Nike übernimmt Champions-League-Ball-Design und beendet Adidas-Ära
Der Champions-League-Spielball erhält ein komplett neues Design, nachdem Nike die exklusiven Rechte zur Belieferung ab 2027 gesichert hat. Damit endet die 26-jährige Ära von Adidas, die den ikonischen Sternenball geliefert hat, der zum Symbol des europäischen Spitzenfußballs geworden ist.
Nike gewann den Vertrag, indem es der UEFA etwa 45 Millionen US-Dollar jährlich bot – doppelt so viel wie Adidas zahlte. Der Deal umfasst nicht nur die Champions League, sondern auch die Europa League und die Conference League, die derzeit vom französischen Einzelhändler Decathlon unter der Marke Kipsta beliefert werden.
Das Ende eines ikonischen Designs
Adidas führte den sternförmigen Finale-Ball 2001 ein, und dieses Design wurde seitdem in jedem Champions-League-Spiel verwendet. Die Sterne imitieren das Logo des Wettbewerbs und sind für Fußballfans weltweit sofort erkennbar. Da Adidas die Rechte an diesem spezifischen Design hält, wird das Finale 2027 in Madrid das letzte Spiel mit dem Sternenball sein.
Nike lieferte bereits zwischen 1997 und 2001 Champions-League-Bälle mit einfacheren Designs, die ihr Swoosh-Logo prominent zeigten. Nun werden sie mit UC3 – dem Joint Venture zwischen der UEFA und führenden Vereinen – zusammenarbeiten, um ein neues Design für den Zyklus 2027-2031 zu entwickeln.
Wichtige Änderungen bei der Ballbelieferung:
- Nike ersetzt Adidas als Balllieferant der Champions League
- Das aktuelle Sterndesign verschwindet nach dem Finale 2027
- Nike beliefert auch die Europa League und die Conference League
- Die französische Marke Kipsta verliert ihren Vertrag für UEFA-Wettbewerbe
Umfassendere kommerzielle Veränderungen bei der UEFA
Dieser Ballwechsel ist Teil größerer kommerzieller Veränderungen bei der UEFA. Relevent Football Partners, im Besitz des Miami-Dolphins-Eigentümers Stephen Ross, verwaltet nun die kommerziellen Rechte für die UEFA-Klubwettbewerbe bis 2033. Sie haben mehrere bedeutende Änderungen über den Ballvertrag hinaus vorgenommen.
Relevent bündelte erstmals alle drei europäischen Wettbewerbsbälle im Ausschreibungsverfahren. Sie ersetzten auch den langjährigen UEFA-Kommerzialpartner Team und verkauften die globale Bierpartnerschaft an AB InBev (Hersteller von Budweiser und Michelob), womit die 35-jährige Beziehung zu Heineken endete, die begann, als die Champions League 1992 startete.
Auch die TV-Rechte haben sich stark verändert: Paramount gewann ab 2027 die meisten Champions-League-Rechte in Großbritannien und Deutschland. Die Rechte in den USA bleiben bis 2030 bei CBS Sports/Paramount. Insgesamt hat Relevent TV-Rechte-Steigerungen von über 20 % in den fünf größten europäischen Märkten erzielt.
Was das für den Fußball bedeutet
Der Ballwechsel bedeutet mehr als nur einen neuen Lieferanten – es ist das Ende einer Ära im europäischen Fußball. Für eine Generation von Spielern und Fans war der Adidas-Sternenball die visuelle Darstellung des Champions-League-Fußballs. Sein Ersatz muss eine eigene Identität etablieren und gleichzeitig das Prestige des Wettbewerbs wahren.
Nikes Herausforderung wird sein, ein Design zu schaffen, das ebenso ikonisch wird und sich gleichzeitig von Adidas‘ erfolgreichem Konzept abhebt. Mit ihrer Erfahrung als Balllieferant für andere große Wettbewerbe und ihrer früheren UEFA-Beziehung werden sie den Übergang für Spieler, die an den aktuellen Ball gewöhnt sind, so reibungslos wie möglich gestalten.
Wichtige Erkenntnisse:
- Nike wird ab 2027 Champions-League-Bälle liefern und beendet damit die 26-jährige Ära von Adidas
- Der ikonische Sternenball verschwindet nach dem Finale 2027 in Madrid
- Nikes Vertrag umfasst alle drei UEFA-Klubwettbewerbe
- Dies ist Teil umfassenderer kommerzieller Veränderungen bei der UEFA unter dem neuen Partner Relevent
- Auch TV-Rechte und Sponsoring-Deals unterliegen bedeutenden Veränderungen
Während der Sternenball von vielen vermisst werden wird, stellt Nikes Übernahme die jüngste Entwicklung in der kommerziellen Landschaft des Fußballs dar. Das neue Design wird in der Saison 2027/28 debütieren und den Fans Zeit geben, sich anzupassen, bevor sie sich von einem vertrauten Champions-League-Symbol verabschieden.
— Editorial Team