Masters in Rom beginnt heute: Sinner, Zverev und Djokovic im Hauptfeld
Heute, am 6. Mai, startet in Italien das ATP-Masters-1000-Turnier auf Sand mit einem Preisgeld von über 8 Millionen Euro. Alle Top-Tennisspieler der Welt, darunter die Nummer 1 der Welt Jannik Sinner, Alexander Zverev und Novak Djokovic, kämpfen auf den Plätzen des Foro Italico um den Titel.
Hauptereignis
Heute, am 6. Mai 2026, beginnt in der italienischen Hauptstadt eines der prestigeträchtigsten Sandplatzturniere im internationalen Tenniskalender – die Internazionali BNL d'Italia, besser bekannt als das „Masters“ in Rom. Das ATP-Masters-1000-Turnier mit einem stattlichen Preisgeld von 8.235.540 Euro findet auf den Plätzen der legendären Sportanlage Foro Italico statt und läuft bis zum 17. Mai. In diesem Jahr erlebt das italienische Publikum ein einzigartiges Ereignis: Die Nummer 1 der Welt und Nationalheld Jannik Sinner wird versuchen, endlich sein Heimturnier zu gewinnen und damit seinen Namen in die Geschichte einzutragen, indem er den sogenannten „Golden Career Masters“ vollendet. Er trifft auf Tennis-Titanen – den sechsmaligen Rom-Sieger Novak Djokovic, der nach einer Pause auf die Tour zurückkehrt, und Alexander Zverev, einen der führenden Sandplatzspezialisten.
Details und Statistiken
Das Teilnehmerfeld ist beeindruckend in seiner Tiefe und Star-Besetzung. Laut der am 4. Mai auf der historischen Piazza del Popolo durchgeführten Auslosung entbrennen die Hauptkämpfe bereits in den frühen Runden. Das Preisgeld ist so strukturiert, dass die Motivation der Spieler maximiert wird: Der Sieger im Einzel erhält 1.007.165 Euro, der Zweitplatzierte 535.585 Euro. Die Gewinner erhalten zudem 1.000 Ranglistenpunkte, was die Top-10-Platzierungen vor den French Open erheblich beeinflussen könnte.
Was die Setzliste und die ersten Gegner der Top-Spieler betrifft, stellt sich die Situation wie folgt dar. Die Nummer 1 der Welt mit 14.350 Punkten, Jannik Sinner, der letztes Wochenende die Mutua Madrid Open gewann (sein rekordverdächtiger fünfter Masters-Titel in Folge), erhielt die erste Setzung. Der 24-jährige Italiener hat noch nie in Rom gewonnen, obwohl er 2025 nur einen Schritt vom Titel entfernt war und im Finale verlor. Dieses Mal ist er entschlossen, diese Lücke in seiner Bilanz zu schließen.
Der 38-jährige Novak Djokovic, sechsmaliger Champion dieses Turniers (und der einzige Inhaber des „Golden Masters“), kehrt nach einer langen verletzungsbedingten Pause auf die Tour zurück. Der Serbe, der 4.700 Punkte hat und auf Platz vier steht, hat seit März, als er in Indian Wells zurücktrat, kein Match mehr bestritten. Seine Rückkehr auf Sand sorgt für großes Interesse: Sein erster Gegner wird der Sieger der Partie zwischen Marton Fucsovics und einem Qualifikanten sein, und im Viertelfinale könnte er auf eine ernsthafte Prüfung durch Spieler wie Karen Khachanov stoßen.
Alexander Zverev, der mit 5.805 Punkten auf Platz drei steht, kam nach Rom, um sich für das seiner Meinung nach desaströse Finale in Madrid gegen Sinner zu rehabilitieren. Der Deutsche hat in der italienischen Hauptstadt bereits zweimal gewonnen – im denkwürdigen Jahr 2017 (sein erster Masters-Titel) und 2024. Er befindet sich in derselben Hälfte des Tableaus wie Djokovic, was ein potenziell explosives Halbfinale verspricht. Titelverteidiger Carlos Alcaraz (Weltranglistenzweiter mit 12.960 Punkten) hingegen verzichtet aus medizinischen Gründen auf das Turnier, was die obere Hälfte des Tableaus etwas ausdünnt, aber die Verantwortung für Sinner erhöht.
Kontext und Bedeutung
Diese Ausgabe des Rom-Masters trägt eine immense historische Bedeutung. Die Hauptgeschichte ist Jannik Sinners Jagd nach dem „Golden Career Masters“. Um Djokovic in diesem exklusiven Club beizutreten, muss der Italiener die einzige fehlende Trophäe von den neun möglichen gewinnen. Ein Sieg vor heimischem Publikum in Rom wäre nicht nur ein Häkchen auf seiner Erfolgsliste, sondern ein Symbol für Sinners totale Dominanz im modernen Tennis.
Für Djokovic ist dieses Turnier nicht nur die übliche Jagd nach Rekorden (ein möglicher siebter Titel), sondern auch ein Test seiner Wettbewerbsfähigkeit vor dem wichtigsten Sandplatz-Event der Saison in Paris. Ein schwacher Saisonstart und Verletzungen werfen Fragen zu seiner Bereitschaft auf, aber seine Erfahrung und seine Liebe zu den Plätzen des Foro Italico könnten die fehlende Spielpraxis ausgleichen.
Auch andere Anwärter sollten nicht übersehen werden: Felix Auger-Aliassime, Ben Shelton und Taylor Fritz kämpfen um die Top-10-Plätze. Im Damen-WTA-1000-Tableau, mit einem vergleichbaren Preisgeld wie bei den Herren, wird ebenfalls ein harter Wettbewerb erwartet, an dem alle Top-Spielerinnen der Welt teilnehmen.
Ausblick / Vorschau auf Schlüsselpartien
Das Hauptfeld beginnt am Mittwoch, den 6. Mai, mit mehreren hochkarätigen Partien. Laut Spielplan betritt auf dem Center Court einer der Ersten den Sand: der Spanier Jaume Munar, der in der Morgensession auf den Italiener Matteo Arnaldi trifft. Später, gegen 16:00 Uhr Ortszeit, verlagert sich die Aufmerksamkeit auf das Match zwischen dem Spanier Pablo Carreño Busta und Alejandro Tabilo. Die Topgesetzten – Sinner, Zverev und Djokovic – starten traditionell in der zweiten Runde, sodass ihre ersten Spiele später in der Woche stattfinden.
Die Auslosung für die ersten beiden Tage verspricht einen wahren Tennis-Marathon: bis zu 40 Spiele pro Tag auf allen Plätzen. Dies ist eine ideale Zeit, um nach Außenseitern und Überraschungen Ausschau zu halten, während die Top-Spieler sich erst aufwärmen. Das Herren-Einzel-Finale ist für Sonntag, den 17. Mai, angesetzt und beginnt frühestens um 17:00 Uhr Ortszeit.
— Editorial Team