San Antonio Spurs nutzen Schwung in der NBA-Playoff-Serie der zweiten Runde gegen Minnesota
Nach der Niederlage im ersten Spiel haben die Spurs zwei Siege in Folge eingefahren und führen die Serie nun mit 2:1 an. Der Schlüssel war ein 115:108-Auswärtssieg in Spiel 3.
🏀 San Antonio nutzt den Schwung: Wembanyama dominiert Minnesota in Spiel 3
Hauptgeschehen
In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 2026 fand in der Target Center in Minneapolis Spiel 3 der zweiten Runde der NBA-Playoffs der Western Conference statt. Die San Antonio Spurs besiegten die Minnesota Timberwolves auswärts mit 115:108 und gingen in der Serie mit 2:1 in Führung.
Für die Gäste war es der zweite Sieg in Folge nach einer deutlichen Niederlage in Spiel 1. Das französische Phänomen Victor Wembanyama lieferte eine weitere nahezu fantastische Leistung ab: 39 Punkte, 15 Rebounds und 5 Blocks in nur 37 Minuten auf dem Platz. Minnesota kämpfte, konnte den 20-jährigen Center jedoch nicht aufhalten, der 72 % aus dem Feld und 60 % von jenseits der Dreipunktelinie traf.
Details und Statistiken
Das Spiel begann mit einem Schock für die Heimmannschaft. San Antonio ergriff sofort die Initiative, und zur Mitte des ersten Viertels stand es 14:1 zugunsten der Gäste. Anthony Edwards, der nach einer Verletzung in die Startaufstellung zurückkehrte, erzielte Minnesotas ersten Punkt von der Freiwurflinie, und dann konnte sein Team über neun Minuten Spielzeit keinen Korb mehr erzielen.
Es schien, als würde das Spiel zu einer einseitigen Angelegenheit werden, aber die Timberwolves zeigten Charakter. Edwards orchestrierte einen 12:0-Lauf und verkürzte den Rückstand auf ein Minimum – am Ende des ersten Viertels lag Minnesota nur mit einem Punkt zurück (22:23).
Das zweite Viertel war ein enger Kampf. Die Teams wechselten sich mit Angriffen ab und gingen mit einem Unentschieden von 51:51 in die Halbzeit. Die zweite Hälfte gehörte jedoch den Spurs.
San Antonio gewann das dritte Viertel mit 35:28, wobei der Schlüsselfaktor Minnesotas Unfähigkeit war, Wembanyama zu stoppen. Der Franzose punktete unter dem Korb, aus der Mitteldistanz und von jenseits der Dreipunktelinie, was die Verteidiger der Wolves ständig zu Fouls zwang. Insgesamt trafen die Spurs 25 von 33 Freiwürfen (75,8 %), während die Heimmannschaft 18 von 21 traf (85,7 %).
Im vierten Viertel verkürzte Minnesota den Rückstand viermal auf drei Punkte, aber San Antonio hatte immer eine Antwort. Nach der 4-Minuten-Marke kamen die Timberwolves nicht näher als zwei Ballbesitze, und der endgültige 15-Punkte-Vorsprung erschien nie auf der Anzeigetafel – die Gäste brachten das Spiel souverän nach Hause.
Spielstatistiken (via ESPN und Sporting News):
| Metrik | San Antonio | Minnesota |
|--------|-------------|-----------|
| Punkte | 115 | 108 |
| Feldwurfquote | 46 % | 38 % |
| Dreipunktwürfe | 12/33 (36 %) | 14/40 (35 %) |
| Freiwürfe | 25/33 (76 %) | 18/21 (86 %) |
| Rebounds | 48 | 54 |
| Assists | 26 | 22 |
| Steals | 9 | 3 |
| Blocks | 7 | 7 |
| Turnover | 10 | 12 |
Top-Leistungsträger für San Antonio:
- Victor Wembanyama — 39 Punkte, 15 Rebounds, 5 Blocks (72 % FG, 60 % 3PT)
- Stephon Castle — 21 Punkte, 6 Assists, 4 Rebounds
- De'Aaron Fox — 18 Punkte, 8 Assists
Top-Leistungsträger für Minnesota:
- Anthony Edwards — 32 Punkte, 14 Rebounds, 6 Assists (41 Minuten auf dem Platz)
- Julius Randle — 19 Punkte, 9 Rebounds
- Jaden McDaniels — 14 Punkte, 5 Rebounds
Kontext und Bedeutung
Vor der Serie galt Minnesota als Favorit: Erstens hatten die Wolves eine höhere Setznummer, zweitens eliminierten sie den Titelverteidiger Denver Nuggets in der ersten Runde (4:2). San Antonio hingegen besiegte Portland mit 4:1 und ging als Außenseiter in die Halbfinals.
Spiel 1 bestätigte den Status quo: Minnesota gewann souverän, und Wembanyama wirkte verloren – er wurde oft ohne Ball gelassen und beendete das Spiel mit geringer Produktivität. Aber in Spiel 2 antworteten die Spurs mit einem erdrückenden 133:95-Kantersieg und glichen die Serie aus.
Der Schlüsselfaktor war, dass Wembanyama seine Aggressivität auf ein neues Niveau hob. San Antonio begann, den Franzosen von den ersten Sekunden an aktiv in die Offensive einzubinden, was Minnesotas Verteidigung zwang, sich anzupassen. In Spiel 2 erzielte er 19 Punkte und 15 Rebounds, in Spiel 3 waren es 39 und 15. Auch De'Aaron Fox verbesserte sich, und zusammen mit Castle bilden sie eines der jüngsten und dynamischsten Backcourts der Liga.
Für Minnesota bleibt das Hauptproblem die Gesundheit von Anthony Edwards. Der Teamleader kehrte gerade erst von einer Verletzung zurück und kam in Spiel 1 von der Bank. In Spiel 3 spielte er 41 Minuten – eine ungewöhnliche Belastung für einen sich von einer Verletzung erholenden Spieler. Die Bank der Wolves ist dünn, und Ayo Dosunmu hat wie Edwards begrenzte Spielzeit. Ohne 30+ Minuten von ihren offensiven Führungsspielern riskiert Minnesota, mit dem von den Spurs vorgegebenen Tempo nicht mithalten zu können.
Wie es weitergeht
Spiel 4 der Serie findet am Montag, den 11. Mai 2026, erneut in der Target Center in Minneapolis statt. Tip-off ist um 04:30 Uhr Moskauer Zeit.
Für Minnesota ist dies praktisch die letzte Chance, den Heimvorteil zurückzugewinnen. Eine Niederlage in Spiel 4 würde die Wolves an den Rand des Ausscheidens bringen: Eine 3:1-Führung für San Antonio würde ihnen nur noch theoretische Chancen lassen, die Serie zu retten.
Anthony Edwards wird ein weiteres superproduktives Spiel benötigen, und der Trainerstab von Minnesota muss eine Antwort finden, um Wembanyama zu stoppen. Jaden McDaniels, der primäre Verteidiger des Franzosen, war in Spiel 3 klar überfordert. Die Wolves werden den Center der Spurs wahrscheinlich häufiger doppeln und riskieren dabei, Castle und Fox freizulassen.
San Antonio geht als Favorit in Spiel 4. Das Team hat seinen Rhythmus gefunden, Wembanyama ist in Topform, und das junge Backcourt spielt mit unglaublichem Selbstvertrauen. Wenn die Spurs auswärts gewinnen, könnte die Serie in den nächsten Spielen in Texas enden.
💬 Redaktionelle Prognose
San Antonio geht stärker in Spiel 4. Das Team hat nach zwei Auswärtssiegen den psychologischen Vorteil, und Victor Wembanyama befindet sich in einem Zustand, in dem selbst die besten Verteidiger der Liga ihn nicht stoppen können. Der Schlüsselfaktor wird die körperliche Verfassung von Anthony Edwards sein: Wenn Minnesotas Anführer nicht 40+ Minuten mit voller Kapazität spielen kann, werden die Wolves nicht genug Feuerkraft haben, um das Tempo zu halten.
Prognose: Ein souveräner Sieg von San Antonio in Spiel 4 mit einem Ergebnis von 118:106, was die Serie auf 3:1 für die Spurs bringt. Erwarten Sie, dass Wembanyama erneut 35+ Punkte erzielt, während Minnesota beginnt, Frustration über die Unfähigkeit zu spüren, ein Gegenmittel für das französische Phänomen zu finden.
— Editorial Team