Oklahoma steht nach Kantersieg gegen die Lakers vor dem Conference-Finale
In der Nacht zum 9. Mai deklassierten die Thunder die Los Angeles Lakers mit 131:108 und gingen mit 3:0 in Führung. Gilgeous-Alexander erzielte 23 Punkte, während die Lakers mit LeBron James (19 Punkte) kurz vor dem Aus stehen.
Hauptereignis
In der Nacht zum 9. Mai 2026 machten die amtierenden NBA-Meister, die Oklahoma City Thunder, einen entscheidenden Schritt in Richtung Western Conference Finals. In Spiel 3 der Zweitrunden-Playoff-Serie demontierten die Thunder die Los Angeles Lakers auswärts mit 131:108 und gingen in der Best-of-Seven-Serie mit 3:0 in Führung.
Dies war nicht nur ein Sieg – es war eine Demonstration totaler Dominanz. Der entscheidende Faktor war eine vernichtende zweite Halbzeit: Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte, die die Lakers im zweiten Viertel sogar mit 34:26 gewannen und mit einer Zwei-Punkte-Führung in die Halbzeit gingen, schalteten die Thunder einen Gang höher. Das dritte Viertel endete 33:20 zugunsten der Gäste, und der Gesamtscore der zweiten Halbzeit betrug demütigende 74:49. Die Tiefe des amtierenden Meisters erwies sich als überwältigend – die Lakers hatten einfach keine Antwort auf die Angriffswelle.
Der unerwartete Held des Spiels war Guard Ajay Mitchell, der mit 24 Punkten und 10 Assists ohne einen einzigen Turnover neue persönliche Playoff-Bestwerte aufstellte. Seine Produktion kompensierte ein relativ ruhiges Spiel des Teamleiters Shai Gilgeous-Alexander, der nur 7 von 20 Feldwürfen traf, aber dennoch 23 Punkte und 9 Assists verbuchte. Chet Holmgren steuerte 18 Punkte und 9 Rebounds bei.
Für die Lakers war Rui Hachimura mit 21 Punkten der Topscorer. LeBron James hatte 19 Punkte, 8 Assists und 6 Rebounds, leistete sich aber 5 Turnover, während Austin Reaves 17 Punkte und 9 Assists beisteuerte. Allerdings schwächelten die Führungsspieler des Teams in der zweiten Halbzeit, und das gesamte Turnover-Verhältnis (17 für die Lakers gegenüber 4 für Oklahoma in der zweiten Halbzeit) erwies sich für die Gastgeber als katastrophal.
Details und Statistiken
Über den Endstand von 131:108 hinaus wird die Tiefe der Dominanz der Thunder durch eine beeindruckende Reihe von Statistiken veranschaulicht. Das Team bleibt in dieser Postseason mit einer perfekten Bilanz von 7:0 ungeschlagen. Darüber hinaus haben die Oklahoma in dieser Saison sieben Spiele in Folge gegen die Lakers gewonnen, einschließlich der regulären Saison. Die gesamte Punktdifferenz über die drei Spiele beträgt 59 Punkte zugunsten der Thunder, was die enorme Kluft zwischen den Teams unterstreicht.
Historisch gesehen wurden die Thunder zum sechsten amtierenden NBA-Meister, der die folgende Playoffs mit sieben aufeinanderfolgenden Siegen begann. Diese Leistung stellt sie neben die größten Dynastien der Liga.
Die Kader-Tiefe Oklahomas verdient besondere Aufmerksamkeit. Das Team spielt weiterhin ohne den verletzten Jalen Williams (einen wichtigen Rotationsspieler), und Shai Gilgeous-Alexander erzielt in dieser Serie durchschnittlich nur 21 Punkte pro Spiel – weit unter seinem Saisonschnitt von 31,1 Punkten. Aber das spielt keine Rolle: Gegen die Lakers haben verschiedene Spieler zu verschiedenen Zeitpunkten ihre Leistung abgerufen. In Spiel 2 war Rookie Jared McCain der Held; in Spiel 3 war es Ajay Mitchell.
Wie Lakers-Cheftrainer JJ Redick nach dem Spiel anmerkte: „Der MVP erzielte 18 Punkte in Spiel 1, 22 in Spiel 2 und traf heute 7 von 20 Würfen. Sie haben uns drei Spiele in Folge den Arsch versohlt. Das ist die Stärke ihres Teams – die Tiefe.“
Die Lakers haben weiterhin ernsthafte personelle Probleme – das Team ist immer noch ohne den verletzten slowenischen Superstar-Stürmer Luka Doncic, den amtierenden Scoring-Champion, der in dieser Serie noch nicht zum Einsatz kam. Ohne ihn ist das Offensivpotenzial der Lakers gegen die gut strukturierte Verteidigung des Meisters kritisch eingeschränkt.
In Bezug auf fortgeschrittene Statistiken führen die Thunder die Playoffs in Punkten pro Spiel (122,1) an, haben die beste Offensivbewertung (127,6) und die beste Netto-Bewertung (18,8) in der Liga, gleichauf mit den New York Knicks.
Kontext und Bedeutung
Dieses Aufeinandertreffen hat symbolisches Gewicht. Oklahoma und die Lakers sind seit der Saison 2011/12 nicht mehr in den Playoffs aufeinandergetroffen, als die Thunder unter der Führung von Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden das Team von Kobe Bryant in der zweiten Runde auf dem Weg zu den NBA Finals besiegten. Vierzehn Jahre später wiederholt sich die Geschichte: Eine neue Generation von Thunder dominiert die mit Stars gespickten Lakers mit LeBron James.
Für den 41-jährigen LeBron könnte diese Niederlage eine der letzten großen Enttäuschungen seiner Karriere sein. In der NBA-Geschichte hat noch kein Team einen 3:0-Rückstand in einer Playoff-Serie aufgeholt. Die Aussichten der Lakers sehen düster aus, insbesondere angesichts der Art und Weise, wie souverän die Thunder in drei Spielen aufgetreten sind.
Dennoch zeigte sich Redick nach dem Spiel trotzig: „Ich gebe diese Serie nicht auf. Wir werden versuchen zu gewinnen, die Serie zu verlängern und nach Oklahoma zurückzubringen.“
Gilgeous-Alexander war entschlossen: „Wir wollen niemals eine Gelegenheit verpassen, ein Basketballspiel zu gewinnen. Wir müssen die gleichen Dinge tun wie in den ersten drei Spielen – der Aggressor sein, gemeinsam richtig spielen.“
Die statistische Dominanz der Thunder erklärt sich nicht nur durch ihren mit Stars besetzten Kader, sondern auch durch einen systematischen Ansatz: Das Team von Mark Daigneault demonstriert außergewöhnliche offensive Vielseitigkeit und defensive Dichte, was sie zu klaren Favoriten auf eine Wiederholung als Meister macht.
Was als Nächstes ansteht / Vorschau auf das nächste Spiel
Spiel 4 der Serie findet am Montag, den 11. Mai, in der Crypto.com Arena in Los Angeles statt. Die Thunder sind nur einen Schritt vom Western Conference Finale entfernt und werden wahrscheinlich darauf abzielen, die Serie ohne Verzögerung zu beenden.
Für die Lakers ist dies ein Alles-oder-Nichts-Spiel – eine Niederlage beendet ihre Saison. Es bleibt unklar, ob Luka Doncic für Spiel 4 zurückkehren kann, aber selbst seine Anwesenheit wird das Kräfteverhältnis angesichts der systematischen Demontage gegnerischer Verteidigungen durch Oklahoma wahrscheinlich nicht drastisch verändern.
Wenn die Thunder die Serie in vier Spielen beenden, gewinnen sie zusätzliche Ruhe- und Vorbereitungszeit für das Conference-Finale gegen den Gewinner der Serie Minnesota-San Antonio (wo die Spurs nach drei Spielen dank Victor Wembanyamas phänomenalem Spiel mit 2:1 führen). Angesichts ihrer aktuellen Form und Tiefe bleibt Oklahoma der Top-Favorit für die gesamten NBA-Playoffs 2026.
— Editorial Team