Alle Teilnehmer der WM-Playoffs 2026 stehen fest: England und Kroatien ziehen aus Gruppe L weiter
England besiegte Panama (2:0) und gewann damit die Gruppe L, während Kroatien Ghana (2:1) bezwang und den zweiten Platz belegte. Beide Teams zogen in die Runde der letzten 32 ein, wo die Engländer auf die DR Kongo treffen und Kroatien auf Portugal.
Ein ausführlicher Artikel auf Deutsch, basierend auf den bereitgestellten Daten.
Gruppe L ist entschieden: England bestätigt Status, Kroatien schnappt sich Ticket, Ghana wartet auf sein Schicksal
Das Turnierbaum für die WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, nimmt allmählich Gestalt an. Die Gruppenphase, die erstmals in der Geschichte 48 Mannschaften zusammenbrachte, nähert sich ihrem Höhepunkt. In der Nacht zum 28. Juni wurden die letzten Playoff-Plätze in der Gruppe L vergeben, und dieser Spieltag bescherte den Fans spannende Szenarien, taktische Meisterleistungen und historische Errungenschaften.
Für die englische Nationalmannschaft war das Spiel gegen Panama im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, nur teilweise eine Formsache. Eine Formsache in Bezug auf das Weiterkommen aus der Gruppe, das sich die Three Lions bereits nach dem zweiten Spieltag gesichert hatten. Die Hauptaufgabe bestand jedoch darin, den ersten Platz zu halten, um in der frühen K.o.-Phase starke Gegner zu vermeiden. Um den zweiten Platz entbrannte derweil in Philadelphia ein echter Kampf zwischen Kroatien und Ghana. Für die „Karierten“ war dieses Spiel entscheidend, während Ghana ein Unentschieden zum direkten Einzug ins Achtelfinale gereicht hätte.
Hauptereignis: Ein hart erkämpfter Sieg und ein Doppelpack in fünf Minuten
Entgegen den Erwartungen an einen leichten Spaziergang gestaltete sich die erste Hälfte des Spiels England gegen Panama für die Mannschaft von Thomas Tuchel äußerst schwierig. Die mittelamerikanische Mannschaft, die bereits ausgeschieden war, aber unbedingt ihr erstes Turniertor erzielen wollte, baute eine dichte Abwehrmauer auf und gefährdete das englische Tor gelegentlich mit schnellen Kontern. Besonders aktiv war José Luis Rodríguez, der Jordan Pickford früh im Spiel mit einem gefährlichen Schuss aus spitzem Winkel zu einer Parade zwang. England hatte über 70 % Ballbesitz, lief aber immer wieder in die kompakte Abwehr Panamas, und die erste Halbzeit endete torlos 0:0.
Die zweite Halbzeit drehte das Spiel. Das englische Trainerteam fand offenbar die richtigen Worte in der Kabine, und in der 62. Minute zahlte sich eine Standardsituation aus. Bukayo Saka brachte eine Ecke von der linken Seite, und im Gedränge im Strafraum setzte sich Jude Bellingham in der Luft am besten durch. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid nahm den Ball gekonnt an und donnerte ihn aus kurzer Distanz ins Tor von Orlando Mosquera – die Führung und die Erlösung für die Fans. Es war das zweite Tor des 23-jährigen Mittelfeldspielers bei dieser Weltmeisterschaft.
Bemerkenswerterweise brauchte England nur fünf Minuten, um die Führung auszubauen, und wieder war Bellingham maßgeblich beteiligt. In der 67. Minute spielte er einen präzisen Pass zu Kapitän Harry Kane, der zum Kopfball hochstieg und den Ball ins Netz beförderte – 2:0. Dieses Tor war Kanes elftes bei Weltmeisterschaftsendrunden, womit der Bayern-Stürmer offiziell der beste englische Torschütze in der Turniergeschichte ist und die legendäre Gary Lineker überholt hat.
Unterdessen spielte sich im Lincoln Financial Field in Philadelphia ein eigenes Drama ab. Kroatien, das nur mit einem Sieg weiterkam, begann das Spiel gegen Ghana äußerst aggressiv. In der 31. Minute brachte Petar Sučić die „Karierten“ mit einem wuchtigen Weitschuss aus der Distanz in Führung. Ghana wehrte sich und glich in der zweiten Halbzeit aus: In der 73. Minute nutzte Derrick Lukassen einen Abpraller nach einem Freistoß. Es schien, als würde die afrikanische Mannschaft ihr Minimalziel erreichen und das Unentschieden halten, aber Kroatien zeigte den Charakter vergangener Europameister. In der 83. Minute köpfte Nikola Vlašić nach einer Ecke des unverwüstlichen Luka Modrić den Ball ins Netz und sicherte seiner Mannschaft einen dramatischen 2:1-Sieg.
Details und Statistiken: Weiße Weste und historischer Rekord
Die Spiele der Gruppe L endeten mit folgenden Ergebnissen:
- Panama – England 0:2 (Tore: Bellingham, 62'; Kane, 67').
- Kroatien – Ghana 2:1 (Tore: Sučić, 31'; Vlašić, 83' – Lukassen, 73').
Die endgültige Tabelle der Gruppe L sieht wie folgt aus:
| Platz | Team | Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | Tordifferenz | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | England | 3 | 2 | 1 | 0 | 6:2 | +4 | 7 |
| 2 | Kroatien | 3 | 2 | 0 | 1 | 5:5 | 0 | 6 |
| 3 | Ghana | 3 | 1 | 1 | 1 | 2:2 | 0 | 4 |
| 4 | Panama | 3 | 0 | 0 | 3 | 0:4 | -4 | 0 |
Die Statistiken des Spiels England gegen Panama zeigen deutlich die Dominanz der Three Lions: Der Ballbesitz lag bei über 70 %, und die Gesamtschusszahl war doppelt so hoch wie die des Gegners. Die hartnäckige Abwehr Panamas hielt jedoch lange stand, was die Bedeutung von Standardsituationen im modernen Fußball unterstreicht. Bemerkenswert ist, dass Panamas Niederlage gegen England die sechste Niederlage in Folge in der WM-Geschichte war (einschließlich des Turniers 2018) und sie das Turnier ohne ein einziges Tor verlassen. Kanes Tor war neben seinem Rekordstatus sein viertes bei dieser WM, und er jagt weiterhin dem Goldenen Schuh hinterher.
Kontext und Bedeutung: Neues Format, neue Regeln
Der Abschluss der Gruppe L zeigt anschaulich die Besonderheiten des neuen WM-Formats. Erstmals in der Geschichte ziehen 32 Mannschaften in die K.o.-Runde ein: die Sieger und Zweitplatzierten aller 12 Gruppen sowie die 8 besten Gruppendritten. Dank dieser Neuerung hat Ghana trotz des verlorenen direkten Achtelfinalplatzes mit 4 Punkten immer noch die Chance, in die nächste Runde einzuziehen.
Wie der ehemalige Stürmer der russischen Nationalmannschaft, Aleksandr Kerschakow, anmerkte, macht das neue Format das Turnier intensiver: „Je mehr Fußball, desto besser.“ Und diese Worte bewahrheiten sich. Die Tatsache, dass bis zu drei Teams aus der Gruppe L die K.o.-Runde erreichen könnten (England, Kroatien und möglicherweise Ghana), macht die Gruppenphase weniger vorhersehbar und wettbewerbsintensiver. Für Kroatien ist dieses Weiterkommen eine weitere Bestätigung ihres Status als „große Mannschaft“, die in entscheidenden Momenten abliefern kann. Für England ist der erste Platz nicht nur Prestige, sondern auch ein taktischer Vorteil, der ihnen einen günstigeren Weg durch den Turnierbaum ermöglicht.
Wie es weitergeht: Gegner und Playoff-Spielplan
Die Playoff-Auslosung und der Turnierbaum, basierend auf den Gruppenplatzierungen und der Rangliste der Gruppendritten, haben die Gegner für die Vertreter der Gruppe L im Achtelfinale bestimmt:
- England (1. Platz) trifft auf die Demokratische Republik Kongo, die Dritter der Gruppe K wurde. Dieses Spiel findet am 1. Juli im Stadion in Atlanta statt.
- Kroatien (2. Platz) spielt gegen das formidable Portugal von Cristiano Ronaldo. Diese Partie ist für den 3. Juli in Toronto angesetzt.
- Ghana (3. Platz) würde, falls sie sich unter den besten Gruppendritten qualifizieren, im Achtelfinale auf den Sieger der Gruppe K – Kolumbien – treffen.
Englands Turnierweg sieht wie folgt aus: Der Sieger des Spiels England gegen DR Kongo trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Mexiko gegen Ecuador. Der wahrscheinlichste Viertelfinalgegner für die Three Lions wäre Brasilien oder Norwegen. Somit ist Englands Weg zur Trophäe durchaus interessant, aber jeder Schritt wird mit ernstem Widerstand verbunden sein.
Redaktionelle Prognose
Bei der Bewertung der Perspektiven der Teams aus Gruppe L im Hinblick auf die anstehenden Playoff-Spiele ist England zweifellos der Favorit in ihrer Paarung mit der DR Kongo. Trotz des zähen Sieges gegen Panama zeigte Tuchels Mannschaft Charakter und die Fähigkeit, auch an einem weniger leichten Abend Ergebnisse zu erzielen. Die größte Herausforderung für die englische Mannschaft wird jedoch weniger der Gegner sein, sondern vielmehr ihr eigenes Angriffsspiel. Das Problem, kompakte Abwehrreihen zu knacken, das sich in den Spielen gegen Ghana und in der ersten Halbzeit gegen Panama zeigte, muss vor dem Aufeinandertreffen mit stärkeren Gegnern wie Brasilien oder Deutschland in späteren Runden gelöst werden.
Das Duell Kroatien gegen Portugal verspricht weitaus spannender zu werden. Beide Teams waren in diesem Turnier wechselhaft: Portugal brauchte lange, um in Fahrt zu kommen, und wäre beinahe gegen die DR Kongo gestolpert, während Kroatien gegen England (2:4) verlor, sich aber im entscheidenden Spiel gegen Ghana wieder fing. Erfahrung wird in dieser Partie ein entscheidender Faktor sein. Kroatien kann auf den unvergleichlichen Mittelfeldregisseur Luka Modrić zählen, der das Tempo des Spiels kontrollieren kann, während Portugal mit Cristiano Ronaldo einen Spieler hat, der trotz seines Alters jederzeit ein Spiel entscheiden kann. Diese Begegnung könnte ein echtes Highlight des Achtelfinales werden, und hier hat vielleicht das geschlossenere und taktisch flexiblere Kroatien einen leichten Vorteil, auch wenn Portugal Usbekistan im letzten Gruppenspiel mit 5:0 deklassierte und im Höhenflug ist.
— Editorial Team