Die Rückkehr der Green Brigade könnte Celtics Geheimwaffe im Titelrennen sein
Celtics chaotische Saison hat sie irgendwie immer noch im Rennen um die Scottish-Premiership-Meisterschaft gehalten – und jetzt sind ihre leidenschaftlichsten Fans zurück auf den Rängen. Nach einer fünfundzwanzigmonatigen Sperre wegen Zuschauerunruhen zu Beginn der Saison ist die Ultras-Gruppe Green Brigade rechtzeitig für den Endspurt wieder eingelassen worden.
Dieser Zeitpunkt ist vielleicht mehr als nur symbolisch. Mit drei der letzten fünf Spiele im Celtic Park – darunter entscheidende Duelle gegen Rangers und Hearts – könnte die Rückkehr der lautstärksten Anhänger des Vereins genau die Energie in ein Team pumpen, das den ganzen Jahr über mit Konstanzproblemen gekämpft hat.
Eine Saison voller Chaos
Für Celtic-Fans war es eine Achterbahnfahrt. Das Jahr begann unter Brendan Rodgers, der unerwartet zurücktrat. Dann kam der katastrophale Intermezzo von Wilfried Nancy, gefolgt von Martin O’Neill als Interim-Trainer – zum zweiten Mal in dieser Saison. Dazu kamen verheerende Verletzungen, die den Kader dezimiert haben.
Schlüsselspieler wie Innenverteidiger Cameron Carter-Vickers, Flügelstürmer Jota und Rechtsverteidiger Alistair Johnston haben große Teile der Saison verpasst. Trotzdem hat Celtic nur acht Spiele verloren – weniger als jedes andere Top-6-Team außer Falkirk.
Das Team spielt nicht wie Meister, aber es hängt dran. Und jetzt, wo die Green Brigade wieder grünes Licht hat, scheint jeder mögliche Vorteil zurückgeholt zu werden.
Warum die Atmosphäre jetzt wichtiger ist denn je
Paul John Dykes, Moderator des Podcasts A Celtic State of Mind, sagte es rundheraus im BBC Scottish Football Podcast: „Es war ein bisschen wie auf dem Friedhof“ im Celtic Park ohne die Green Brigade.
Seit zwei Jahrzehnten treibt diese Ultras-Gruppe die Stimmung im Stadion an – leitet Gesänge, hält die Energie hoch und macht den Celtic Park zu einer der härtesten Auswärtsbühnen für Gäste in Schottland. Ihre Abwesenheit hat eine spürbare Lücke hinterlassen, die angeblich sogar gegnerische Trainer bemerkt und begrüßt haben.
Dykes glaubt, dass ihre Rückkehr die Teamfehler nicht magisch beheben wird, aber enge Spiele zu Celtics Gunsten kippen könnte:
- Stärkt den psychologischen Vorteil zu Hause
- Feuert die Spieler in angespannten Momenten neu an
- Signalisiert Einheit zwischen Fans und Klub
- Stört Gegner, die an ruhigere Bedingungen gewöhnt sind
Er gab zu: „Wir sind kein großartiges Team“, fügte aber hinzu, dass das Zurückholen jedes kleinen Vorteils – von Fanunterstützung bis zu möglichen Verletztenrückkehrten – reichen könnte, um über die Ziellinie zu stolpern.
Die letzten fünf Spiele: Was steht auf dem Spiel?
Celtics verbleibende Spiele umfassen:
- Heim gegen Kilmarnock
- Auswärts bei St Mirren
- Heim gegen Rangers (Old-Firm-Derby)
- Auswärts bei Hibernian
- Heim gegen Hearts
Drei davon sind im Celtic Park, wo der Heimvorteil traditionell besonders zählt – vor allem, wenn die Ränge toben. Das Old-Firm-Duell allein könnte über den Titel entscheiden, je nach Leistung beider Teams in den kommenden Wochen.
Falls die Präsenz der Green Brigade die Performance auch nur leicht anhebt, könnte das den Unterschied zwischen Pokalheben und Platz zwei ausmachen.
Wichtige Erkenntnisse
- Celtic bleibt trotz turbulenter Saison mit Trainerwechseln und Langzeitverletzungen im Rennen um die Scottish-Premiership-Meisterschaft.
- Die Green Brigade, fünf Monate gesperrt, darf kurz vor den entscheidenden Finalspielen zurück ins Celtic Park.
- Ihre Rückkehr soll die fehlende einschüchternde Heimatmosphäre wiederherstellen.
- Drei der letzten fünf Celtic-Spiele sind Heimduelle, inklusive kritischer Partien gegen Rangers und Hearts.
- Keine taktische Lösung, aber Fan-Energie könnte den emotionalen Schub in knappen Momenten liefern.
Selbst wenn der Kader nicht voll stark ist, könnten die lautstärksten Unterstützer Celtic den nötigen Schub geben, knappe Vorsprünge in Siege zu verwandeln – oder in Abwehrschlachten standzuhalten. In einem Titelrennen, das an Maßen entschieden wird, könnte das alles sein.
— Editorial Team