Vorschau: Minnesota will in Spiel 4 der NHL-Playoffs gegen Colorado ausgleichen
Am Montag, den 12. Mai, empfangen die Minnesota Wild die Colorado Avalanche in Spiel 4 ihrer Playoff-Serie. Nach einem dominanten 5:1-Sieg in Spiel 3 möchte das Heimteam diesen Erfolg ausbauen und die Serie ausgleichen, die Colorado derzeit mit 2:1 anführt.
Hauptevent
In den frühen Morgenstunden des Dienstags, 13. Mai, Moskauer Zeit, findet das vierte Spiel der NHL-Playoff-Serie der zweiten Runde zwischen den Minnesota Wild und den Colorado Avalanche in der Grand Casino Arena in St. Paul statt. Nach einem entscheidenden 5:1-Heimsieg in Spiel 3 wird Minnesota versuchen, die Serie auszugleichen, die Colorado mit 2:1 anführt. Der Puck fällt um 2:00 Uhr Moskauer Zeit, mit einer Live-Übertragung in der HOME OF HOCKEY-Community auf VK.
Details und Statistiken
Die Buchmacher charakterisieren das anstehende Duell als hochspannende Begegnung mit einem leichten Vorteil für die Gäste. Die Quoten für einen Sieg von Colorado in der regulären Spielzeit liegen bei 2,30, während ein Sieg von Minnesota mit 2,60 bewertet wird. Unter Einbeziehung möglicher Verlängerungen sind die Chancen nahezu gespiegelt: 1,80 für einen Avalanche-Sieg gegenüber 2,00 für die Wild. Experten geben Colorado eine 78-prozentige Wahrscheinlichkeit, in die nächste Runde einzuziehen (Quote 1,22), während Minnesotas Comeback nur mit 22 % (4,34) bewertet wird.
Die Hauptgeschichte des Spiels ist das Torhüter-Duell. Minnesotas Cheftrainer John Hynes bestätigte, dass Jesper Wallstedt erneut das Tor hüten wird, nachdem er in Spiel 3 34 von 35 Schüssen gestoppt hatte. Die Entscheidung des Trainerstabs erscheint logisch: Der schwedische Torhüter hat sich nach neun Gegentoren im Serienauftakt vollständig rehabilitiert. Hynes erklärte nach Spiel 3: „Ich hatte keinen Zweifel, dass er zurückkommen würde – das gehört zu seinem Charakter. Er ist ein Kämpfer und selbstbewusst. Er hat erneut bewiesen, dass der Moment nicht zu groß für ihn ist.“
Im Lager von Colorado ist die Situation gegensätzlich. Nachdem Scott Wedgewood bei 3:07 des zweiten Drittels (drei Gegentore bei 12 Schüssen) ausgewechselt wurde, hat Cheftrainer Jared Bednar noch keinen Starttorhüter benannt. „Wir werden eine Entscheidung treffen, aber man muss jede Nacht Entscheidungen treffen. Manche sind einfacher als andere“, sagte der Trainer ausweichend. Auch Mackenzie Blackwood, der als Ersatz kam, konnte das Tor nicht sauber halten und kassierte nur 20 Sekunden nach seinem Eintritt ein Tor.
Minnesotas Offensive sieht derzeit in den Playoffs am besten aus – 36 Tore in neun Spielen, Spitzenreiter in der Torausbeute. Kirill Kaprizov führt den Angriff mit 14 Punkten (4 Tore, 10 Vorlagen) an und liegt an der Spitze der Playoff-Scorerliste. Verteidiger Quinn Hughes hat 13 Punkte, während Stürmer Matthew Boldy mit 7 Toren das Team anführt.
Für Colorado ist es entscheidend, das Unterzahlspiel zu verbessern. In Spiel 3 versagten die Unterzahl-Einheiten zweimal und ermöglichten dem Heimteam, im Powerplay zu treffen. Avalanche-Stürmer Gabriel Landeskog räumte ein: „Wir sind nicht gut genug gestartet, und das Unterzahlspiel hatte Schwächen. Wir brauchen ein kurzes Gedächtnis – daraus lernen und weitermachen.“
Kontext und Bedeutung
Spiel 3 war aus mehreren Gründen ein Wendepunkt. Minnesota sicherte sich nicht nur den ersten Sieg der Serie, sondern beendete auch Colorados sechs Spiele andauernden Playoff-Siegesserie. Die Avalanche geriet in dieser Nachsaison erstmals mit zwei oder mehr Toren in Rückstand – zuvor hatten sie noch nie mit einem großen Unterschied verloren.
Bei den Wild wird die Rückkehr von Center Joel Eriksson Ek erwartet, der sich von einer Verletzung erholt. Seine Anwesenheit sollte die zweite Reihe stärken. Auch Mats Zuccarello und Jakow Trenin kehrten aufs Eis zurück, nachdem sie in den vorherigen Spielen deutlich gefehlt hatten.
Minnesotas Heimbilanz in den Playoffs ist stark – 3 Siege und 1 Niederlage. Colorado hat jedoch 6 der letzten 7 Playoff- und Regular-Season-Spiele gewonnen und Minnesota in 3 der letzten 4 direkten Duelle besiegt.
Auch der physische Aspekt ist aussagekräftig. Minnesota führt die Playoffs in Checks (313) und geblockten Schüssen (146) an, was einen extrem körperbetonten Stil widerspiegelt. Wild-Stürmer Ryan Hartman betonte: „Wir müssen weitermachen, was wir körperlich tun. Sie werden versuchen zu reagieren, und wir müssen darauf vorbereitet sein.“
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Wenn Minnesota das Heimspiel gewinnen und die Serie ausgleichen kann, kehren die Teams für Spiel 5 nach Denver zurück, das für Mittwoch, den 14. Mai, Moskauer Zeit (über Nacht von Mittwoch auf Donnerstag) geplant ist. Spiel 6, falls nötig, findet am 15. Mai in Minnesota statt, und das entscheidende Spiel 7 am 17. Mai in Colorado.
Over/Under-Wetten deuten auf ein torreiches Spiel hin: Experten erwarten etwa 6 Tore, mit nahezu ausgeglichenen Quoten für über 6,5 und unter 6,5. In drei der letzten vier Playoff-Spiele dieser Teams wurde das Over erzielt.
Der Sieger dieser Serie trifft im Western Conference Finale auf den Sieger des Duells zwischen den Vegas Golden Knights und den Anaheim Ducks. Spiel 4 könnte ein entscheidender Moment in der Serie sein: Wenn Colorado gewinnt und eine 3:1-Führung übernimmt, wird die Serie wahrscheinlich zu ihren Gunsten enden (78 % Wahrscheinlichkeit). Wenn Minnesota die Serie ausgleicht, wird der Heimvorteil, den sich Colorado in der Regular Season erspielt hat, vollständig neutralisiert.
— Editorial Team