Inter deklassiert Lazio 3:0 – Weitere Ergebnisse des 36. Spieltags der Serie A
Der Titelverteidiger Inter gewann souverän 3:0 bei Lazio (Tore: Martinez, Susic, Mkhitaryan). Die Gastgeber beendeten die Partie nach Romagnolis Platzverweis in Unterzahl.
Hauptspiel
Am 9. Mai 2026 besiegte Inter im Stadio Olimpico in Rom Lazio im Rahmen des 36. Spieltags der italienischen Serie A auswärts mit 3:0. Diese Partie hatte eine besondere Bedeutung, da sie als Generalprobe für das Finale der Coppa Italia diente, in dem dieselben Gegner am 13. Mai erneut aufeinandertreffen. Obwohl Cristian Chivus Mannschaft bereits in der vorherigen Runde vorzeitig ihren 21. Meistertitel sichergestellt hatte, zeigte sie eine Meistermentalität und höchste Motivation und ließ den Römern nicht den Hauch einer Chance.
Der Bann wurde bereits in der 6. Minute gebrochen: Nach einem langen Pass von Bisseck köpfte Marcus Thuram den Ball zu Lautaro Martinez, und der argentinische Kapitän feuerte einen überragenden flachen Drehschuss ins linke untere Eck ab. Inter kontrollierte weiter das Geschehen, und in der 39. Minute erhöhte Petar Susic mit einem Schuss von der Strafraumgrenze auf 2:0 – Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte versuchte Lazio, die Initiative zu ergreifen, doch alle Hoffnungen auf ein Comeback wurden in der 59. Minute zunichtegemacht, als Verteidiger Alessio Romagnoli, der zunächst wegen eines Fouls an Bonny die Gelbe Karte gesehen hatte, nach VAR-Überprüfung wegen eines gefährlichen Einsatzes mit gestrecktem Bein die Rote Karte erhielt. Den Endstand besiegelte in der 73. Minute Henrikh Mkhitaryan, der einen Pass desselben Bonny verwertete: Der armenische Mittelfeldspieler schoss unter die Latte und ließ dem Torwart keine Chance.
Details und Statistiken
Das Spiel im Olimpico war eine klare Demonstration von Inters überwältigender Überlegenheit, obwohl sie die Auswärtsmannschaft waren. Cristian Chivus Team, das in einer 3-5-2-Formation agierte, spielte Maurizio Sarris Männer im Mittelfeld völlig an die Wand. Inters Startelf bestand aus Martinez im Tor, einer Dreierkette aus Bisseck – Acerbi – Bastoni, einer Mittelfeldreihe mit Diouf, Barella (zur Halbzeit durch Frattesi ersetzt), Mkhitaryan und Carlos Augusto sowie Lautaro und Thuram im Sturm. Lazio stellte Motta, Marusic, Gila, Romagnoli, Pellegrini, Dele-Bashiru, Rovella, Basic, Cancellieri, Noslin und Pedro auf, aber sie konnten vor der Pause keine echte Gefahr für Martinez' Tor erzeugen.
Ein statistischer Schlüsselmoment ereignete sich in der 16. Minute, als Mario Gila bei dem Versuch, einen Schuss von Marcus Thuram zu blocken, den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand berührte. Schiedsrichter Abisso gab keinen Elfmeter, da er den Arm in einer natürlichen Position sah, aber der Vorfall löste unter Experten erhebliche Diskussionen aus. Was Romagnolis Platzverweis in der 59. Minute betrifft, waren sich die Experten einig, dass er völlig gerechtfertigt war: Der Verteidiger ging mit gestrecktem Bein in einen Gegner und riskierte eine schwere Verletzung; glücklicherweise hatte Bonny seinen Fuß noch nicht auf dem Boden aufgesetzt, sonst hätten die Folgen schwerwiegend sein können.
Mit einer Einwechslung in der zweiten Halbzeit kam Denzel Dumfries ins Spiel und trug in der Schlussphase aktiv zum Angriff bei. Lazio musste derweil auf die Schluss Torhüter Provedel und Furlanetto verzichten, die beide für die Saison ausfielen, während Kapitän Mattia Zaccagni aufgrund einer im Training erlittenen Verletzung nicht im Kader stand.
Kontext und Bedeutung
Mit diesem Sieg erreichte Inter 85 Punkte und baute den Vorsprung auf den Zweitplatzierten Neapel auf satte 15 Punkte aus. Dabei erzielte die Mannschaft in der laufenden Serie-A-Saison 85 Tore, was nicht nur die defensive Stabilität, sondern auch eine enorme offensive Durchschlagskraft unterstreicht. Lazio bleibt mit 51 Punkten auf dem 8. Platz und riskiert, weiter abzufallen, wenn Bologna und Udinese in ihren Spielen Punkte holen.
Diese Partie war aus psychologischer Sicht vor dem entscheidenden Pokalfinale besonders wertvoll. „Das war der erste Akt, und wir haben gezeigt, dass wir die stärkste Mannschaft Italiens sind. Wir hören nicht auf“ – so lässt sich in etwa die Denkweise der Mailänder zusammenfassen, die nach dem Gewinn des Scudetto nicht nachgelassen haben. Für Sarri war die Niederlage ein Weckruf: Mit einem Mann weniger nach Romagnolis Platzverweis hatte sein Team in der zweiten Halbzeit in der Positionsverteidigung nichts zu bieten.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Das Finale der Coppa Italia zwischen denselben beiden Mannschaften findet am 13. Mai erneut im Stadio Olimpico in Rom statt. Es wird das vierte Aufeinandertreffen zwischen Inter und Lazio in diesem Stadion in Folge sein; die beiden vorherigen in der Serie A endeten mit einem Gesamtergebnis von 8:0 zugunsten der Nerazzurri, was enormen Druck auf den Hauptstadtklub ausübt. Für Lazio ist eine drängende Frage, wer den gesperrten Romagnoli in der Innenverteidigung für das Finale ersetzen wird und ob Zaccagni genesen kann. Bei Inter bleibt die Teilnahme von Hakan Çalhanoğlu ungewiss, da er sich weiterhin von einer Verletzung erholt.
Für die Mailänder könnte dieser Pokal ihr zweiter der Saison sein und das nationale Double perfekt machen, während Lazio versuchen wird, sich nach der demütigenden Niederlage zu rehabilitieren und vor heimischem Publikum einen begehrten Titel zu gewinnen und sich gleichzeitig einen Platz in der Europa League für die nächste Saison zu sichern.
— Editorial Team