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West Ham Vorstandsumbau: Brady geht, Kretinsky gewinnt Macht

Karren Brady ist nach 16 Jahren als Vize-Vorsitzende von West Ham United zurückgetreten. Mitbesitzer David Sullivan bleibt, wird aber nun die gleiche Kontrolle mit Daniel Kretinsky teilen, der seinen Anteil erhöht. Die Veränderungen folgen auf Fan-Proteste und fallen in eine schwierige Saison für den Verein.

West Hams Führungsrevolution: Brady raus, neue Ära beginnt
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# Umwälzung im Vorstand von West Ham: Brady geht, Sullivan und Kretinsky teilen die Macht

West Ham United erlebt eine bedeutende Machtverschiebung an der Spitze. Karren Brady, Vizevorsitzende des Vereins seit 16 Jahren, hat zurückgetreten, was das Ende einer großen Ära markiert. Co-Eigentümer David Sullivan bleibt hingegen im Amt und wird die Kontrolle mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky teilen, der seinen Anteil erhöht, um mit Sullivans Beteiligung gleichzuziehen.

Machtwechsel

Die Ankündigung von Bradys Rücktritt löste eine Reihe von Führungswechseln aus. Finanzchef Andy Mollett verlässt den Verein am Saisonende, und Executive Director Nathan Thompson hat sofortigen Rücktritt erklärt. Diese Abgänge ebnen den Weg für eine neue Führungsstruktur, bei der Kretinsky eine Schlüsselrolle bei der Besetzung der Nachfolgepositionen spielen wird. Brady nannte als Grund ihren Wunsch, sich auf ihre Fernsehkarriere und ihre Arbeit im House of Lords zu konzentrieren. Ihre Amtszeit war geprägt vom umstrittenen Umzug des Vereins ins London Stadium und dem Conference-League-Sieg 2023.

Hinter Bradys Ausstieg steht eine grundlegende Umstrukturierung der Eigentümerverhältnisse. Nach dem Tod des Co-Eigentümers David Gold 2023 prüfte seine Tochter Vanessa Gold den Verkauf des 25,1-prozentigen Familienanteils. Statt eines vollständigen externen Verkaufs wurde eine interne Einigung erzielt. Sullivan und Kretinsky übernehmen jeweils Teile des Gold-Anteils. Dadurch steigen ihre individuellen Beteiligungen auf über 40 %, was sie effektiv zu gleichberechtigten Vorsitzenden mit gleichem Einfluss macht. Sullivan, zuvor die dominante Figur mit 38,8 %, sieht sich nun einem starken Gegengewicht in Kretinsky gegenüber, der 2021 einen 27-prozentigen Anteil erworben hat.

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Fan-Druck und finanzielle Belastung

Dieser Vorstandswechsel erfolgt vor dem Hintergrund starker Unzufriedenheit der Fans und finanzieller Engpässe.

  • Ein großer Teil der Anhänger hat gegen die Führung protestiert und Parolen wie „No More BS“ gegen Brady und Sullivan geprägt.
  • Der Verein schwebt in akuter Abstiegsgefahr und steht auf dem 17. Platz in der Premier League mit noch fünf Spielen vor dem Ende.
  • West Ham meldete im letzten Geschäftsjahr einen Verlust von 104,2 Millionen £, was Spielerverkäufe im Sommer wahrscheinlicher macht.
  • Die Unzufriedenheit der Fans wurzelt im Stadionumzug und im vermeintlichen Ausbleiben des Fortschritts hin zu einem „weltklasse Team“ neben dem „weltklasse Stadion“.

Kretinsky würdigte Bradys oft unterschätzte Arbeit und hob ihre Rolle bei der Sicherung des langfristigen Stadionvertrags, der Bewältigung von Eigentümerwechseln und dem Rekordverkauf von Declan Rice hervor. Sullivan lobte sie als „außergewöhnliche Führungskraft“. Ihre Geschäftsbeziehung, die vor fast 40 Jahren begann, als Brady Sullivan zum Kauf von Birmingham City überredete, endet nun bei West Ham.

Wichtige Erkenntnisse

  • Führungsabgang: Karren Bradys Rücktritt ist Teil einer breiteren Säuberung der oberen Etagen und signalisiert einen Neuanfang in der Vereinsverwaltung.
  • Machtgleichgewicht: Die Eigentümerstruktur wechselt von Sullivans Dominanz zu einer ausgewogenen Partnerschaft mit Daniel Kretinsky, der bei großen Entscheidungen gleichberechtigt mitentscheidet.
  • Fan-Unmut: Die Veränderungen folgen auf anhaltende Proteste von Anhängern, die mit der Ausrichtung des Vorstands, der Teamleistung und der finanziellen Lage unzufrieden sind.
  • Finanzieller Druck: Massive Jahresverluste und der Abstiegskampf erfordern dringend strategische Änderungen auf und abseits des Platzes.
  • Historisches Kapitel endet: Bradys Ära, geprägt vom Stadionumzug und einem europäischen Pokal, schließt sich, während der Verein unter einer Doppelvorsitz-Struktur in eine neue, unsichere Phase eintritt.

Die unmittelbare Zukunft für West Ham besteht darin, ein spannungsgeladenes Saisonende zu meistern, während die neuen Co-Leader mit der Planung eines turbulenten Sommers beginnen. Die Hoffnung der Fans ist, dass dieser Vorstands-Reset zu einer stabileren und ambitionierteren Ausrichtung für den Verein führt.

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— Editorial Team

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