NHL: Colorado baut Führung in der Serie gegen Minnesota aus, Buffalo und Anaheim feiern Siege
Die Avalanche besiegten die Wild mit 5:2 (1+2 von MacKinnon) und gingen mit 2:0 in Führung. In anderen Spielen besiegte Buffalo Montreal mit 4:2, und Anaheim schlug Vegas mit 3:1.
Hauptereignis
Der Abend des 6. Mai 2026 bescherte den Fans der National Hockey League drei entscheidende zweite Playoff-Runden-Spiele. Im Mittelpunkt stand die Colorado Avalanche, die ihre Position in der Serie gegen die Minnesota Wild festigte – Jared Bednars Team sicherte sich einen souveränen 5:2-Sieg und ging mit 2:0 in der Begegnung in Führung. In der Zwischenzeit eröffneten die Buffalo Sabres ihre Serie gegen die Montreal Canadiens mit einem produktiven 4:2-Sieg, und den Anaheim Ducks gelang es, den Ausgleich in ihrem Kampf gegen die Vegas Golden Knights zu erzielen, indem sie auswärts mit 3:1 gewannen.
Details und Statistiken
In Denver war der Held des Abends Nathan MacKinnon – der Colorado-Anführer erzielte ein Tor und zwei Vorlagen und verbuchte damit sein drittes Drei-Punkte-Spiel in Folge in den aktuellen Playoffs. In den letzten 40 Jahren haben nur fünf Spieler eine solche Leistung vollbracht, darunter Leon Draisaitl und Mikko Rantanen, was MacKinnon zu den größten Meistern der Playoff-Schlachten zählt. Tore für die Avalanche erzielten auch Martin Nečas, Gabriel Landeskog, Nicolas Roy und Valeri Nichushkin, der in den letzten Sekunden ins leere Tor traf. Minnesota antwortete mit Toren von Kirill Kaprizov und Marcus Johansson, aber das reichte nicht.
Eine bemerkenswerte Tatsache war Colorados Torrekord in den Auftaktspielen der Serie. Vierzehn Tore in zwei Spielen sind der höchste Wert seit 1988, als die Calgary Flames in einem ähnlichen Zeitraum fünfzehn Tore gegen die Los Angeles Kings erzielten. Darüber hinaus haben bereits zwölf verschiedene Avalanche-Spieler in dieser Serie getroffen – ein absoluter NHL-Rekord für die ersten beiden Spiele einer Begegnung.
Die Torhüter der Wild haben weiterhin ernsthafte Probleme. Nachdem Jesper Wallstedt im ersten Spiel acht Gegentore kassiert hatte, wechselte der Trainerstab zu Filip Gustavsson. Das Experiment scheiterte jedoch von Anfang an: Der Schwede kassierte Tore bei den ersten beiden Schüssen des ersten Drittels und beim ersten Schuss des zweiten Drittels. Er beendete das Spiel mit 18 Paraden bei 23 Schüssen und ließ fünf Tore zu.
In Buffalo war das Spiel nicht weniger aufregend. Die Sabres, die zum ersten Mal seit 2007 wieder in der zweiten Runde standen, starteten stark: Josh Doan eröffnete nach fünf Minuten per Pass von Zach Benson den Torreigen, und Ryan McLeod erhöhte per Powerplay auf 2:0. Bowen Byram erzielte Buffalos viertes Tor – ebenfalls im Powerplay – und markierte damit sein viertes Playoff-Tor, womit er einen Franchise-Rekord für Verteidiger einstellte. Alex Lyon parierte 26 Schüsse und holte sich seinen vierten Sieg in fünf Spielen, seit er in der ersten Runde gegen Boston das Tor übernommen hatte.
In Las Vegas revanchierte sich Anaheim für die Niederlage im Auftaktspiel. Torhüter Lukáš Dostál war sechs Sekunden von seinem ersten Shutout seiner Karriere entfernt, aber Mark Stone lenkte kurz vor der Schlusssirene ein Powerplay-Tor ab. Zuvor hatten Beckett Sennecke, Leo Carlsson und Jansen Harkins den Ducks eine komfortable Führung beschert.
Kontext und Bedeutung
Colorados 5:2-Sieg war der sechste Sieg in Folge in den Playoffs 2026 und stellte einen Franchise-Rekord ein, den das Meisterteam von 2021 aufgestellt hatte. Auch die historischen Statistiken sprechen für die Avalanche: Seit dem Umzug nach Denver in der Saison 1995/96 hat das Team achtzehn von siebenundzwanzig Best-of-Seven-Serien gewonnen, in denen es mit 2:0 führte. Für Minnesota sieht die Lage düster aus: Ein dritter Torhüter-Fehler in Folge lässt Zweifel an den Aussichten des Clubs in der aktuellen Postseason aufkommen.
Besonders bemerkenswert ist das Wiedererstarken von Buffalos Special Teams. In der ersten Runde verwandelten die Sabres nur eines von vierundzwanzig Powerplays (4,2 %) – die schlechteste Quote unter den 897 Teams in der Ligageschichte, die in einer Playoff-Serie zwanzig Versuche erreichten. Nun verwandelte das Team zwei von Montreals drei Strafzeiten und kehrte den Trend dramatisch um. Sabres-Kapitän Rasmus Dahlin verließ das Eis spät im Spiel humpelnd auf seinem rechten Bein, nachdem er einen Schuss von Jake Evans geblockt hatte; sein Zustand gibt Anlass zur Sorge.
Für Anaheim kam der Erfolg durch Aufstellungsänderungen von Cheftrainer Joel Quenneville. Indem er Cutter Gauthier in die zweite Reihe zu Mikael Granlund und Alex Killorn verschob, verschaffte sich der Trainer einen massiven Vorteil: Diese Kombination erarbeitete sich dreiundzwanzig Torchancen im Vergleich zu fünf für Vegas.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Spiel 3 der Serie Colorado-Minnesota findet am 9. Mai in St. Paul in der Xcel Energy Center statt. Die Wild müssen eine Antwort auf die Offensivkraft des Gegners finden, sonst droht die Rückkehr nach Denver für Spiel 4 zur Formsache zu werden. Montreal wird versuchen, am 8. Mai in Buffalo in Spiel 2 zurückzuschlagen, während Vegas und Anaheim ihre Rivalität ebenfalls am 8. Mai in Kalifornien fortsetzen – die Honda Center wird Gastgeber von Spiel 3 der Serie sein. Bei einem aktuellen Stand von 1:1 könnte die Waage im Duell Golden Knights-Ducks in jede Richtung ausschlagen, und der Heimvorteil könnte eine entscheidende Rolle spielen.
— Editorial Team