# Raphinha wettert gegen Schiedsrichter nach Barcelona-Aus gegen Atlético in der Champions League
Barcelona-Stürmer Raphinha hat nach dem Ende der Champions-League-Träume seines Teams mit einer 3:2-Niederlage im Gesamtergebnis gegen Atlético Madrid nicht hinter dem Berg gehalten. Trotz eines 2:1-Sieges im Rückspiel zu Hause konnte Barca das 0:2 aus dem Hinspiel nicht aufholen – und Raphinha glaubt, dass Schiedsrichterentscheidungen ihnen eine faire Chance geraubt haben.
Zwei Rote Karten, ein umstrittenes Duell
Barcelona spielte beide Spiele nur mit 10 Mann, nachdem die Verteidiger Pau Cubarsi und Eric Garcia jeweils nach VAR-Überprüfung direkt rote Karten für das Verhindern klarer Torgelegenheiten erhielten. In beiden Fällen wurde die anfängliche Gelbe nach Konsultation des Bildschirms am Spielfeldrand auf Rot hochgestuft – ein Prozess, der Barca zur Weißglut brachte.
Aber nicht nur die Platzverweise lösten Empörung aus. Im Hinspiel hielt Atlético-Verteidiger Marc Pubill den Ball klar mit der Hand in seinem Strafraum, nachdem Torwart Juan Musso den Abstoß bereits begonnen hatte. Trotz Barcelonas Proteste gab es keinen Elfmeter, und die UEFA wies die formelle Beschwerde des Klubs als „unzulässig“ zurück.
Raphinha, der beide Matches wegen Verletzung verpasste, sagte: „Für mich war dieses Spiel ein Raub. Nicht nur dieses, sondern auch das andere.“ Er stellte infrage, warum Atlético im Rückspiel null Gelbe kassierte, während Barca neben der Roten noch eine Verwarnung erhielt.
UEFA wieder in der Kritik
Das ist nicht das erste Mal, dass Barcelona mit der UEFA über Schiedsrichterentscheidungen kollidiert, aber Raphinhas Kommentare überschritten eine Grenze, indem sie systemische Voreingenommenheit andeuteten. „Ich möchte wirklich verstehen, warum sie so Angst haben, dass Barcelona kommt und gewinnt“, fügte er hinzu – Aussagen, die ihm Ärger einhandeln könnten.
Die UEFA bestätigte, dass sie die Berichte der Offiziellen prüfen wird, bevor sie entscheidet, ob sie den brasilianischen Flügelspieler wegen Fehlverhaltens ahndet. Atlético-Torwart Musso konterte heftig: „Man kann nicht sagen, dass ihnen dieses Spiel gestohlen wurde; das ist lächerlich. Wir haben auf dem Platz mit 2:0 auswärts gewonnen.“
Er verteidigte auch die Roten Karten und betonte, dass bei letztem Verteidiger und Foul mit Torgelegenheitsverhinderung eine Rote nach den Regeln Standard ist.
Was ist auf dem Platz wirklich passiert?
Lassen Sie uns die Schlüsselmomente aufschlüsseln:
- Hinspiel (Atlético 2–0 Barcelona): Cubarsi nach VAR raus; Pubills Handspiel ignoriert.
- Rückspiel (Barcelona 2–1 Atlético): Eric Garcia ähnlich raus; Atlético beendete das Spiel ohne eine einzige Verwarnung.
- Gesamtergebnis: 3–2 für Atlético, die ins Champions-League-Halbfinale einziehen.
Barca dominierte den Ballbesitz in beiden Spielen und schuf mehr Chancen, besonders im Rückspiel. Aber mit nur 10 Mann für große Abschnitte konnten sie den Druck gegen Diego Simeones typisch kompakte Elf nicht aufrechterhalten.
Warum das größer wirkt als ein Duell
Raphinhas Frustration greift eine breitere Erzählung unter Barcelona-Fans auf: dass europäische Verbände sie in entscheidenden K.o.-Duellen systematisch benachteiligen. Ob Wahrnehmung oder Realität, das ist diskutabel – aber das Timing und die Wiederholung kontroverser Entscheidungen nähren den Verdacht.
Bemerkenswert ist, dass beide Roten der Standardauslegung der Spielregel 12 folgten (Verhinderung einer offensichtlichen Torgelegenheit). Doch das Ausbleiben von Karten für Atlético-Spieler – die zahlreiche taktische Fouls begingen – verstärkte das Gefühl des Ungleichgewichts.
Wichtige Erkenntnisse
- Barcelona schied trotz Rückspielsieg aus der Champions League, geplagt von zwei Roten im Duell.
- Raphinha nannte die Schiedsrichterei „einen Raub“ und stellte mögliche Voreingenommenheit gegen Barca infrage.
- UEFA wies Barcelonas Protest zum Handspiel ab und könnte nun Raphinhas Kommentare untersuchen.
- Atleticos physischer, disziplinierter Stil hielt stand, unterstützt durch minimale Disziplinarfolgen.
- Die Kontroverse beleuchtet anhaltende Spannungen zwischen Top-Klubs und UEFA bezüglich VAR-Konsistenz im K.o.-Fußball.
Während Emotionen im Ausscheidungsfußball hochkochen, spiegelt Raphinhas Ausbruch echten Schmerz wider – nicht nur saure Trauben. Barcelona hatte im Rückspiel die Oberhand und hätte mit vollständiger Mannschaft und ausgewogener Schiedsrichterei das Duell drehen können. Stattdessen fragen sie sich, was hätte sein können.
— Editorial Team