NBA-Playoffs: San Antonio demontiert Minnesota (+38), New York ringt Philadelphia nieder
Die Spurs glichen die Serie (1-1) mit einem erdrückenden 133:95-Sieg über die Timberwolves aus (Wembanyama Double-Double), während die Knicks gegen die Sixers (108:102) eine 2:0-Führung übernahmen, bevor die Serie nach Philadelphia verlegt wird.
Hauptereignis
Die NBA-Playoffs am 6. Mai 2026 lieferten zwei packende Zweitrundenspiele, die die Tabellen in beiden Conferences dramatisch verschoben. In der Western Conference demontierten die San Antonio Spurs die Minnesota Timberwolves in deren Heimspielhalle und glichen die Serie aus. Währenddessen erkämpften sich die New York Knicks im Madison Square Garden einen angespannten Sieg über die Philadelphia 76ers und gingen mit einer 2:0-Serienführung nach Pennsylvania.
Details und Statistiken
Das Aufeinandertreffen in San Antonio endete mit einem zweistelligen Vorsprung für die Gastgeber von 133:95 – die höchste Playoff-Niederlage in der Franchise-Geschichte der Timberwolves. Zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden: Minnesota erzielte in der ersten Hälfte mickrige 35 Punkte, traf nur 29,8 % aus dem Feld und vergab 13 von 15 Dreierversuchen.
Spurs-Center Victor Wembanyama verbuchte ein Double-Double mit 19 Punkten und 15 Rebounds, doch die wahre Stärke des Teams lag im kollektiven Spiel. Stephon Castle führte alle Scorer mit 21 Punkten an, De'Aaron Fox steuerte 16 bei, und Julian Champagnie lieferte im dritten Viertel eine persönliche Drei-Punkte-Show ab, bei der er vier Distanzwürfe versenkte. Timberwolves-Trainer Chris Finch gab anschließend zu, dass sein Team auf beiden Seiten des Feldes „einfach gedemütigt“ worden sei.
In New York war der Wettkampf deutlich ausgeglichener. Die Knicks besiegten die Sixers mit 108:102, doch der Sieg fiel schwer – Philadelphia führte 26 Minuten und 46 Sekunden der Spielzeit. In der Crunchtime glänzte erneut Knicks-Point Guard Jalen Brunson: 5:06 Minuten vor Schluss im vierten Viertel brachte sein präziser Wurf New York in Führung, anderthalb Minuten später baute er den Vorsprung auf 103:99 aus. Neben Brunson steuerten Karl-Anthony Towns (20 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists) und OG Anunoby (24 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals) wesentliche Beiträge für die Sieger bei.
Kontext und Bedeutung
Nach der 102:104-Niederlage im ersten Spiel reagierte San Antonio wie ein Team mit 62 regulären Saisonsiegen. Bemerkenswert: Ihre 133 Punkte waren die meisten, die die Spurs in einem Playoff-Spiel seit dem 4. Mai 1983 erzielt haben, als das legendäre Team der 80er Jahre Denver mit 145:105 deklassierte. San Antonio hat seit Mitte Januar keine zwei aufeinanderfolgenden Spiele mehr verloren – eine Serie, die anhält.
Für Minnesota wird die Situation durch Verletzungsprobleme verschärft: Teamleader Anthony Edwards kommt aufgrund von Minutenbeschränkungen nach einer Überdehnung des linken Knies weiterhin von der Bank. In Spiel 2 erzielte er nur 12 Punkte – genauso viele wie Julius Randle, Jaden McDaniels und Terrence Shannon Jr. Kein Timberwolves-Spieler übertraf diese Marke, eine Anomalie für ein offensivstarkes Team.
New Yorks Sieg über Philadelphia (108:102) ist bemerkenswert, weil er eine Serie von Kantersiegen der Knicks durchbrach – in der ersten Runde gewannen sie drei Spiele in Folge mit mindestens 25 Punkten Vorsprung. Nun hat das Team bewiesen, dass es enge, zähe Endspiele gewinnen kann, bei denen der Ausgang bis in die Schlussminuten offen bleibt. Besondere Erwähnung verdient das Duell zwischen Brunson und Tyrese Maxey: Beide Point Guards erzielten 26 Punkte, aber Maxey leistete sich 6 Turnovers zu Brunsons 2.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Die Serie San Antonio–Minnesota verlagert sich nach Minneapolis, wo Spiel 3 am 8. Mai im Target Center stattfindet (Tip-off um 21:30 Uhr ET). Die Timberwolves müssen sich nach einer historischen Demütigung unbedingt zu Hause rehabilitieren. Wenn Edwards allmählich wieder in Form kommt, hat Minnesota eine Chance, Momentum zu gewinnen, aber die Spurs reiten eindeutig auf einer Welle.
New York und Philadelphia treffen ebenfalls am 8. Mai zu Spiel 3 aufeinander, jedoch drei Stunden früher. Die Sixers stecken in einem kritischen 0:2-Loch, und die Heimspielstätte Wells Fargo Center könnte die letzte Verteidigungslinie für Nick Nurses Team sein. Die Geschichte aus der ersten Runde, in der Philadelphia gegen Boston einen 1:3-Rückstand aufholte, gibt den Fans etwas Hoffnung, aber die Knicks wirken zu solide. Die Buchmacher haben die Quoten für Conference-Final-Teilnahmen bereits deutlich angepasst: San Antonios und New Yorks Chancen sind auf etwa 65 % bzw. 72 % Wahrscheinlichkeit gestiegen – typische Werte für Teams, die in Zweitrundenserien den Heimvorteil zurückerobert haben.
— Editorial Team