Real Madrid demoliert Atlético im Copa-del-Rey-Finale
In einem dramatischen Madrider Derby gewann Real 4:1, Vinícius Júnior erzielte einen Doppelpack. Atlético spielte nach Saúls Roter Karte in der 67. Minute nur noch zu zehnt.
Real Madrid demoliert Atlético im Copa-del-Rey-Finale: Wie die Königlichen in La Cartuja Revanche nahmen
Am Sonntag, den 24. Mai 2026, besiegte Real Madrid im dramatischen Madrider Derby im Estadio Olímpico de Sevilla – La Cartuja seinen Erzrivalen Atlético mit 4:1 und gewann die Copa del Rey. Der Star des Abends war der brasilianische Flügelstürmer Vinícius Júnior, der einen Doppelpack erzielte, während Atlético die Partie nach Saúl Ñíguez’ Platzverweis in der 67. Minute mit zehn Mann beendete. Dieser Sieg war Reals erster Titel der laufenden Saison und ermöglichte es ihnen, sich an ihren Nachbarn für das dramatische Finale ein Jahr zuvor zu rächen, in dem Real Sociedad triumphiert hatte.
Details und Statistiken
Von der ersten Minute an wurde die Partie in einem unglaublichen Tempo ausgetragen. Obwohl der Rekord für das schnellste Tor in der Geschichte eines Copa-del-Rey-Finales Ander Barrenetxea gehört (14 Sekunden im Finale 2025), agierte Real diesmal methodisch. In der ersten Halbzeit dominierte Carlo Ancelottis Team, aber Diego Simeones Atlético verteidigte wie gewohnt diszipliniert und ging mit einem 0:0 in die Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit drehte sich das Spiel komplett. Vinícius Júnior eröffnete den Torreigen in der 52. Minute nach einem Solo und einem präzisen Schuss ins lange Eck. In der 59. Minute verdoppelte der Kroate Luka Modrić die Führung mit einem Weitschuss von außerhalb des Strafraums – der Ball wurde von einem Verteidigerbein abgefälscht und landete im Tor von Jan Oblak. Atlético gelang in der 67. Minute der Anschlusstreffer: Saúl Ñíguez sah nach einem groben Foul an Fede Valverde die Gelb-Rote Karte, sodass sein Team nur noch zu zehnt war, aber aus dem anschließenden Freistoß köpfte José María Giménez den Ball ins Netz – 2:1.
Doch die Freude von Atlético währte nur kurz. Nur zehn Minuten später, in der 72. Minute, vollendete Vinícius seinen Doppelpack, indem er eine Flanke von Daniel Carvajal verwertete, für den dieser Titel ein Abschiedsgeschenk vor seinem Weggang vom Verein war. Den endgültigen Nagel in den Sarg setzte in der 85. Minute der eingewechselte Brahim Díaz, der nach einem Solo ins leere Tor zum 4:1-Endstand einschob.
Kontext und Bedeutung
Dieser Sieg ist für Real Madrid von immenser Bedeutung. Erstens ist es der erste Titel des Vereins in der Saison 2025/26, der hilft, den Schmerz über den verlorenen La-Liga-Titel zu lindern – Barcelona wurde Erster, acht Punkte vor den Königlichen. Zweitens vermied Real eine Wiederholung des Albtraums des Vorjahres, als sie ebenfalls als Favoriten ins Copa-del-Rey-Finale gingen, aber gegen Real Sociedad im Elfmeterschießen verloren.
Das Finale diente auch als Abschiedsvorstellung für mehrere Schlüsselspieler. Verteidiger Daniel Carvajal, der 15 Spielzeiten beim Verein verbrachte, beendete seine Real-Madrid-Karriere und bereitete Vinícius’ Doppelpack vor. Für Luka Modrić, der im September 41 Jahre alt wird, war dieser Pokal der siebte in seiner Madrider Sammlung – der Kroate bestätigte seine Absicht, mindestens eine weitere Saison beim Verein zu bleiben.
Für Atlético verlängerte diese Niederlage die Durststrecke ohne Titel, die seit 2021 andauert. Für Simeone war es die vierte verlorene Copa-del-Rey-Finalteilnahme während seiner Amtszeit beim Verein. Jan Oblaks kostspieliger Fehler beim dritten Gegentor spielte eine Schlüsselrolle, und Saúls Platzverweis lähmte das Team im ungünstigsten Moment, als sie versuchten, den 0:2-Rückstand aufzuholen.
Wie es weitergeht
Real Madrid beendete die Saison offiziell mit einem Höhepunkt. Nun wird sich die Vereinsführung unter Florentino Pérez auf die Sommer-Transferkampagne konzentrieren. Nach den Abgängen von David Alaba und Carvajal wird die Priorität voraussichtlich auf der Verstärkung der rechten Abwehrseite und der Suche nach einem Ersatz für Toni Kroos liegen, der im vergangenen Sommer zurückgetreten ist.
Atlético hingegen steht ein großer Umbau bevor. Die Finalniederlage, kombiniert mit dem Verpassen der Champions League (Simeones Team war im Halbfinale gegen Arsenal ausgeschieden), könnte einen Exodus von Schlüsselspielern auslösen. Laut der spanischen Presse ist Stürmer Julián Álvarez, obwohl er im Copa-del-Rey-Finale 2025 getroffen hatte, unzufrieden mit der geringen Torausbeute des Teams und könnte in die Premier League zurückkehren.
Prognose der Redaktion
Obwohl die Haupttrophäe (der Meistertitel) in dieser Saison an Barcelona ging, beendete Real Madrid das Jahr mit einem starken psychologischen Schub. Die 4:1-Demontage des Erzrivalen im Copa-del-Rey-Finale zeigt, dass Carlo Ancelottis Team nach Rückschlägen nicht zerbrochen ist und seinen „Champions-Geist“ bewahrt hat.
Diese mentale Stärke wird ein entscheidender Faktor für die nächste Saison sein. Atlético hingegen riskiert, in eine handfeste Krise zu geraten – für Simeone und seinen Stab könnte eine solche Niederlage gegen den Nachbarn in einem so bedeutenden Finale den Beginn vom Ende einer Ära markieren. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % können wir erwarten, dass Real im Sommer 2026 deutlich mehr verstärkt als sein Nachbar und für die Saison 2026/27 erneut zum wichtigsten Titelanwärter in La Liga wird, während Atlético einen Ausverkauf seiner Stars erlebt.
— Editorial Team