Emma Raducanu verliert in der ersten Runde des Turniers in Strasbourg nach Krankheit
Die britische Tennisspielerin unterlag der Französin Diane Parry in zwei Sätzen – 4:6, 6:7(4) – zu Beginn des WTA-Turniers. Es war Raducanus erstes Match nach einer zweimonatigen Pause aufgrund einer Viruserkrankung.
Hauptereignis
Die britische Tennisspielerin Emma Raducanu erlitt eine Niederlage in der ersten Runde des WTA-500-Turniers in Strasbourg. Es war ihr erstes offizielles Match nach einer mehr als zweimonatigen Pause, die durch eine anhaltende Viruserkrankung verursacht wurde.
Die Gegnerin der 23-jährigen Athletin war die Weltranglisten-94., die Französin Diane Parry. Das Match endete in zwei Sätzen – 4:6, 6:7(4). Raducanu, derzeit auf Platz 37 der WTA-Rangliste, erhielt eine Wildcard für diesen Wettbewerb, um vor Beginn von Roland Garros Spielpraxis zu sammeln.
Details und Statistiken
Das Match war dramatisch und voller Breaks. Raducanu führte zweimal während der Sätze, verlor aber beide Male den Vorteil. Im ersten Satz führte sie 4:2, aber Parry gewann drei Spiele in Folge und dann den gesamten Satz – 6:4.
Ein ähnliches Szenario wiederholte sich im zweiten Satz: Raducanu ging erneut mit 4:2 in Führung. Der Französin gelang das Comeback, sie schaffte das Re-Break. Parry hatte die Chance, zum Match aufzuschlagen, aber Raducanu wehrte sich und erzwang einen Tiebreak. Beim Stand von 4-4 im Tiebreak gewann Diane Parry drei Punkte in Folge und sicherte sich den Sieg.
Ein entscheidender Faktor war der Aufschlag. Parry erzielte 75,3 % erste Aufschläge im Feld, während die Britin nur 65,5 % erreichte. Raducanu schlug fünf Asse, leistete sich aber neun Doppelfehler. Sie rettete 16 von 21 Breakbällen, aber das reichte nicht für den endgültigen Erfolg.
Kontext und Bedeutung
Emma stand zuletzt am 8. März auf dem Platz – in der dritten Runde des Turniers in Indian Wells erlitt sie eine schwere Niederlage gegen die Amerikanerin Amanda Anisimova (1:6, 1:6). Danach folgte eine Reihe von Absagen: Raducanu zog sich von Turnieren in Miami, Linz, Madrid und Rom zurück. Eine im Februar im Nahen Osten aufgenommene Virusinfektion hinderte sie am ordnungsgemäßen Training und Wettkampf.
Aufgrund der langen Abwesenheit fiel ihre Platzierung auf Platz 37. Das bedeutet, dass sie beim bevorstehenden Roland Garros nicht gesetzt sein wird und bereits in den ersten Runden auf Top-Gegnerinnen treffen könnte.
Der ehemalige britische Nummer-1-Spieler Tim Henman, der die Situation kommentierte, rief zur Geduld auf: „Sie hatte keine Spielpraxis, und Sand ist ihr unbeliebtester Belag. Ich habe keine hohen Erwartungen an Strasbourg und Paris. Die Hauptsache ist, die körperliche Verfassung für die Rasensaison aufzubauen.“
Interessanterweise schnitt Raducanu im letzten Jahr in Strasbourg viel selbstbewusster ab – sie besiegte Daria Kasatkina (damals in den Top 20) und verlor erst gegen Danielle Collins.
Wie es weitergeht
Raducanus nächstes Turnier ist Roland Garros, das am 24. Mai beginnt. Dies ist das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison, das auf den Sandplätzen von Paris ausgetragen wird.
Das Problem ist, dass die Britin mit nur einem Match auf diesem Belag in der gesamten Saison in das wichtigste Sandplatzturnier geht. Der Mangel an Spielrhythmus und eine niedrige Setzliste machen ihre Aussichten in Paris sehr unsicher.
Was Diane Parry betrifft, so trifft sie in der zweiten Runde des Turniers in Strasbourg auf die Chinesin Shuai Zhang.
Redaktionelle Prognose
Es ist derzeit schwer, auf einen erfolgreichen Auftritt von Raducanu bei Roland Garros zu hoffen. Sand war historisch gesehen ihr unbequemster Belag, und der Mangel an Wettkampfpraxis zweieinhalb Monate lang hat sie daran gehindert, in Form zu kommen. Tim Henman hat zu Recht angemerkt: Die Hauptaufgabe in den kommenden Wochen sind nicht Siege, sondern die Wiederherstellung der körperlichen Stabilität, an der es der Britin chronisch mangelt. Das optimale Szenario ist, in Paris ein oder zwei Runden zu überstehen und in guter Verfassung in die Rasensaison zu gehen, wo Raducanu traditionell bessere Chancen auf hohe Ergebnisse hat.
— Editorial Team