Sensation in Roland Garros: Sinner verliert nach verspieltem Zwei-Satz-Vorsprung
Die Nummer 1 der Welt, Jannik Sinner, erlitt eine schockierende Niederlage gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo in der zweiten Runde der French Open. Der Italiener führte 6:3, 6:2, verlor aber in fünf Sätzen und beendete damit seine 30 Spiele andauernde Siegesserie.
Sensation in Roland Garros: Sinner verliert nach verspieltem Zwei-Satz-Vorsprung
Hauptereignis
Die French Open 2026 – Roland Garros – wurden von einer Sensation erschüttert, die bereits als der größte Schock der Saison bezeichnet wird. Die Nummer 1 der Welt, der 24-jährige Italiener Jannik Sinner, der als haushoher Favorit galt, schied in der zweiten Runde aus und verlor gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo, der auf Platz 56 der ATP-Weltrangliste steht.
Das am 28. Mai auf dem Court Philippe-Chatrier in Paris ausgetragene Match endete 3:6, 2:6, 7:5, 6:1, 6:1 zugunsten des Argentiniers. Die Dramatik dieser Niederlage liegt jedoch nicht nur im Endergebnis, sondern auch darin, wie Sinner einen scheinbar sicheren Sieg aus der Hand gab.
Details und Statistiken
Die erste Stunde des Matches ließ nichts von einer Überraschung erahnen. Sinner spielte Tennis auf höchstem Niveau und bestätigte seinen Status als Nummer 1 der Welt. Er gewann den ersten Satz in 36 Minuten mit 6:3 und den zweiten noch überzeugender mit 6:2. Im dritten Satz dominierte der Italiener weiter und führte 5:1, nur zwei Spiele vom Einzug in die dritte Runde entfernt.
In diesem Moment geschah das Unglaubliche: Sinners körperliche Verfassung verschlechterte sich plötzlich. Der Italiener begann, sich den Bauch zu halten, seine Bewegungen wurden langsamer, und seine Schläge verloren an Kraft. Bei 5:4 im dritten Satz, als Sinner zum Matchgewinn aufschlug (und 0:40 zurücklag), musste er eine medizinische Auszeit nehmen und den Platz verlassen. Nach seiner Rückkehr wirkte er verwirrt und klagte über Schwindel und Übelkeit.
Dieser Wendepunkt veränderte das Match völlig. Cerúndolo nutzte die körperlichen Probleme seines Gegners aus, gewann fünf Spiele in Folge und holte sich den dritten Satz mit 7:5. Im vierten und fünften Satz ließ der Argentinier dem Italiener keine Chance – 6:1 und 6:1.
Die Matchstatistiken sind erschütternd: Nach der 5:1-Führung im dritten Satz gewann Sinner nur zwei der nächsten zwanzig Punkte. Cerúndolo verwandelte 8 von 14 Breakbällen, während Sinner nur 5 von 16 nutzte. Die gesamte Spieldauer betrug 3 Stunden und 36 Minuten, aber der eigentliche Wettkampf dauerte nur zwei Sätze.
Kontext und Bedeutung
Diese Niederlage beendete Sinners phänomenale Siegesserie von 30 Spielen, die seit Februar 2026 andauerte. In dieser Zeit gewann der Italiener alle drei prestigeträchtigen Sandplatz-Masters-Turniere – in Monte Carlo, Madrid und Rom. Darüber hinaus war seine Serie von 30 Masters-Siegen die zweitlängste in der Geschichte, hinter Novak Djokovics Rekord von 31.
Für Sinner selbst war dieses frühe Aus aus zwei Gründen besonders schmerzhaft. Erstens ist Roland Garros das einzige Grand-Slam-Turnier, das er noch nicht gewonnen hat. 2025 war er nur drei Punkte vom Sieg entfernt, verlor aber gegen Carlos Alcaraz. Zweitens war der Italiener in diesem Jahr, da Alcaraz verletzungsbedingt fehlte, der Hauptanwärter auf die lang ersehnte Trophäe.
Cerúndolos Sieg schrieb ebenfalls Geschichte: Er ist der erste Spieler seit 2000, der die Nummer 1 der Welt bei Roland Garros vor der dritten Runde eliminierte. Für den 24-jährigen Argentinier ist dies das beste Grand-Slam-Ergebnis seiner Karriere – zuvor war er dreimal in der zweiten Runde ausgeschieden. „Es tut mir leid für ihn. Er hätte verdient gewonnen, und dann … ich weiß nicht, was passiert ist. Vielleicht Krämpfe, vielleicht Druck. Aber ich hoffe, er erholt sich“, kommentierte Cerúndolo seinen Sieg.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Match
Mit Sinners Ausscheiden wird der 39-jährige Serbe Novak Djokovic zum Favoriten im Herreneinzel von Roland Garros 2026, der weiterhin seinen 25. Grand-Slam-Titel anstrebt – ein Rekord, den noch kein Tennisspieler erreicht hat. In der dritten Runde trifft Cerúndolo auf den Sieger des Matches zwischen Martín Landaluce (Spanien) und Vít Kopřiva (Tschechien).
Experten merken auch an, dass neben Sinner bereits vier weitere Top-10-Spieler in Paris ausgeschieden sind: Ben Shelton, Daniil Medwedew, Taylor Fritz und Alexander Bublik. Dies macht das verbleibende Herreneinzel zu einem der unberechenbarsten der letzten Jahre.
Was Sinner selbst betrifft, so stellt sich nun die Frage nach seinem körperlichen Zustand. Probleme mit der Thermoregulation und eine Neigung zu Krämpfen bei heißem Wetter haben den Italiener schon früher geplagt: Ähnliche Vorfälle gab es in Cincinnati, Shanghai, Melbourne und sogar in Rom vor zwei Wochen. Die Temperaturen in Paris übersteigen derzeit 30 °C, und die Hitzewelle, die Europa bedeckt, erwies sich als entscheidend.
— Editorial Team