Ankündigung: Rublew, Gauff und Sinner starten auf Sand bei den Rome Masters
Am 9. und 10. Mai finden die Zweitrundenmatches des Tennis-Masters in Rom statt: Andrey Rublew trifft auf Kecmanovic, Coco Gauff auf Sierra und die Weltranglistenerste Jannik Sinner auf Ofner.
Hauptevent
Am 9. und 10. Mai 2026 beginnt die zweite Runde des prestigeträchtigen Masters-1000-Turniers – Internazionali BNL d'Italia – auf den Sandplätzen des Foro Italico in Rom. Weltstars des Tennis kämpfen um den Einzug in die nächste Runde: die Weltranglistenerste Jannik Sinner, die Nummer 5 der Welt Andrey Rublew und die Nummer 3 der Welt Coco Gauff.
Der Höhepunkt des Samstags wird der lang erwartete Auftritt von Jannik Sinner sein, der um 19:00 Uhr Ortszeit seine Kampagne gegen den Österreicher Sebastian Ofner (ATP-Rang 82) eröffnet. Das italienische Publikum, das auf große Siege seines Idols auf heimischem Boden hofft, wird die Ränge des Center Courts füllen. Sinner geht als absoluter Favorit nicht nur für dieses Match, sondern für das gesamte Turnier in die Rome Masters: Der 23-jährige Italiener hat die letzten vier Masters in Folge gewonnen – Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid. Nun steht er vor der ehrgeizigen Aufgabe, einen fünften Titel in dieser Saison und ein sechstes Masters 1000 in Folge zu gewinnen, was eine historische Leistung wäre.
In der Zwischenzeit spielen auf den anderen Plätzen des römischen Forums Andrey Rublew und Coco Gauff ihre Zweitrundenmatches. Der an Nummer sechs gesetzte Russe trifft auf den Serben Miomir Kecmanovic, während die Amerikanerin auf die Argentinierin Solana Sierra trifft. Beide Matches sind aufgrund der Turnierperspektiven und der aktuellen Form von großem Interesse.
Details und Statistiken
Sinner vs. Ofner: Eine Prüfung für den Österreicher
Jannik Sinner und Sebastian Ofner bestreiten ihr zweites Karriere-Duell. Ihr erstes Aufeinandertreffen fand 2019 bei einem Challenger in St. Ulrich (Italien) statt, als Sinner 18 war und 6:2, 6:4 gewann. Seitdem hat der Italiener einen langen Weg zurückgelegt und sich zu einer dominanten Kraft im Welttennis entwickelt.
Ofner geht als klarer Außenseiter in das Match, aber mit Kampfgeist. In der ersten Runde besiegte er den Amerikaner Alex Michelsen souverän mit 6:3, 6:3 und zeigte dabei gute Form. „Ich werde versuchen, mein Tennis zu spielen und mein Maximum zu geben. Ich muss glauben, dass ich ihn schlagen kann, sonst hat es keinen Sinn, auf den Platz zu gehen“, sagte der Österreicher am Vorabend des Matches. Ein Schlüsselfaktor für ihn wird die Qualität seines Aufschlags sein: Gegen Michelsen landete Ofner nur 52 % der ersten Aufschläge, was gegen einen Return-Spezialisten wie Sinner bei weitem nicht ausreicht.
Die Wettquoten lassen keinen Zweifel am Kräfteverhältnis: Die Gewinnwahrscheinlichkeit für Sinner liegt bei etwa 1,03–1,05, während ein Erfolg von Ofner mit 12,00 oder höher bewertet wird. Experten sind sich einig, dass die einzige Spannung darin besteht, ob der Österreicher in mindestens einem Satz Gegenwehr leisten kann.
Rublew vs. Kecmanovic: Ein Duell der Charaktere auf der Super Tennis Arena
Das Match zwischen Andrey Rublew und Miomir Kecmanovic findet am 9. Mai um 11:00 Uhr auf der Super Tennis Arena statt. Es ist ihr drittes Karriere-Duell: Rublew führt 2:0, beide Siege auf Hartplatz – in Miami 2023 (6:1, 6:2) und zuvor in Belgrad. Bemerkenswert ist, dass sie noch nie auf Sand gegeneinander gespielt haben.
Der Russe steht auf Platz 14 der ATP mit einer Bilanz von 15 Siegen und 9 Niederlagen in der Saison 2026, darunter 5:3 auf Sand. Sein bestes Ergebnis in dieser Saison war der Einzug ins Finale in Barcelona. Allerdings schied er bei den Madrid Masters in der letzten Runde in der zweiten Runde aus, als er gegen den Tschechen Kopriva mit 3:6, 4:6 verlor.
Kecmanovic, auf Platz 70, hat eine inkonsistente Saison hinter sich: 9 Siege und 13 Niederlagen, mit bescheidenen 1:3 auf Sand. In der ersten Runde des Rom-Turniers besiegte der Serbe seinen Landsmann Svrčina mit 6:2, 6:3 und verwandelte 6 von 13 Breakbällen. Allerdings bleibt seine Bilanz gegen Spitzenspieler schwach. Die Buchmacher sehen Rublew als klaren Favoriten: Die Quoten auf seinen Sieg liegen bei 1,31, auf Kecmanovic bei 3,44.
Einige Analysten raten jedoch zur Vorsicht bei Prognosen. Ein Experte von Last Word On Sports merkte an, dass Rublew für seine emotionale Instabilität auf dem Platz bekannt ist und die römischen Plätze, wie der Russe selbst zugab, für ihn nicht sehr angenehm sind. Wenn Kecmanovic von den ersten Spielen an einen engen Kampf aufzwingen kann, könnte der Serbe eine Chance haben.
Gauff vs. Sierra: Eine Prüfung für den aufstrebenden Star
Coco Gauff, die Nummer 4 der Welt, startet ihre Rom-Kampagne in der zweiten Runde gegen die 19-jährige Argentinierin Solana Sierra. In der ersten Runde besiegte die Amerikanerin Tereza Valentova mit 6:3, 6:4, obwohl ihr Spiel nicht fehlerfrei war: Gauff leistete sich sieben Doppelfehler und verlor viermal ihren Aufschlag.
Sierra ist auf dem Vormarsch. In der ersten Runde eliminierte sie nacheinander Tamara Korpatsch und Angelina Kalinina und gab dabei nicht mehr als drei Spiele pro Satz ab. Früher in dieser Saison erreichte die Argentinierin die vierte Runde der Madrid Masters und bestätigte damit ihren Ruf als eine der vielversprechendsten Sandplatzspezialistinnen der neuen Generation.
Die Bilanz der direkten Duelle spricht für Gauff: Beim United Cup Anfang 2026 deklassierte die Amerikanerin Sierra mit 6:1, 6:1. Gauffs Bilanz gegen Gegnerinnen außerhalb der Top 50 ist aussagekräftig: Seit Beginn des Jahres 2022 hat sie 101 von 108 solcher Matches gewonnen. Sierra hingegen hat noch nie eine Spielerin aus den Top 20 geschlagen, bei 0 Siegen in 4 Versuchen. Das Analysemodell Stats Insider schätzt die Gewinnwahrscheinlichkeit der Amerikanerin auf 88 %.
Das Preisgeld für das Herrenturnier in Rom beträgt 8.235.540 €, wobei der Sieger 1.007.165 € und 1.000 Ranglistenpunkte erhält. Für den Einzug in die dritte Runde erhalten die Teilnehmer 31.585 € und 30 Punkte.
Kontext und Bedeutung
Die Rome Masters dienen traditionell als Hauptprobe vor Roland Garros und als Indikator für die Bereitschaft der Spieler für das Sandplatz-Grand-Slam. Für jeden dieser Spieler hat dieses Turnier eine besondere Bedeutung.
Für Jannik Sinner sind die Rome Masters nicht nur ein weiterer Titel, sondern eine Frage des nationalen Stolzes. Trotz seiner phänomenalen Bilanz (fünf der letzten sechs Masters) hat der Italiener noch nie sein Heimturnier gewonnen. Im letzten Jahr schied er im Halbfinale aus, und er ist entschlossen, dies vor dem Publikum im Foro Italico wieder gutzumachen. Ein Sieg in Rom würde Sinner zum ersten Spieler der Geschichte machen, der sechs Masters in Folge gewinnt.
Andrey Rublew kämpft darum, nach einer relativ schwachen Phase der Saison wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Das Aus in der zweiten Runde in Madrid war ein schmerzhafter Schlag, und seine Abneigung gegen die römischen Plätze, die er in Interviews erwähnte, erhöht die psychologische Komplexität. Das Erreichen der dritten Runde mit solider Spielweise könnte ein Wendepunkt vor Roland Garros sein.
Coco Gauff, Finalistin des Rom-Turniers 2025 und zweifache Grand-Slam-Siegerin, sucht noch immer nach ihrem ersten Titel im Jahr 2026. Trotz konstanter Ergebnisse (vier Viertelfinals in vier Monaten) beginnt das Fehlen einer Trophäe auf der Amerikanerin zu lasten. Die Sandplätze Europas, auf denen sie sich aufgrund ihrer phänomenalen Beweglichkeit und defensiven Fähigkeiten traditionell auszeichnet, bieten eine hervorragende Gelegenheit, diese Serie zu durchbrechen.
Bemerkenswert ist auch der klimatische Faktor: Im Gegensatz zum schnellen Madrid, das auf 600 Metern über dem Meeresspiegel liegt, ist der römische Sand langsamer und schwerer, was Spielern mit guter körperlicher Verfassung und Geduld in den Ballwechseln zugutekommt. Diese Eigenschaften zeichnen alle drei Favoriten der Samstagsspiele aus.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Match
Die Zweitrundenmatches mit Rublew und Gauff finden am 9. Mai in der Tagessession statt: Rublew betritt den Platz um 11:00 Uhr Ortszeit, Gauff etwa um 16:00 Uhr. Der Abendplatz um 19:00 Uhr ist ganz Sinner und Ofner gewidmet, deren Match auf Sky Sport Tennis und Sky Sport Uno übertragen wird.
Der Sieger des Rublew-Kecmanovic-Matches trifft in der dritten Runde entweder auf den Tschechen Machac oder Daniil Medvedev, der sein Match ebenfalls am 9. Mai bestreitet. Gauff würde im Erfolgsfall auf die Siegerin des Golubic-Andreeva-Matches treffen. Sinner erwartet in der dritten Runde den Sieger des Tirante-Norrie-Duells.
Am Sonntag, den 10. Mai, gewinnt das Turnier weiter an Fahrt: Es finden Drittrundenmatches in beiden Konkurrenzen statt, und Topspieler wie Aryna Sabalenka, Ben Shelton, Félix Auger-Aliassime und andere betreten die Plätze des Foro Italico. Die Hauptfrage des Wochenendes ist, ob einer der Favoriten früh stolpert oder ob alle drei souverän in die zweite Woche einziehen, wo der Kampf um den Titel und das Preisgeld von über einer Million Euro intensiver wird.
— Editorial Team