New York schlägt Cleveland in der Verlängerung in Spiel 1 der NBA Eastern Conference Finals
Die Knicks besiegten die Cavaliers mit 115-104 in der Verlängerung. Jalen Brunson erzielte 38 Punkte und verhalf seinem Team zu einer 1:0-Serienführung.
Hauptereignis
Die New York Knicks errangen einen dramatischen Sieg über die Cleveland Cavaliers in Spiel 1 der NBA Eastern Conference Finals. Das Spiel fand am Dienstag, den 19. Mai 2026, im Madison Square Garden in New York statt und endete mit einem 115-104-Sieg nach Verlängerung.
Der Held des Spiels war Knicks-Point Guard Jalen Brunson, der 38 Punkte erzielte. Der entscheidende Faktor war jedoch nicht nur seine individuelle Leistung, sondern seine Fähigkeit, ein scheinbar verlorenes Spiel zu drehen. 7 Minuten und 52 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit führte Cleveland mit einem komfortablen Vorsprung von 22 Punkten, 93-71. Danach starteten die Knicks eines der größten Comebacks in der NBA-Playoff-Geschichte und beendeten das vierte Viertel und die Verlängerung mit einem kombinierten 44-11-Lauf.
Details und Statistiken
Drei Viertel lang kämpften die Knicks. Die lange Pause forderte ihren Tribut – das Team hatte seit dem 10. Mai nicht mehr gespielt, als sie die Philadelphia 76ers swepten. Ihre Dreipunktwürfe saßen nicht: In den ersten drei Vierteln trafen die Knicks nur 4 von 23 Versuchen jenseits der Dreipunktelinie.
Doch im Schlussspurt übernahm Brunson das Kommando. Er attackierte absichtlich James Harden, löste einen 18-1-Lauf aus und glich das Spiel 19 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 101-101 aus. In der Verlängerung starteten die Knicks schnell einen 9-0-Lauf und besiegelten das Schicksal des Spiels.
Mikal Bridges steuerte 18 Punkte für die Knicks bei. OG Anunoby, der aufgrund einer Oberschenkelzerrung zwei Spiele verpasst hatte, war die meiste Zeit ineffektiv, erzielte aber 9 seiner 13 Punkte in der Verlängerung und verwandelte 7 von 8 Freiwürfen. Für Cleveland führte Donovan Mitchell mit 29 Punkten, Evan Mobley verzeichnete ein Double-Double mit 15 Punkten und 14 Rebounds. James Harden erzielte ebenfalls 15 Punkte, hatte aber 6 Turnover und traf nur 1 von 8 Dreipunktversuchen.
Kontext und Bedeutung
Vor der Serie galten die Knicks als Favoriten – Mike Browns Team hatte sieben Spiele in Folge gewonnen und die beste Net Rating aller Playoff-Teams. Das verlorene Spiel 1 der Conference Finals vor einem Jahr gegen Indiana (als New York einen 14-Punkte-Vorsprung im vierten Viertel verspielte) machte dieses Spiel jedoch besonders bedeutsam.
„Wir haben drei Viertel lang großartig gespielt. Aber im vierten haben sie uns einfach zerstört“, sagte Cavaliers-Trainer Kenny Atkinson.
Jetzt sind die Knicks nur noch drei Siege von ihrer ersten NBA-Finals-Teilnahme seit 1999 entfernt. Für Cleveland ist die Niederlage besonders schmerzhaft, da das Team heldenhaft zwei Sieben-Spiele-Serien gegen Toronto und Detroit überstanden hatte, nur um einen sicheren Auswärtssieg noch aus der Hand zu geben.
Wie es weitergeht
Spiel 2 der Serie findet am Donnerstag, den 21. Mai, im Madison Square Garden statt. Der vollständige Spielplan der Eastern Conference Finals sieht wie folgt aus:
- Spiel 1 (19. Mai): Cleveland bei New York — 104-115 (OT), Serie 1-0
- Spiel 2 (21. Mai): Cleveland bei New York (ESPN)
- Spiel 3 (23. Mai): New York bei Cleveland (ABC)
- Spiel 4 (25. Mai): New York bei Cleveland (ESPN)
- Spiel 5* (27. Mai): Cleveland bei New York (falls nötig)
- Spiel 6* (29. Mai): New York bei Cleveland (falls nötig)
- Spiel 7* (31. Mai): Cleveland bei New York (falls nötig)
Redaktionelle Prognose
Das Comeback in Spiel 1 könnte Cleveland psychologisch schwer brechen: Das Team dominierte 40 Minuten Spielzeit und verlor trotzdem. Die Knicks hingegen erhielten einen enormen emotionalen Schub, und Brunson bewies erneut, dass er Spiele im Alleingang drehen kann. Wenn Anunoby nach seiner Verletzung vollständig in Form kommt, haben die Cavaliers noch weniger Chancen – er ist derjenige, der Mitchell am Perimeter kontrollieren soll. Angesichts des Heimvorteils und der historischen Stabilität New Yorks in dieser Postseason könnte die Serie durchaus in sechs Spielen enden, wie die meisten Experten vor ihrem Beginn prognostiziert hatten.
— Editorial Team