Montreal besiegt Buffalo mit sechs Toren und übernimmt Führung in der NHL-Playoff-Serie
In Spiel 5 der Serie besiegten die Montreal Canadiens die Buffalo Sabres auswärts mit 6:3. Der russische Stürmer Iwan Demidow erzielte einen Doppelpack für die Sieger, die Serie steht nun 3:2.
Hauptgeschehen
Die Montreal Canadiens feierten einen dominanten Auswärtssieg gegen die Buffalo Sabres in Spiel 5 der Zweitrunden-Playoff-Serie der Eastern Conference. Die Partie, die am 14. Mai 2026 im KeyBank Center in Buffalo stattfand, endete 6:3 zugunsten des kanadischen Klubs. Der Star des Spiels war der russische Stürmer Iwan Demidow, der sein erstes Karriere-Tor in den Stanley-Cup-Playoffs erzielte und einen Assist beisteuerte, um seinem Team eine 3:2-Führung in der Best-of-Seven-Serie zu sichern.
Details und Statistiken
Das erste Drittel war unglaublich torreich und brachte fünf Treffer. Sabres-Stürmer Jason Zucker eröffnete den Torreigen bereits nach zwei Minuten, doch Montreal konterte prompt mit einem Tor von Cole Caufield. Eine Minute später brachte Josh Doan die Gastgeber erneut in Führung, nur um von Alexander Texier postwendend ausgeglichen zu werden. Der finnische Buffalo-Stürmer Konsta Helenius krönte das Schützenfest im ersten Drittel mit einem Powerplay-Tor zum 3:2-Zwischenstand.
Das zweite Drittel wurde von den Gästen dominiert. Die Canadiens zogen die Defensive an und zerlegten systematisch Buffalos Angriffsaufbauten. In der 28. Minute glich Josh Anderson aus, dann trafen Jake Evans und Nick Suzuki innerhalb von anderthalb Minuten und bezwangen Ukko-Pekka Luukkonen, woraufhin das Trainerteam der Sabres ihren Torhüter zugunsten von Alex Lyon vom Eis nahm.
Die Entscheidung fiel im dritten Drittel. In der 44. Minute verwertete Iwan Demidow ein Powerplay, als er einen Pass von Juraj Slafkovsky zum 6:3 vollendete. Für den 20-jährigen Russen war dies sein erstes Karriere-Tor in den Stanley-Cup-Playoffs – nach 17 vorherigen Playoff-Spielen, in denen er nur Assists verbucht hatte. Neben dem Tor steuerte Demidow einen Assist zum spielentscheidenden Treffer von Jake Evans bei und wurde zum dritten Star des Spiels gewählt.
Der slowakische Stürmer Juraj Slafkovsky und Montreals Kapitän Nick Suzuki verbuchten jeweils drei Scorerpunkte und leisteten einen bedeutenden Beitrag zum Sieg. Torhüter Jakub Dobeš parierte 33 von 36 Schüssen und zeigte eine solide Leistung zwischen den Pfosten. Auch die Bully-Statistik verdient Erwähnung: Center Phillip Danault gewann 14 von 18 Bullys und ermöglichte es den Canadiens, das Tempo des Spiels in entscheidenden Momenten zu kontrollieren.
Kontext und Bedeutung
Das Duell zwischen Buffalo und Montreal ist eines der intensivsten in der aktuellen zweiten Runde. Beide Teams starteten mit beeindruckenden Defensivwerten in die Serie: Die Sabres ließen durchschnittlich 2,0 Tore pro Spiel zu, die Canadiens 2,1. Spiel 5 jedoch zerstörte ihren Ruf als Defensivbastionen komplett und entwickelte sich zu einem torreichen Offensivspektakel mit neun Treffern.
Für Buffalo war dieses Spiel eine schmerzhafte Erinnerung an die Inkonsistenz in den Playoffs. Das Team, das in der regulären Saison die Atlantic Division gewann und Boston in der ersten Runde (4:2) besiegte, strauchelte in einem kritischen Moment. Nach einem selbstbewussten Start in Spiel 5 ließen die Gastgeber vier Gegentore in Folge zu und stehen nun vor dem Aus. Der Torhüterwechsel – Luukkonen durch Lyon ersetzt – brachte nicht den gewünschten Effekt.
Was Demidow betrifft, so war sein erstes Stanley-Cup-Tor nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern auch ein Symbol für Beharrlichkeit. Der junge Stürmer, der während der Serie die Farbe des Tapes an seinem Schläger von Weiß auf Schwarz und zurück änderte, beendete endlich seine Torflaute. „Ich habe einfach immer mein Bestes gegeben. Als ich traf, fühlte ich Erleichterung“, gab der Stürmer nach dem Spiel zu. Cheftrainer Martin St. Louis lobte die Leistung seines Spielers: „Ich hatte das Gefühl, dass er heute sein Bestes geben würde. Man konnte sehen, dass Iwan sein Spiel verbesserte, und das Tor war nur eine Frage der Zeit.“
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Spiel 6 der Serie findet am 16. Mai in Montreal im Bell Centre statt. Die Canadiens haben eine hervorragende Gelegenheit, die Serie vor heimischem Publikum mit Unterstützung ihrer Fans zu entscheiden. Ein Sieg würde Montreal ins Finale der Eastern Conference bringen – eine Leistung, die dem Klub seit 2021 nicht mehr gelungen ist, als sie das Stanley-Cup-Finale erreichten.
Für Buffalo ist das kommende Spiel ein Muss-Sieg. Das Team war seit 2011 nicht mehr in den Playoffs und erreichte seit 2007 kein Conference-Finale mehr. Eine Niederlage in Spiel 6 würde ihre erfolgreichste Saison seit anderthalb Jahrzehnten beenden. Das Trainerteam der Sabres muss einen Weg finden, Montreals Offensivkraft zu stoppen, die in den letzten Spielen gefährlich effektiv wirkte.
Bemerkenswert ist, dass Montreal mit hervorragender Moral und einem psychologischen Vorteil in das Spiel geht. Das Team hat zwei Spiele in Folge gewonnen, und Demidows lang ersehntes Tor hat den Druck auf den jungen Russen genommen. Wenn die Canadiens weiterhin so spielen – mit Betonung auf schnellen Kontern und effizienter Powerplay-Ausführung – könnte die Serie bereits am Samstag entschieden sein.
— Editorial Team