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Feyenoord wütend über Schiedsrichterentscheidung gegen NEC

Feyenoord-Spieler und -Mitarbeiter reagierten mit großer Empörung, nachdem Schiedsrichter Serdar Gözübüyük Philippe Sandler von NEC nicht wegen eines Foulspiels am letzten Mann an Ayase Ueda vom Platz stellte. Die umstrittene Gelbe Karte, bestätigt durch VAR, löste eine Aufregung in sozialen Medien aus und führte dazu, dass der Schiedsrichter sein Instagram-Konto vorübergehend deaktivierte.

Feyenoord-Mannschaft vereint in Empörung über verweigerte Rote Karte
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Schiedsrichter Serdar Gözübüyük unter Beschuss nach umstrittenem NEC–Feyenoord-Entscheid

Feyenoord ist außer sich, nachdem Schiedsrichter Serdar Gözübüyük darauf verzichtete, NEC-Verteidiger Philippe Sandler wegen eines Foulspiels am letzten Mann an Ayase Ueda beim 1:1 in der Eredivisie vom Platz zu stellen. Die Entscheidung, die nach einer VAR-Überprüfung bestätigt wurde, löste sofortige Empörung bei der Feyenoord-Bank und den Spielern aus – und erntete sogar Kritik von Teamkollegen, die nicht im Spiel waren.

Der Vorfall, der alles auslöste

Gegen Ende der ersten Halbzeit durchbrach Ueda die Abwehrreihe von NEC und hatte nur noch Torhüter Gonzalo Crettaz vor sich. Sandler stürmte von hinten heran und brachte ihn knapp außerhalb des Strafraums zu Fall. Zunächst zeigte Gözübüyük lediglich Gelb. Nach der VAR-Prüfung blieb er dabei – mit der Begründung, dass keine klare Torchance bestehe, da Ueda den Torhüter bereits passiert hatte.

Diese Interpretation fand bei Feyenoord wenig Anklang. Co-Trainer Robin van Persie war zu sehen, wie er den vierten Offiziellen anschrie: „Was macht er da?! Das ist ein Spieler, der durch ist, oder?! Unglaublich!“ Seine Frustration spiegelte wider, was viele Fans und Experten beim Live-Zuschauen empfanden.

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Soziale Medien kochen über

Die Kritik verstummte nicht mit dem Abpfiff. Verteidiger Anel Ahmedhodzic – der nicht zum Einsatz kam – teilte das Video auf Instagram mit der Unterschrift: „Unglaublich… Mit VAR und trotzdem falsch entschieden. In welcher Welt ist das kein Platzverweis?“

Er war nicht allein. Eine Welle von Feyenoord-Spielern schloss sich an:

  • Givairo Read hinterfragte öffentlich die Logik
  • Jordan Lotomba äußerte Unglauben
  • Gonçalo Borges nannte es „unverständlich“
  • Thijs Kraaijeveld wies auf wiederkehrende Probleme bei der Schiedsrichterleistung hin
  • Shaqueel van Persie nahm den Ärger seines Vaters am Spielfeldrand auf
  • Tsuyoshi Watanabe drückte seine Enttäuschung aus
  • Luciano Valente ging am weitesten und bezeichnete es als „eine echte Farce“

Valente fügte hinzu: „Wir hatten dieses Jahr schon oft solche Momente, und manchmal sind wir selbst schuld, aber diesmal hat das nichts mehr mit uns zu tun. Es ist ein klarer Platzverweis, Punkt. Wenn NEC in Unterzahl spielt, verändert sich das Spiel komplett.“

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Reaktion des Schiedsrichters: Schweigen, dann Rückkehr

Serdar Gözübüyük gab keine öffentliche Stellungnahme ab – doch am Tag nach dem Spiel deaktivierte er seinen Instagram-Account, vermutlich um Online-Hetze zu entgehen. Am Montagabend war sein Profil jedoch wieder online, auch wenn er den Vorfall nicht weiter kommentiert hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass Gözübüyük im Zentrum einer Kontroverse steht. Doch die koordinierte Reaktion einer kompletten Mannschaft – einschließlich des nicht spielenden Personals – zeigt, wie sehr dieser Entscheid Feyenoord getroffen hat, besonders im engen Titelrennen.

Was die Regeln tatsächlich vorsehen

Laut IFAB Regel 12 erfordert das Verhindern einer offensichtlichen Torchance (DOGSO) vier Kriterien:

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  • Distanz zwischen Foul und Tor
  • Allgemeine Spielrichtung
  • Wahrscheinlichkeit, die Kontrolle über den Ball zu behalten oder zu gewinnen
  • Position und Anzahl der Verteidiger

Gözübüyüks Entscheidung basierte auf Punkt #3 – er war der Ansicht, dass Ueda die Ballkontrolle bereits verloren hatte, als Sandler foulierte, da er den Keeper bereits überspielt hatte. Kritiker argumentieren jedoch, dass Ueda weiterhin in der Lage war, Crettaz auszuspielen und zu treffen, was eine klassische DOGSO-Situation darstellt.

Warum dies über ein einziges Spiel hinausgeht

Feyenoord jagt PSV und Ajax im Titelrennen der Eredivisie. Zwei Punkte zuhause gegen den Tabellenmittelfeld-Klub NEC liegenzulassen könnte sich als folgenschwer erweisen, falls die Saison aufgrund der Tordifferenz oder direkter Vergleiche entschieden wird. Noch wichtiger: Häufige wahrgenommene Ungerechtigkeiten können die Mannschaftsmoral und das Vertrauen in die Schiedsrichter beeinträchtigen – besonders dann, wenn mehrere Spiele von knappen Entscheidungen abhängen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Philippe Sandler entging einem Platzverweis für ein Foul am letzten Mann an Ayase Ueda
  • Schiedsrichter Serdar Gözübüyük bestätigte nach VAR-Überprüfung seine Gelb-Karte-Entscheidung
  • Die gesamte Feyenoord-Mannschaft, inklusive nicht spielender Mitglieder, äußerte ihre Empörung in sozialen Medien
  • Gözübüyük deaktivierte kurzzeitig seinen Instagram-Account – ein Zeichen dafür, dass ihm die Kritik bewusst war
  • Der Vorfall schürt erneut die Debatte über die Auslegung von DOGSO in der modernen Schiedsrichterpraxis

Obwohl keine disziplinarischen Maßnahmen gegen den Schiedsrichter unmittelbar bevorstehen, könnte der KNVB den Vorfall intern prüfen. Bis dahin muss Feyenoord vor ihrem entscheidenden Eredivisie-Duell mit FC Groningen am 25. April neu formiert werden – und hoffen, dass künftige Entscheidungen klarer fallen.

— Editorial Team

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