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Elfmeter-Kontroverse: Webb erklärt Man Utd Entscheidungen gegen Bournemouth

Howard Webb, Chef der Premier-League-Schiedsrichter, erklärt die umstrittenen Elfmeter-Entscheidungen im 2:2-Remis zwischen Manchester United und Bournemouth. Der entscheidende Unterschied lag laut Webb in der Geschwindigkeit der beteiligten Angreifer. Der Artikel analysiert beide Szenen und die Reaktionen des ManUtd-Teams.

Elfmeter-Drama: So erklärt Webb die Man Utd Entscheidungen
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Webb erklärt: Warum Man Utd einen Elfmeter bekam, den anderen aber nicht im Bournemouth-Remis

Howard Webb, der Leiter der Premier-League-Schiedsrichter, hat die umstrittenen Elfmeterentscheidungen aus dem 2:2-Remis von Manchester United bei Bournemouth analysiert. Der entscheidende Unterschied lag laut Webb in der Geschwindigkeit der beteiligten Angreifer bei den beiden Szenen.

United ging zweimal in Führung durch Bruno Fernandes und ein Eigentor von James Hill, doch Bournemouth glich durch Tore von Ryan Christie und einen späten Elfmeter von Eli Junior Kroupi aus. Das Spiel wurde von zwei großen Elfmeterentscheidungen geprägt, die für dieselbe Mannschaft in entgegengesetzte Richtungen ausfielen.

Die beiden Schlüsselszenen

In der ersten Halbzeit erhielt United einen Elfmeter, als Alex Jimenez Matheus Cunha zu Fall brachte. Bruno Fernandes verwandelte den Strafstoß. Später, als United mit 2:1 führte, ging Flügelspieler Amad Diallo im Bournemouth-Strafraum nach einem Festhalten durch Adrien Truffert zu Boden. Der Feld-Schiedsrichter Stuart Attwell ließ weiterspielen, und der VAR Craig Pawson griff nicht ein, um eine Überprüfung zu empfehlen.

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Sekunden nach dieser Nicht-Entscheidung glich Bournemouth durch Ryan Christie aus. Dann, in den letzten Momenten, wurde United-Verteidiger Harry Maguire dafür bestraft, dass er Bournemouth-Stürmer Evanilson im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Schiedsrichter Attwell zeigte auf den Punkt und zeigte Maguire die Rote Karte für das Vereiteln einer klaren Torchance. Kroupi verwandelte den Elfmeter zum 2:2-Endstand.

Die offizielle Erklärung von Howard Webb

Im Sky-Sports-Programm Match Officials Mic'd Up analysierte PGMOL-Chef-Schiedsrichter Howard Webb die Entscheidungen. Er erklärte, dass zwar beide Szenen Schieben oder Festhalten beinhalteten, der entscheidende Faktor aber die Dynamik der Angreifer gewesen sei.

„Es sind beides Schubser, aber es gibt einige Unterschiede“, erläuterte Webb. „Der größte Unterschied liegt in der Geschwindigkeit, mit der sich die Angreifer bewegen. Im Fall von Amad bewegte er sich nicht besonders schnell. Es gab etwas Kontakt. Es ist eine Ermessensentscheidung, wie gravierend dieser ist.“

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Webb stellte dies der Evanilson-Szene gegenüber: „Evanilson zieht an Maguire vorbei. Das ist meiner Meinung nach ein völlig anderes Tempo als bei Amad. Maguire schiebt ihn verzweifelt um, um zu verhindern, dass er durchkommt und ein Tor erzielt. Eine sehr klare Foul-Situation.“

Er betonte, dass das VAR-Protokoll die subjektive Einschätzung des Feld-Schiedsrichters respektiert, es sei denn, es liegt ein klarer und offensichtlicher Fehler vor. Im Fall von Amad sah der VAR eine „Grauzone“ und unterstützte die ursprüngliche Entscheidung des Schiedsrichters, keinen Elfmeter zu geben. Bei Maguires Foul sagte Webb, dass der VAR eingegriffen hätte, wenn der Schiedsrichter ihn nicht gegeben hätte, weil es „klar und offensichtlich ein Elfmeter“ gewesen sei.

Die Reaktion von Manchester United

Die unterschiedlichen Entscheidungen ließen den Trainer und Kapitän von Manchester United wütend zurück. Bruno Fernandes argumentierte, beide Situationen seien identisch und beide hätten Elfmeter sein müssen.

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Cheftrainer Michael Carrick war direkter in seiner Kritik. „Wir hätten einen weiteren Elfmeter bekommen müssen“, sagte Carrick zu Sky Sports. „Offensichtlich, wenn man einen bekommt, muss man auch den anderen bekommen. Für mich sind sie so ziemlich identisch, beides Griffe mit beiden Händen. So oder so, er hat einen falsch entschieden, aber einen zu geben und den anderen nicht, das kann ich nicht nachvollziehen, ich finde es verrückt. Es ist wirklich etwas verwirrend.“

Carrick glaubte, dass die Abfolge der Ereignisse das Spiel veränderte: „Deswegen erzielen sie das Tor und dann ist danach wirklich Chaos. Wir hätten einen weiteren Elfmeter bekommen müssen und das Spiel wäre völlig anders verlaufen.“

Wichtige Erkenntnisse aus der Kontroverse

  • Geschwindigkeit bestimmt die Entscheidung: Die offizielle Haltung der PGMOL ist, dass die Geschwindigkeit des angreifenden Spielers ein Hauptfaktor bei der Beurteilung der Schwere eines Fouls im Strafraum ist.
  • Die subjektive Grenze des VAR: Der Video-Assistent ist angewiesen, subjektive Feld-Entscheidungen nicht zu kippen, es sei denn, sie stellen einen klaren und offensichtlichen Fehler dar, was Raum für wahrgenommene Inkonsistenzen lässt.
  • Spielverändernde Momente: Die Nicht-Entscheidung bei Amad Diallo ging dem ersten Ausgleich von Bournemouth unmittelbar voraus, und der gegen Harry Maguire verhängte Elfmeter führte zum zweiten, was das Endergebnis direkt beeinflusste.
  • Frustration des Trainerstabs: Das Team von United sah die beiden Szenen als praktisch identisch an, was eine Diskrepanz zwischen der Interpretation ähnlicher Kontakte im Strafraum durch Teams und Schiedsrichtergremien aufzeigt.

— Editorial Team

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