Liverpool steht vor dem schwersten Weg in die Champions League, während Rivalen auf Finalplätze schielen
Liverpools Hoffnungen auf einen Platz unter den ersten vier in der Premier League sind deutlich gesunken – nicht weil sie auseinanderfallen, sondern weil ihr verbleibender Spielplan mit Abstand der anspruchsvollste aller Teams ist, die noch um die Champions-League-Teilnahme in der nächsten Saison kämpfen.
Da sechs Vereine um drei verfügbare Plätze hinter den bereits qualifizierten Arsenal und Manchester City kämpfen, sind die Termindichte und die Stärke der Gegner jetzt entscheidende Faktoren. Und in dieser Hinsicht hat Arne Slots Team den Kürzeren gezogen.
Die Realität der Schlussphase
Unter den sechs Anwärtern – Liverpool, Manchester United, Chelsea, Aston Villa, Brentford und Everton – haben Liverpools Gegner eine kombinierte Ligaposition von nur 51. Das ist der niedrigste (und damit schwierigste) Wert der Gruppe, was bedeutet, dass sie meist gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld oder der oberen Tabellenhälfte antreten müssen, die noch etwas zu gewinnen haben.
Ihr anstehender Spielplan umfasst:
- Ein Auswärts-Merseyside-Derby bei Everton
- Einen Ausflug ins Old Trafford gegen Manchester United
- Einen Besuch im Villa Park gegen Aston Villa
- Heimspiele gegen die direkten Rivalen Chelsea und Brentford
Selbst ihre „einfacheren“ Spiele – Heimpartien gegen Fulham und Crystal Palace – sind mit Risiken verbunden. Beide Londoner Klubs haben bis Mai vielleicht wenig zu verlieren, aber sie haben in dieser Saison gezeigt, dass sie Top-Sechs-Teams ärgern können.
In der Zwischenzeit genießen die Rivalen mildere Wege. Evertons verbleibende Gegner haben eine kombinierte Ligaposition von 74, darunter Heimspiele gegen Liverpool und Man City – aber auch Besuche bei bereits geretteten oder abgestiegenen Mannschaften wie Sunderland und Spurs. Manchester United, das mit 55 Punkten auf dem dritten Platz liegt, empfängt Leeds, Brentford und Liverpool, bevor es mit Sunderland, Forest und Brighton abschließt.
Warum die Spielplan-Schwierigkeit jetzt zählt
Allein die Punkte erzählen nicht mehr die ganze Geschichte. Da nur drei Punkte den fünftplatzierten Liverpool (49 Punkte) vom achtplatzierten Everton (46) trennen, könnte jedes Spiel das Rennen dramatisch verändern. Aber anders als ihre Rivalen bekommt Liverpool nicht viele Chancen, einfache Siege einzufahren.
Bedenken Sie dies:
- Aston Villa hat die beste kombinierte Gegnerplatzierung (79), muss aber Europa-League-Verpflichtungen bewältigen und mit Liverpool und City abschließen.
- Chelsea (48 Punkte) trifft zu Beginn der Schlussphase zu Hause auf Man City und Man United, zusätzlich zu FA-Cup-Aufgaben.
- Brentford, überraschend auf Platz sieben, muss zu United, City und Liverpool reisen – bekommt aber vier Heimspiele, darunter Everton an diesem Wochenende.
Liverpool hingegen hat nach dem kürzlichen Champions-League-Aus gegen PSG keine Pokalablenkungen, was der Konzentration helfen sollte. Aber ihr Mangel an Fehlertoleranz ist eklatant: Verlieren sie gegen eine Mannschaft aus dem Mittelfeld, könnten sie ganz aus den Top fünf fallen.
Was das für die Schlussphase bedeutet
Die wichtigste Erkenntnis ist nicht, dass Liverpool verloren ist – sondern dass sie nahezu perfekt spielen müssen, während andere Luft zum Atmen haben. Ein Sieg im Goodison Park wäre enorm, nicht nur für den Lokalstolz, sondern auch für die psychologische Dynamik. Ein Sieg gegen United im Old Trafford würde ihre Top-Vier-Hoffnungen so gut wie besiegeln.
Aber die Daten zeigen, dass die Chancen gegen sie stehen:
- Sie haben kein Spiel mehr gegen Teams aus den aktuellen unteren sechs, die nichts mehr zu gewinnen haben.
- Vier ihrer letzten acht Ligaspiele sind gegen andere Top-Acht-Teams.
- Drei ihrer schwersten Auswärtsspiele fallen in einen Fünf-Spiele-Zeitraum (Everton, Man Utd, Villa).
Vergleichen Sie das mit Everton, das mit Palace, Sunderland und möglicherweise abgestiegenen Spurs abschließt – oder Man United, dessen letzte drei Gegner zwei wahrscheinlich gerettete/abgestiegene Klubs umfassen.
Wichtige Erkenntnisse
- Liverpool hat den schwierigsten verbleibenden Spielplan aller Champions-League-Anwärter, basierend auf den aktuellen Ligapositionen der Gegner.
- Nur drei Punkte trennen den 5. vom 8. Platz, was jedes Ergebnis in einem eng gesteckten Rennen entscheidend macht.
- Keine Pokalablenkungen geben Liverpool volle Konzentration auf die Liga, aber ihr Spielplan bietet wenige Gelegenheiten für einfache Punkte.
- Everton und Manchester United profitieren von mehreren Spielen gegen Teams, die spät in der Saison wenig zu gewinnen haben.
- Heimvorteil könnte enge Spiele entscheiden – Liverpool hat noch vier Heimspiele, darunter gegen Chelsea und Brentford.
Während Optimismus bleibt – besonders mit Heimspielen gegen Fulham und Palace – erfordert Liverpools Weg konstante Exzellenz gegen starke Gegner. Für Fans ist es nervenaufreibend. Für Wettende und Analysten ist es ein klares Signal: Erwarten Sie Volatilität, nicht Dominanz, von hier bis Mai.
— Editorial Team