# Walisische Frauen konzentrieren sich auf eigene Spiele, nicht auf Tschechien-Rivalität
Rhian Wilkinson hält die Augen der Walisischen fest auf ihren eigenen Weg in der Qualifikation zur Frauen-WM gerichtet – nicht darauf, was Tschechien macht. Trotz eines überzeugenden 4:0-Siegs gegen Albanien in Wrexham ist Wales in Gruppe B1 auf den zweiten Platz abgerutscht, weil sie eine schlechtere Auswärtstor-Bilanz haben, obwohl beide Teams zur Hälfte der Gruppenphase identische Bilanzen aufweisen.
Aber Wilkinson macht sich noch keine Sorgen um die Tabelle. Mit einem direkten Duell gegen die Tschechinnen am 9. Juni in Cardiff – wahrscheinlich der Entscheidungsträger für Platz eins – predigt sie Fokus auf die nächsten Aufgaben: Albanien am kommenden Samstag nochmal schlagen und dann Montenegro Anfang Juni.
Warum das letzte Spiel alles entscheiden könnte
Das aktuelle Format verwendet die direkten Duelle als ersten Tiebreaker, wenn Teams gleichauf auf Punkten enden. Das macht das Duell am 9. Juni in Cardiff potenziell entscheidend. Beide Teams trennten sich im ersten Aufeinandertreffen in Tschechien 2:2, daher würde ein Sieg im Rückspiel einem Team den Vorteil verschaffen.
Derzeit führt Tschechien nur wegen mehr Auswärtstoren vor Wales – ein knapper Vorsprung, der je nach kommenden Ergebnissen verschwinden könnte. Wilkinson betont jedoch, dass ihr Team nicht vorausplant:
„Es geht nicht um ihre Ergebnisse, sondern darum, dass wir unser eigenes Ding regeln.“
Sie fügte hinzu, dass man mit erzwungenen Ergebnissen oder Besessenheit von Rivalen kein gutes Fußball spielt – eine Einstellung, die klar prägt, wie Wales diese Quali angeht.
Schwung aufbauen zum richtigen Zeitpunkt
Die jüngste Form von Wales zeigt deutliche Verbesserung. Nach dem hart erkämpften 2:2 in Tschechien haben sie seither Montenegro und nun Albanien klar besiegt. Der 4:0-Erfolg brachte Treffer von Hannah Cain (2), Elise Hughes und Rhiannon Roberts – und vor allem das erste Torloses Spiel in 18 Partien für Wales.
Diese defensive Stabilität ist genauso wichtig wie die Offensivleistung. Wilkinson lobte ihre Spielerinnen dafür, die Intensität über die vollen 90 Minuten gehalten zu haben, was sie „eine Leistung nannte, mit der jeder Trainer zufrieden wäre“.
Wichtige Entwicklungen in dieser Phase umfassen:
- Hannah Cain setzt ihre Torgefahr fort
- Ein seltener Clean Sheet stärkt das defensive Selbstvertrauen
- Konstante Aufstellungskohesion über drei Qualispiele
- Wachsende Heimstärke vor dem Tschechien-Besuch
Was außer Gruppensieg auf dem Spiel steht
Der erste Platz in Gruppe B1 schickt Wales nicht direkt zur Frauen-WM 2027 in Brasilien – Teams aus Liga B müssen ohnehin in Play-offs. Aber der Gruppensieg ebnet einen viel einfacheren Weg durch diese Play-offs und vermeidet stärkere Gegner aus höheren Ligen.
Deshalb zählt jeder Punkt, und deswegen darf das Samstags-Rematch gegen Albanien nicht leichtgenommen werden. Auch wenn Wales letztes Mal 4:0 gewann, könnte Arroganz teuer werden – sei es durch verschlechterte Tordifferenz oder gar verlorene Punkte.
Wilkinson räumte ein, dass die Tschechien-Rivalität die Schlagzeilen dominiert, Montenegro und Albanien aber noch mitreden: „Die wollen da auch was mitreden“, bemerkte sie. Jede Mannschaft zu unterschätzen, könnte nach hinten losgehen.
Wichtige Erkenntnisse
- Wales und Tschechien gleichauf auf Punkten; direkter Vergleich entscheidet Gruppensieger
- Letztes Gruppenspiel am 9. Juni in Cardiff wahrscheinlich der Entscheidungsträger
- Wales holt erstes Torloses Spiel seit 18 Partien – Meilenstein in der Defensive
- Platz eins garantiert keine WM-Teilnahme, erleichtert aber Play-off-Weg
- Sofortiger Fokus: Albanien am Samstag nochmal schlagen und Montenegro im Juni
Wilkinsons ruhige, prozessorientierte Herangehensweise spiegelt ein Team wider, das unter Druck reift. Sie jagen keine Schlagzeilen hinterher und reagieren nicht auf Rivalen – sie bauen Ergebnisse Spiel für Spiel auf. Und wenn diese Disziplin hält, könnte Cardiff im Juni ein historisches Qualispiel erleben.
— Editorial Team