Geschichte: Di Marias Spiel seines Lebens – Champions-League-Finale wird das letzte Spiel des Argentiniers
Der legendäre Mittelfeldspieler von Benfica hat angekündigt, dass das bevorstehende Champions-League-Finale in München der Schlusspunkt seiner Karriere sein wird. Der 38-jährige Weltmeister möchte sich auf höchstem Niveau vom Fußball verabschieden.
Hauptgeschehen
Das Champions-League-Finale in München wird das letzte Spiel des legendären Ángel Di María sein
Der 38-jährige argentinische Mittelfeldspieler von Benfica Lissabon, Ángel Di María, hat eine offizielle Ankündigung gemacht, die die Fußballwelt erschüttert hat: Das bevorstehende UEFA-Champions-League-Finale in der Allianz Arena in München am 30. Mai 2026 wird sein letztes Profispiel sein. Der Weltmeister von 2022, einer der erfolgreichsten Fußballer seiner Generation, hat beschlossen, sich auf höchstem Niveau vom Spitzensport zu verabschieden – im entscheidenden Spiel des wichtigsten europäischen Klubturniers.
Di María, der am 14. Februar 2026 38 Jahre alt wurde, spielt seit 2023 für Benfica und kehrte damit zu dem portugiesischen Klub zurück, bei dem seine europäische Karriere begann. In der laufenden Saison bestritt der Argentinier 39 Spiele für die Adler in allen Wettbewerben, erzielte 14 Tore und gab 12 Vorlagen. Sein Vertrag bei Benfica läuft bis zum 30. Juni 2026, und das Finale in München wird sein Schwanengesang sein.
Teamkollegen und Gegner haben bereits begonnen, der Legende zu huldigen. In den sozialen Medien sind Dutzende von Nachrichten erschienen, die die Karriere des Argentiniers bewundern, der auf Vereins- und internationaler Ebene absolut alles gewonnen hat.
Details und Statistiken
Di Marías Weg im Fußball ist eine Geschichte des Aufstiegs aus einem armen Viertel in Rosario an die Spitze des Weltsports. Geboren am 14. Februar 1988 in der argentinischen Stadt Rosario, begann er seine Profikarriere beim örtlichen Klub Rosario Central, wo er sofort die Aufmerksamkeit europäischer Scouts auf sich zog.
2007 wechselte der 19-jährige Di María für 8 Millionen Euro zu Benfica – eine Summe, die heute lächerlich erscheint. In drei Spielzeiten in Lissabon wurde er zu einem der hellsten Flügelspieler Europas, und 2010 zahlte Real Madrid 33 Millionen Euro für ihn. Der Höhepunkt seiner Karriere war die Saison 2013/14, als Di María eine Schlüsselfigur bei La Décima – Real Madrids zehntem Champions-League-Titel – war. Im Finale gegen Atlético führte sein Dribbling und Schuss zu Gareth Bales Tor, und in der Verlängerung besiegte Carlo Ancelottis Team den Gegner mit 4:1.
Nach Real Madrid folgte ein Rekordtransfer zu Manchester United – 75 Millionen Euro, was ihn damals zum teuersten Spieler in der Geschichte des englischen Klubs machte. Seine Karriere an der Old Trafford verlief jedoch nicht gut, und ein Jahr später wechselte Di María für 63 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain. In Paris verbrachte er seine besten Jahre, bestritt 294 Spiele, erzielte 92 Tore und gab 107 Vorlagen. In sieben Jahren in Paris gewann er 5 französische Meistertitel und 6 nationale Pokale.
Die letzte Etappe seiner europäischen Karriere führte Di María zu Juventus (2022/23) und erneut zu Benfica (ab 2023). Insgesamt hat der Argentinier in Europa über 500 Spiele auf Vereinsebene bestritten, mehr als 150 Tore erzielt und rund 200 Vorlagen gegeben.
Auf internationaler Ebene sind Di Marías Leistungen noch beeindruckender. Für die argentinische Nationalmannschaft hat er 145 Spiele bestritten (nach anderen Angaben 76 offizielle, aber inklusive Freundschaftsspielen deutlich mehr) und 31 Tore erzielt. Sein Beitrag zu den Siegen der Nationalmannschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Er erzielte das Siegtor im Copa-América-Finale 2021 gegen Brasilien, und er erzielte das zweite Tor im WM-Finale 2022 gegen Frankreich (ein Schuss nach einer brillanten Kombination mit Alexis Mac Allister und Lionel Messi). Di María gewann auch die Copa América 2024 und die Finalissima 2022.
Laut Finanzanalysten wird Di Marías Gesamtvermögen auf 20–30 Millionen Dollar geschätzt, sein Jahresgehalt bei Benfica liegt bei etwa 4,39 Millionen Dollar. Inklusive Boni und Werbeverträgen hat er in seiner Karriere über 65 Millionen Euro verdient.
Kontext und Bedeutung
Di Marías Entscheidung, seine Karriere mit dem Champions-League-Finale zu beenden, ist nicht nur ein schöner Zufall, sondern ein kalkulierter Schritt. Der Argentinier war schon immer dafür bekannt, in den wichtigsten Spielen zu glänzen. Seine Karriere umfasst drei Champions-League-Finals: einen Sieg mit Real Madrid 2014 und zwei Finals mit PSG (2020, verloren gegen Bayern, und 2019, nicht mitgezählt). Im Finale 2020 gegen Bayern (0:1) war er einer der besten Spieler von Paris, konnte aber den Pokal nicht sichern.
Interessanterweise galt Benfica zu Saisonbeginn nicht als Turnierfavorit. Der Opta-Supercomputer gab dem portugiesischen Klub vor der K.o.-Runde nur eine 3,2-prozentige Chance auf den Champions-League-Sieg. Noch überraschender war der Weg von Roger Schmidts Team, das nacheinander Barcelona im Achtelfinale, Bayern München im Viertelfinale und Manchester City im Halbfinale besiegte. In jeder dieser Begegnungen stand Di María in der Startelf und war der Angriffsführer.
Di María ist nicht der einzige Veteran, der sich nach diesem Finale möglicherweise vom großen Fußball verabschiedet. Liverpool hat den 34-jährigen Mohamed Salah und den 35-jährigen Virgil van Dijk, die nicht bestätigt haben, ob dies ihre letzte Saison ist. Di María ist jedoch der Erste, der seinen Rücktritt nach dem Finale offen ankündigt.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Das UEFA-Champions-League-Finale 2025/26 findet am Samstag, den 30. Mai 2026, in der Allianz Arena in München statt. Anpfiff ist um 22:00 Uhr Moskauer Zeit (21:00 Uhr Ortszeit).
Benfica wird als nominelle Auswärtsmannschaft auflaufen (der Gastgeberstatus ging aufgrund der formalen Auslosung an Barcelona). Für Di María wird dies sein 10. Spiel in der aktuellen Champions-League-Kampagne sein – in den vorherigen neun Spielen des Turniers 2025/26 erzielte er 1 Tor und gab 2 Vorlagen.
Es wird erwartet, dass Di María auf seiner gewohnten rechten Flügelposition startet. Wenn Benfica gewinnt, wäre der Argentinier erst der dritte Spieler in der Geschichte, der die Champions League mit drei verschiedenen Klubs gewinnt (nach Clarence Seedorf – Ajax, Real Madrid, AC Mailand – und Roberto Carlos – Real Madrid, AC Mailand, Porto – wobei letzterer 1987 mit Porto und 2003 mit der AC Mailand gewann).
Die Live-Übertragung des Spiels ist auf Match TV sowie auf den Streamingdiensten Okko und Kinopoisk (gegen Gebühr) verfügbar. Die weltweiten Übertragungsrechte liegen bei Paramount+, in Großbritannien bei BT Sport und in Portugal bei Sport TV.
Redaktionsprognose
Das Finale verspricht für Benfica etwas Besonderes zu werden: Die Mannschaft wird eindeutig für ihren Kapitän spielen, der seine Karriere beendet. Dies ist jedoch ein zweischneidiges Schwert – der emotionale Druck auf Di María wird enorm sein. Barcelona ist aufgrund von Spielweise und Kader der Favorit, aber Benfica hat in Spielen gegen die Großen Charakter gezeigt. Der Schlüsselfaktor ist, wie lange der 38-jährige Argentinier gegen die junge und schnelle katalanische Abwehr ein hohes Tempo halten kann. Wenn Di María 70–80 Minuten auf dem Feld bleibt und effektiv ist, haben die Portugiesen eine Chance. Die Redaktion prognostiziert, dass Di María entweder eine Vorlage gibt oder selbst trifft – er weiß, wie man in Finals trifft. Aber ein Sieg von Benfica ist schwer zu glauben: 2:1 für Barcelona mit einem Tor von Di María, der noch einmal Klasse zeigt, aber den Pokal nicht mit nach Hause nimmt.
— Editorial Team