EFL-Clubs lehnen VAR-Challenge-System für die Championship ab
EFL-Clubs haben die Idee, ein Manager-Challenge-System in die Championship einzuführen, offiziell abgelehnt. Der Vorschlag kam von PGMO, der Organisation, die das Schiedsrichtertum im englischen Fußball betreut, und sie haben sogar eine vollständige Demonstration bei der Jahrestagung letzten Monats vorgeführt. Nachdem die Clubs gesehen hatten, wie es in der Praxis funktionieren würde, gaben sie ihr Feedback – und die Antwort war glasklar: Sie wollen es nicht. Wegen dieses Widerstands läuft die Championship nächste Saison genau wie bisher. Es gibt keinerlei VAR-Beteiligung. Die einzige Technologie, die bleibt, ist die Torlinientechnologie, mit der offenbar alle glücklich sind.
Warum die Clubs bremsen
Es ist keine Überraschung, dass die EFL das abgelehnt hat. Die Championship läuft bereits in einem wahnsinnigen Tempo, und ein Challenge-System würde mehr Pausen, mehr Verwirrung auf den Tribünen und eine höhere finanzielle Belastung für Clubs bedeuten, die kein Premier-League-TV-Geld haben. Manager und Sportdirektoren haben sich die Demo angesehen und festgestellt, dass der Kompromiss einfach nicht lohnt. Sie wollen, dass Spiele auf dem Platz entschieden werden, nicht von einem Bildschirm in einem Raum kilometerweit entfernt. Den Fluss der Liga ohne ständige Unterbrechungen aufrechtzuerhalten, war eindeutig Priorität, und die Torlinientechnologie löst schon die größte Streitfrage, ohne alles zu bremsen.
Das Urteil der Fans ist bereits gefällt
Wenn ihr meint, die Clubs seien stur, schaut euch an, was die Fans sagen. Die Football Supporters’ Association hat kürzlich rund 8.000 Anhänger auf allen zwanzig Premier-League-Stadien befragt, und die Zahlen sind vernichtend. Drei Viertel sind strikt gegen VAR. Neunzig Prozent sagen, es habe das Spieltag-Erlebnis keinen Deut verbessert. Die krasseste Zahl: 91 Prozent empfinden, dass es die Spontaneität beim Torjubel komplett zerstört hat. Tor fällt, man wartet ab, Bildschirm checken – und der Moment ist hin. Dazu kommen 94 Prozent, die finden, VAR mache das Fußballschauen im TV nicht besser. Die Botschaft ist klar und laut: Fans haben die Verzögerungen und das ewige Nachhaken satt.
Wie sich die Regeln dennoch verschieben
Trotz des ganzen Gegenwinds erweitern die Spielregeln-Schreiber ab diesem Sommer tatsächlich den Einsatzbereich von VAR. Es ist ein gemischter Fisch, aber hier die Änderungen:
- Schiedsrichter können künftig Eckbälle überprüfen. Der Haken: Nur bei klaren Fehlern, und sie dürfen den Abstoß nicht verzögern.
- Zweite Gelbe Karten fallen unter VAR, aber streng begrenzt. Das Video-Team prüft nur, ob die zweite Gelbe falsch war. Es darf den Feldschiri nicht auf übersehene Fouls hinweisen.
- Das Kernprotokoll wird ausgeweitet, aber der Fokus bleibt auf minimaler Störung. Die Gesetzgeber wollen das System flicken, ohne den Spielfluss kaputtzumachen – ob das klappt, ist eine andere Frage.
Manager wie Arne Slot haben schon lautstark geklagt, wie frustrierend das aktuelle System ist, vor allem wenn in europäischen Spielen große Entscheidungen kippen. Die Neuerungen sollen Grenzfälle klären, beheben aber nicht die Grundfrustration von Fans und Clubs gegenüber der Technik.
Wichtige Erkenntnisse
- EFL-Clubs haben PGMO’s Vorschlag für ein Manager-VAR-Challenge-System nach einer Live-Demo abgelehnt.
- Die Championship bleibt nächste Saison VAR-frei und setzt nur auf Torlinientechnologie.
- Eine große Fan-Umfrage zeigt massive Ablehnung von VAR – die meisten sagen, es killt Jubel und Spieltag-Stimmung.
- Fußball-Regelsetzer erweitern VAR diesen Sommer trotzdem: optionale Checks bei Ecken und falschen zweiten Gelben.
- Die Kluft zwischen Fans/Clubs und Verbänden wird immer größer.
Am Ende des Tages setzt die Championship auf Tempo und Tradition statt Video-Analysen. Die Premier League hängt vorerst dran, aber die Fan-Zahlen zeigen: Das Ding steht auf wackeligen Beinen. Mal sehen, ob die Sommer-Anpassungen wirklich glätten oder nur mehr Ballast auf einen Prozess packen, den eh keiner wollte.
— Editorial Team