FIFA kritisiert New Jerseys hohe WM-Zugpreise
FIFA hat öffentlich auf die Kritik der Gouverneurin von New Jersey an den hohen Kosten für Zugfahrten zur WM 2026 reagiert. Der Weltfußballverband argumentiert, dass überhöhte Tarife die Fans zu anderen Verkehrsmitteln treiben, was Staus verursacht und das Gesamterlebnis des Turniers beeinträchtigt.
Gouverneurin Mikie Sherrill hatte FIFA für eine Gebühr von 150 Dollar für eine 30-minütige NJ-Transit-Fahrt von New York zum MetLife Stadium verantwortlich gemacht. Sie forderte FIFA auf, die Kosten zu subventionieren. Es gibt keine ermäßigten Tarife für Kinder oder Senioren, und Shuttle-Bus-Tickets kosten 80 Dollar.
Der finanzielle und logistische Streit
FIFA-Operationschef Heimo Schirgi erklärte, dass das aktuelle Preismodell eine "abschreckende Wirkung" habe. Er betonte, dass FIFA das Ziel habe, den Verkehr zu minimieren, den Privatwagenverkehr zu reduzieren und sicherzustellen, dass die Fans sich an das Spiel erinnern und nicht an Anreiseverzögerungen. Hohe Tarife, so argumentierte er, zwingen die Fans zu Alternativen, was zu Staus, verspäteten Ankünften und einem geschwächten wirtschaftlichen Erbe für die Region führt.
Das MetLife Stadium, für das Turnier als New York/New Jersey Stadium umbenannt, wird acht Spiele austragen, darunter ein Gruppenspiel Englands und das Finale am 19. Juli. Ähnliche Preiserhöhungen gelten für Spiele im Gillette Stadium bei Boston, wo Zugtickets 80 Dollar und Busstickets 95 Dollar kosten.
Gouverneurin Sherrill schrieb in sozialen Medien, dass ihre Verwaltung ein Abkommen geerbt habe, in dem FIFA null Dollar für den Transport beiträgt, während NJ Transit mit einer Rechnung über 48 Millionen Dollar dasitzt. Sie behauptete außerdem, dass die Turnierveranstalter 11 Milliarden Dollar einnehmen würden.
FIFAs Verteidigung und Umsatzerklärung
Schirgi konterte, dass die Forderung, FIFA solle diese Kosten übernehmen, bei keinem globalen Ereignis bisher üblich gewesen sei. Er klärte, dass die Zahl von 11 Milliarden Dollar sich auf prognostizierte Einnahmen beziehe, nicht auf Gewinne, und dass FIFA eine nicht gewinnorientierte Organisation sei. Alle WM-Einnahmen werden in die globale Förderung des Fußballs reinvestiert, insbesondere in Jugendausbildung und Frauenprogramme.
Er wies darauf hin, dass die Gastgeber-Abkommen bereits 2018 unterzeichnet wurden und dass FIFA schon mit dem Gastgeberkomitee zusammengearbeitet habe, um einen Transportplan zu entwickeln, der effizienten und zugänglichen Massentransport für die acht New-Jersey-Spiele bietet.
Wichtige Punkte:
- FIFA und New-Jersey-Behörden streiten öffentlich über die Subventionierung der Fan-Transportkosten für die WM 2026.
- Zugtarife für wichtige Stadien wurden stark erhöht, ohne Ermäßigungen.
- FIFA argumentiert, hohe Preise würden Stau-Probleme verursachen und das Turniererbe schädigen, während lokale Behörden meinen, FIFA solle die Rechnung zahlen.
- FIFA erläutert ihr Finanzmodell: Einnahmen werden weltweit in die Fußballförderung reinvestiert.
— Editorial Team