026/27
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Rekord-Angebot der Premier League: Neun Klubs könnten in europäischen Wettbewerben spielen

England hat sich einen zusätzlichen Platz in der Champions League 2026/27 gesichert. Wenn Crystal Palace (15. in der Premier League) die Conference League gewinnt und Aston Villa die Europa League, könnten neun Klubs aus einer Liga in der nächsten Saison in Europa antreten.


Hauptereignis

Die englische Premier League steht kurz vor einer einzigartigen Errungenschaft in der Geschichte des europäischen Fußballs. In der Saison 2026/27 könnten neun Klubs aus einem einzigen Verband an UEFA-Turnieren teilnehmen – eine beispiellose Zahl, die einen absoluten Rekord darstellen würde. Dieses Szenario wurde möglich, nachdem England sich offiziell einen zusätzlichen, fünften Platz in der Champions League über die europäische Fünfjahreswertung gesichert hat.

Stand 8. Mai 2026 ist bereits bekannt, dass mindestens acht englische Teams in der nächsten Saison in europäischen Wettbewerben spielen werden. Die Ereignisse entwickeln sich jedoch im denkbar dramatischsten Szenario: Crystal Palace und Aston Villa haben die Finals der Conference League bzw. der Europa League erreicht, während sie in der heimischen Liga weit von den europäischen Qualifikationsplätzen entfernt sind.

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Details und Statistiken

Die aktuellen UEFA-Regeln schaffen einen perfekten Sturm für den englischen Fußball. Nach der Reform der europäischen Wettbewerbe und der Einführung des „Schweizer Modells“ erhalten die beiden Verbände mit dem höchsten Koeffizienten der Saison jeweils einen zusätzlichen Platz in der Champions League. England hat sich frühzeitig den ersten Platz in der Rangliste gesichert, mit einem Koeffizienten von 22,847, vor Spanien, Deutschland und Italien. Somit tritt das Team, das in der Premier League Fünfter wird, direkt in den wichtigsten europäischen Klubwettbewerb ein.

Englands Standardkontingent sieht wie folgt aus: vier Plätze in der Champions League, zwei in der Europa League und einer in der Conference League. Dazu kommt der zusätzliche Platz aus der Rangliste – das sind acht Klubs. Der Neunte erscheint, wenn der „Europapokalsieger-Effekt“ greift. Der Sieger der Europa League qualifiziert sich automatisch für die Champions League, und der Sieger der Conference League qualifiziert sich für die Europa League. Wenn der Sieger sich nicht über die heimische Liga für Europa qualifiziert, wird sein Platz zusätzlich, ohne anderen das Kontingent wegzunehmen.

Genau diese Situation spielt sich gerade ab. Crystal Palace liegt mit 43 Punkten auf Platz 15 der Premier League und hat keine Chance auf eine Qualifikation über die Liga. Oliver Glasners Team hat jedoch das Finale der Conference League erreicht, wo es am 27. Mai in Leipzig auf den spanischen Vertreter Rayo Vallecano trifft. Ein Sieg in diesem Spiel garantiert den Eagles einen Platz in der Europa League in der nächsten Saison. Im Halbfinale besiegten die Londoner Schachtar Donezk mit 5:2 nach Hin- und Rückspiel.

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Unterdessen trifft Aston Villa im Finale der Europa League am 20. Mai in Istanbul auf den deutschen Vertreter Freiburg. Der Klub aus Birmingham liegt in der Premier League auf Platz vier und wird sich voraussichtlich über die Liga für die Champions League qualifizieren. Sollte Villa jedoch die Trophäe gewinnen und aus den Top Fünf fallen – und die Enge der Tabelle lässt eine solche Wende zu – würde England einen zusätzlichen Vertreter in der Champions League erhalten.

Der FA Cup sorgt für weitere Spannung. Wenn die Trophäe von einem Team gewonnen wird, das sich bereits über die Liga einen europäischen Platz gesichert hat, geht dessen Kontingent an das nächste Team in der Tabelle über. Der siebte, achte und möglicherweise neunte Platz könnten zu Tickets nach Europa werden.

Kontext und Bedeutung

Die Premier League hat sich bereits in die Geschichte eingeschrieben, indem sie einen Klub in jedes der drei europäischen Finals entsandt hat: Arsenal trifft im Champions-League-Finale auf PSG, Aston Villa im Europa-League-Finale auf Freiburg und Crystal Palace im Conference-League-Finale auf Rayo Vallecano. Dies ist das erste derartige Ereignis seit der Einführung des Drei-Wettbewerbs-Systems der UEFA.

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Allein die Tatsache, dass neun Klubs sich für Europa qualifizieren, wäre ein absoluter Rekord in der Geschichte des europäischen Fußballs. Zum Vergleich: In der Saison 2024/25 hatte England bereits acht Vertreter dank eines zusätzlichen Champions-League-Platzes für Newcastle, das Fünfter wurde. Nun wird die Latte noch höher gelegt.

Der finanzielle Aspekt des Rekords ist ebenso beeindruckend. Die kombinierten Einnahmen der englischen Klubs aus europäischen Wettbewerben in der Saison 2026/27 könnten 500 Millionen Euro übersteigen. Jeder Teilnehmer an der Champions-League-Gruppenphase erhält garantiert rund 35 Millionen Euro, ohne Leistungsprämien. Für Klubs wie Brighton oder Brentford, die über hohe Ligaplatzierungen um europäische Plätze kämpfen, wäre dieses Geld ein massiver Schub.

Die Kehrseite wird eine monströse Belastung des Spielplans sein. Neun Klubs in Europa bedeuten, dass fast die Hälfte der Liga im Herbst-Winter-Zeitraum zwei Spiele pro Woche bestreiten wird. Trainer werden die Kaderbreite und Rotation ernsthaft in Betracht ziehen müssen.

Fans außerhalb Englands betrachten die Situation mit gemischten Gefühlen. Die Konzentration von Finanzen und Talent in einer Liga entfacht Debatten über das Wettbewerbsgleichgewicht im europäischen Fußball.

Ausblick / Vorschau

Der Höhepunkt wird in den nächsten drei Wochen erreicht. Am 20. Mai kämpft Aston Villa in Istanbul gegen Freiburg um die Europa-League-Trophäe. Unai Emery, der diesen Wettbewerb bereits viermal gewonnen hat, wird versuchen, einen fünften Titel zu holen und gleichzeitig England einen zusätzlichen Champions-League-Platz zu sichern.

Eine Woche später, am 27. Mai, trifft Crystal Palace in Leipzig im Finale der Conference League auf Rayo Vallecano. Ein Sieg würde den Eagles nicht nur ihren ersten europäischen Pokal in der Vereinsgeschichte bringen, sondern auch einen Platz in der Europa League in der nächsten Saison.

Unterdessen neigt sich die Premier-League-Saison dem Ende zu. Der Kampf um die Plätze fünf bis acht verspricht unglaublich eng zu werden. Liverpool, Chelsea, Brentford und Everton trennen nur wenige Punkte. Jedes Spiel in den verbleibenden Runden könnte die Verteilung der europäischen Plätze neu mischen.

Damit tatsächlich neun Klubs nach Europa kommen, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Aston Villa muss die Europa League gewinnen und gleichzeitig einen Platz unter den ersten fünf der Premier League verpassen. Crystal Palace muss die Conference League gewinnen, während es außerhalb der europäischen Qualifikationsplätze in der Liga bleibt. Und der FA-Cup-Sieger muss bereits einen europäischen Platz über die Liga haben, wodurch ein zusätzliches Kontingent für ein Team aus dem unteren Tabellenteil frei wird.

Die statistische Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios ist gering. Das Portal Abola berichtet unter Berufung auf den Opta-Supercomputer, dass in 10.000 Simulationen des Saisonendes das häufigste Ergebnis acht Klubs in Europa sind, während das Neun-Klub-Szenario eine fast perfekte Abstimmung der Ergebnisse erfordert. Die Tatsache jedoch, dass eine solche Möglichkeit mathematisch existiert, macht die Saison 2025/26 bereits jetzt historisch für den englischen Fußball.

— Editorial Team

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