# Matetas Torrausch katapultiert ihn an die Spitze im Palace-Stürmer-Rennen
Jean-Philippe Mateta macht einen starken Anspruch geltend, wieder der erste Ansprechpartner im Sturm von Crystal Palace zu sein – und die Fans haben es bemerkt. Nachdem er gegen Newcastle von der Bank aus zweimal getroffen hat, einmal im offenen Spiel und einmal vom Punkt, hat er nun zum dritten Mal in seiner Karriere zweistellige Premier-League-Tore erreicht. Das stellt ihn in seltene Gesellschaft im Verein, nur neben Wilfried Zaha.
Rotation trägt Früchte im Europakampf
Oliver Glasner stand vor einer kniffligen Entscheidung vor Sonntagsspiel: Schlüsselspieler für das Conference-League-Halbfinale am Donnerstag schonen oder in einem bedeutungslosen Premier-League-Spiel Punkte jagen? Er entschied sich für Ausgewogenheit – mit fünf Wechseln, einer durch Verletzung erzwungen – und es zahlte sich besser aus als erwartet. Mateta, der unter der Woche in Florenz wegen Sperrenabdeckung gestartet war, kam frisch gegen eine ermüdende Newcastle-Mannschaft und wirkte sofort.
Seine zwei Tore waren nicht nur Selbstvertrauensbooster; sie haben die Hierarchie im Angriff verschoben. Jorgen Strand Larsen, Palace’ Rekordtransfer, kämpft seit seiner Ankunft mit konstanter Leistung, während Matetas aktuelle Form – drei Tore in zwei Spielen – Glasner ein willkommenes Kopfzerbrechen bereitet.
Historische Gesellschaft für einen modernen Palace-Star
Mit 59 Karrieretoren in allen Wettbewerben rangiert Mateta nun als 16. bester Torschütze in der Crystal-Palace-Geschichte. Beeindruckender noch: Sein letztes Doppelpack bedeutet, dass er einem elitären Kreis innerhalb des Vereins beigetreten ist:
- Nur Mateta und Zaha haben in drei verschiedenen Saisons 10+ Premier-League-Tore erzielt
- Der Verein hat seit der First-Division-Ära nur 19 solcher individueller Topflightsaisons verzeichnet
- Gemeinsam machen sie fast ein Drittel (31,5 %) dieser torstarken Saisons aus
Diese Art von Konstanz zählt, besonders wenn die Sturmoptionen den Großteil der Saison dünn waren. Zu Jahresbeginn hatte Palace oft nur einen einsatzbereiten Seniorstürmer – jetzt gibt es zwei echte Alternativen, mit Mateta im schärferen Zustand.
Fan-Stimmung dreht sich rasch
Matetas geplanter Januar-Wechsel in die Serie A kam bei manchen Anhängern nicht gut an. Es hieß, er habe abgeschaltet, sein Herz schlage nicht mehr in South London. Doch Fußball hat die Art, Geschichten schnell umzuschreiben.
Sonntagsleistung – energiegeladen, klinisch und sichtbar leidenschaftlich – scheint die „vokale Mehrheit“ in Selhurst Park zurückgewonnen zu haben. Gesänge, Applaus und sichtbare Erleichterung der Teamkollegen deuten darauf hin, dass er nicht nur wieder in der Startelf steht, sondern auch wieder im Favoritenkreis.
Trotzdem bleiben Fragen:
- Bleibt Glasner bei Mateta für das Rückspiel des Halbfinals?
- Kann er dieses Niveau halten, ohne spät im Spiel nachzulassen?
- Bekommt Strand Larsen noch eine Chance, falls Mateta strauchelt?
Wichtige Erkenntnisse
- Jean-Philippe Mateta hat in seinen letzten 2 Einsätzen 3 Tore erzielt und seinen Anspruch als Palace’ Hauptstürmer neu entfacht
- Seine 10 Premier-League-Tore in dieser Saison sind das dritte Mal mit zweistelliger Zahl – eine Leistung, die im Vereinsverlauf nur Wilfried Zaha matched
- Oliver Glasners Rotationsstrategie hat funktioniert und Mateta Minuten gegeben, ohne ihn vor dem entscheidenden Europaspiel zu überlasten
- Die Fanunterstützung scheint nach frühsaisonale Zweifeln wieder zu Mateta geschwungen zu sein
- Der Wettstreit um die Stürmerposition ist nun wirklich offen und gibt Palace taktische Flexibilität für den Endspurt
Ob dieser Aufschwung ein spätsaisonales Feuerwerk oder der Start eines neuen Kapitels ist, bleibt abzuwarten. Aber derzeit wirkt Mateta wie der Mann für die großen Momente – und Palace könnte ihn genau dafür brauchen.
— Editorial Team