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Teams in Europa stark, aber abgestiegen: Fußball-Kuriositäten

Dieser Artikel untersucht das seltene Phänomen von Fußballteams, die in Europapokalwettbewerben erfolgreich sind, aber in derselben Saison aus ihrer heimischen Liga absteigen. Anhand von Beispielen wie Villarreal, Celta Vigo und spanischen Vereinen werden die Gründe und historischen Fälle dieser bizarren Doppelschicksale analysiert.

Europapokal-Helden, die trotzdem abstiegen: Die verrückten Fälle
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Das seltsame Schicksal von Teams, die in Europa glänzen, aber zu Hause versagen

Es ist eine der seltsamsten Eigenheiten des Fußballs: Ein Team brilliert in Europa, erreicht die K.o.-Runden oder sogar das Finale, steigt aber in derselben Saison aus der eigenen Liga ab. Wie kann das überhaupt passieren? Schauen wir uns die Vereine an, die diesen bizarren Doppelakt vollbracht haben.

Wenn europäischer Ruhm auf heimisches Desaster trifft

Das klassische moderne Beispiel ist Villarreal 2011-12. Sie waren in einer Champions-League-Gruppe mit Manchester City, Neapel und Bayern München. Sie holten keinen einzigen Punkt. In der La Liga kämpften sie um den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag hätte ein Unentschieden gegen Atlético Madrid sie gerettet. Doch Radamel Falcao erzielte einen späten Siegtreffer für Atlético, und Villarreal stieg ab. Stellen Sie sich vor: in Europas Top-Klubwettbewerb zu spielen und dann in die zweite Liga abzusteigen.

Celta Vigo hatte 2003-04 eine ähnliche Geschichte. In der Vorsaison wurden sie Vierter in Spanien. Sie spielten in der Champions League, kamen aus einer Gruppe mit AC Mailand heraus und verloren im Achtelfinale gegen Arsenal. Aber in der La Liga derselben Saison wurden sie 19. und stiegen ab. Es war ein gewaltiger Absturz.

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Perugia in Italien erreichte das Achtelfinale des UEFA-Pokals, konnte aber keines seiner ersten 22 Serie-A-Spiele gewinnen. Sie stiegen über die Relegation ab. Dann gibt es Juventus 2005-06. Sie kamen ins Champions-League-Viertelfinale, wurden aber wegen des Calciopoli-Wettskandals zwangsversetzt, nicht wegen schlechter Leistung auf dem Platz.

Eine spanische Spezialität?

Spanien scheint mehr dieser Fälle zu haben als andere große Ligen. Mehrere spanische Mannschaften sind direkt nach der Teilnahme am UEFA-Pokal oder der Europa League abgestiegen.

  • Real Zaragoza schaffte es zweimal: 2001-02 und 2007-08, schied beide Male in der ersten Runde aus.
  • Alavés 2002-03 (zweite Runde).
  • Celta Vigo erneut 2006-07 (Achtelfinale).
  • Real Betis 2013-14 (Achtelfinale).
  • Espanyol 2019-20 (Sechzehntelfinale).

Es zeigt, wie wettbewerbsfähig die La Liga sein kann. Ein Team, das ein Jahr gut genug für Europa ist, kann im nächsten völlig auseinanderfallen.

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Die englischen und historischen Beispiele

England hatte auch einige Fälle, hauptsächlich um das Jahr 2000.

  • Blackburn Rovers (1998-99) – UEFA-Pokal erste Runde.
  • Bradford City (2000-01) – Intertoto-Cup Halbfinale (obwohl dieses Turnier weniger prestigeträchtig war).
  • Ipswich Town (2001-02) – UEFA-Pokal dritte Runde.

Weiter zurück, vor der Champions-League-Ära, gab es sogar noch mehr. In den 1960er und 70er Jahren erreichten mehrere Teams europäische Viertelfinale und stiegen ab.

  • Bayern München (1962-63) – Inter-Cities Fairs Cup. Sie wurden Dritter in ihrer Regionaliga, stiegen aber wegen einer komplexen Regel ab, die entschied, wer in die neue Bundesliga aufsteigen durfte.
  • Neapel (1962-63) – Europapokal der Pokalsieger.
  • Real Betis (1977-78) – Europapokal der Pokalsieger.
  • Bologna (1990-91) – UEFA-Pokal.

Der unbesiegte, aber ausgeschiedene Verein

Hier ist eine weitere seltsame europäische Statistik: Teams, die ein ganzes Turnier ohne Niederlage durchstehen, aber trotzdem nicht gewinnen. Der Rekord für die längste ungeschlagene Serie ohne den Pokal zu heben gehört Espanyol im UEFA-Pokal 2006-07.

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Sie spielten 15 Spiele ohne Niederlage. Sie besiegten Teams wie Ajax und Benfica und spielten im Finale gegen Sevilla unentschieden. Dann verloren sie im Elfmeterschießen. Sie verschossen drei ihrer vier Elfmeter. Herzzerreißend.

Andere bemerkenswerte ungeschlagene, aber ausgeschiedene Serien sind:

  • Manchester City (2023-24 Champions League): 10 Spiele (8 Siege, 2 Unentschieden), verlor im Elfmeterschießen gegen Real Madrid im Viertelfinale.
  • Benfica (2013-14 Europa League): Unbesiegt, verlor das Finale im Elfmeterschießen gegen Sevilla.
  • Arsenal (1979-80 Europapokal der Pokalsieger): Unbesiegt, verlor das Finale im Elfmeterschießen gegen Valencia.

Es ist eine besondere Art von Pech. Man ist gut genug, um nicht zu verlieren, geht aber trotzdem mit leeren Händen nach Hause.

Wichtige Erkenntnisse

  • Abstieg mit europäischer Erfahrung ist selten, ist aber Vereinen wie Villarreal, Celta Vigo und Perugia passiert, oft aufgrund eines dramatischen Liga-Einbruchs.
  • Spanien führt diesen unglücklichen Trend an, mit mehreren Vereinen wie Real Zaragoza und Espanyol, die kurz nach Europapokalkampagnen abstiegen.
  • Historische Fälle gibt es viele, besonders vor den 1990er Jahren, wobei sogar Größen wie Bayern München in einer Europapokalsaison aufgrund administrativer Regeln abstiegen.
  • Ungeschlagen zu bleiben garantiert keinen Ruhm, wie Espanyols 15-Spiele-Serie und das Finale im Elfmeterschießen schmerzhaft demonstrieren.
  • Die Anforderungen des modernen Fußballs können die Konzentration eines Kaders spalten, was dieses Doppelschicksal für Teams ohne tiefe Ressourcen zu einem Risiko macht.

Wenn Sie also das nächste Mal ein Team sehen, das in der Liga kämpft, aber in Europa gut abschneidet, denken Sie daran: Es ist schon passiert, und es endet meist mit einem schmerzhaften Abstieg. Es zeigt, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg im Fußball sein kann.

— Editorial Team

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