NBA-Drama: Cleveland holt ersten Auswärtssieg dieser Playoffs
Mit einem Auswärtssieg gegen Detroit durchbrachen die Cavaliers ihre Niederlagenserie in der Fremde. Interessanterweise hatten die Pistons zuvor vier Heimspiele in Folge gewonnen, nachdem Orlando sie in der ersten Runde fast ausgeschaltet hätte.
Hauptgeschehen
In der Nacht zum 14. Mai 2026 sicherten sich die Cleveland Cavaliers ihren ersten Auswärtssieg in den laufenden NBA-Playoffs, indem sie die Detroit Pistons in der Verlängerung von Spiel 5 der Eastern-Conference-Halbfinalserie mit 117:113 besiegten. Die Partie in der Little Caesars Arena in Detroit endete mit echter Dramatik: Die Gastgeber führten zwei Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit mit neun Punkten, konnten den Sieg aber nicht über die Zeit bringen.
Details und Statistiken
Die Pistons kontrollierten das Spiel über weite Strecken. Im zweiten Viertel betrug ihr Vorsprung 15 Punkte – 103:94 für Detroit bei noch zwei Minuten auf der Uhr. Cade Cunningham lieferte eine phänomenale Leistung ab: 39 Punkte, 7 Rebounds und 9 Assists. Daniss Jenkins, der Duncan Robinson in der Startformation ersetzte, steuerte 19 Punkte bei.
Die Schlussminuten gehörten jedoch den Gästen. Cleveland startete einen 13:0-Lauf, und Evan Mobley glich 45 Sekunden vor Schluss des vierten Viertels mit sicheren Freiwürfen aus. In der Verlängerung ergriffen die Cavaliers sofort die Initiative – ein 9:2-Lauf zu Beginn der zusätzlichen fünf Minuten entschied die Partie.
Wichtige statistische Höhepunkte des Spiels:
- James Harden: 30 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists, 3 Blocks
- Donovan Mitchell: 21 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists
- Max Strus (von der Bank): 20 Punkte, 8 Rebounds, 6 Dreier
- Evan Mobley: 19 Punkte, 8 Rebounds, 8 Assists
- Jarrett Allen: 16 Punkte, 10 Rebounds (Double-Double)
Besondere Beachtung verdient James Hardens historische Leistung. Der 36-jährige Guard wurde der vierte Spieler in der NBA-Geschichte, der in seiner Playoff-Karriere über 4.000 Punkte, 1.000 Rebounds und 1.000 Assists sammelte – zuvor gelang dies nur Michael Jordan, LeBron James und Kobe Bryant.
Kontext und Bedeutung
Vor diesem Spiel hatte Cleveland in den laufenden Playoffs noch kein Auswärtsspiel gewonnen. Alle bisherigen Partien in der Fremde endeten mit Niederlagen, und ausgerechnet in Detroit verloren die Cavaliers die Spiele 2 und 3 der Serie.
Detroit hingegen hatte vier Heimspiele in Folge gewonnen, nachdem das Team in der ersten Runde fast von den Orlando Magic ausgeschaltet worden war. Die Pistons lagen in der Serie mit 1:3 zurück, schafften aber drei Siege in Folge und zogen weiter. Das Team, das die reguläre Saison mit 60:22 Siegen und dem ersten Platz in der Eastern Conference abgeschlossen hatte, stand erneut am Rande des Ausscheidens.
Clevelands Cheftrainer Kenny Atkinson lobte nach dem Spiel die mentale Stärke seiner Mannschaft: „Diese Phase zeigt unseren Fortschritt. Fortschritt in der psychologischen Widerstandsfähigkeit. Diese Jungs geben niemals auf.“ Laut dem Analysesystem von ESPN lag die Wahrscheinlichkeit eines Heimsieges bei Detroits 9-Punkte-Führung bei 96,8 %.
Donovan Mitchell selbst rief seine Teamkollegen zur Ruhe auf: „Die Hauptsache ist, nicht zu übermütig oder zu niedergeschlagen zu sein. Es steht 3:2. Die Serie ist nicht vorbei. Es war großartig, auswärts zu gewinnen. Hurra, gut gemacht. Aber jetzt müssen wir den Heimvorteil nutzen.“
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Spiel 6 der Serie findet am 16. Mai 2026 in Cleveland in der Rocket Mortgage FieldHouse statt. Die Cavaliers haben ihre erste Chance, die Serie zu beenden und in die Eastern-Conference-Finals einzuziehen, wo bereits die New York Knicks warten, die zuvor Philadelphia swepten.
Sollte Cleveland gewinnen, zieht das Team in die Conference-Finals ein und erhält ein paar Tage Ruhe vor der nächsten Runde. Falls Detroit die Serie ausgleicht, wird das entscheidende Spiel 7 am 18. Mai in der Little Caesars Arena in Detroit ausgetragen.
Für die Pistons besteht die Hauptaufgabe darin, neben Cade Cunningham alternative Offensivoptionen zu finden. In Spiel 5 traf Tobias Harris nur 6 von 19 Würfen (13 Punkte), und Jalen Duren kam auf lediglich 9 Punkte und 5 Rebounds – eine schwache Leistung für einen Star-Center. Cleveland hingegen muss das Niveau der defensiven Aggressivität halten, das Detroits Offensive in der Schlussphase von Spiel 5 neutralisierte.
— Editorial Team