# Championship-Clubs lehnen VAR-Challenge-System für nächste Saison ab
Die Clubs der Championship haben beschlossen, für die Saison 2026/27 kein Challenge-System im Stil von VAR einzuführen. Der Vorschlag, bekannt als Football Video Support (FVS), wurde von Schiedsrichtervertretern eingebracht, fand aber nach einer Umfrage der English Football League (EFL) nicht genügend Unterstützung bei den Clubs. Das bedeutet, dass die zweite englische Liga weiterhin nur auf Torlinientechnologie als primäres Technik-Hilfsmittel während des Spiels setzt.
Das FVS-System hätte Trainern erlaubt, Schiedsrichterentscheidungen pro Spiel zweimal anzufechten, ähnlich wie in Cricket oder Tennis. Bei erfolgreichem Challenge hätte der Trainer diesen für später behalten können. Die Idee wurde auf der Jahrestagung der EFL im März diskutiert, doch die Rückmeldungen der Clubs zeigten eine klare Mehrheit gegen die Umsetzung.
Der aktuelle Stand der Technik in der EFL
Vorläufig setzt die Championship ausschließlich auf Torlinientechnologie. Dieses System, das sofort bestätigt, ob der Ball die Torlinie überschritten hat, wird seit mehreren Jahren genutzt und ist weitgehend akzeptiert. Es gibt jedoch die Möglichkeit, diese Technologie nächste Saison auf die League One auszuweiten. Eine Abstimmung über vollständig kostengerechte Vorschläge dafür ist für Juni geplant.
Die Ablehnung des Challenge-Systems unterstreicht eine breitere Skepsis gegenüber Video-Schiedsrichtern im englischen Fußball. Während VAR seit 2019 fester Bestandteil der Premier League ist, fiel die Aufnahme bei den Fans gemischt bis negativ aus.
Stimmung der Fans zu VAR
Eine kürzliche Umfrage der Football Supporters' Association (FSA) zeichnet ein düsteres Bild der Unzufriedenheit der Fans. Die Befragung umfasste fast 8.000 Unterstützer, viele davon regelmäßige Stadionbesucher.
Wichtige Ergebnisse der Umfrage:
- Über 97 % der Befragten lehnten ab, dass VAR das Anschauen von Fußball spannender macht.
- Mehr als 90 % fanden, es habe das Stadionerlebnis nicht verbessert.
- Eine Mehrheit von 75,71 % sprach sich gegen den Einsatz von VAR im Fußball aus.
- Über 70 % bestritten, dass VAR die Genauigkeit der Schiedsrichterentscheidungen insgesamt gesteigert hat.
- Überwältigende 90 % meinen, die Technologie habe die spontane Freude am Torschrei zerstört.
Diese Ergebnisse unterstreichen eine tief verwurzelte Frustration über den Einfluss der Technik auf Spielablauf und Emotionen. Die Entscheidung der Championship-Clubs scheint mit dieser Fanstimmung übereinzustimmen und vermeidet ein System, das Spiele weiter verkomplizieren und verlangsamen könnte.
Wichtige Erkenntnisse
- Das vorgeschlagene Football Video Support (FVS)-Challenge-System wurde von den Championship-Clubs für die nächste Saison abgelehnt.
- Die Championship bleibt bei der Torlinientechnologie, eine Ausweitung auf die League One wird diskutiert.
- Fanumfragen zeigen extreme Unzufriedenheit mit VAR in der Premier League, mit Klagen über zerstörte Freude und spontane Torschreie.
- Die Clubabstimmung spiegelt einen vorsichtigen Umgang mit weiterer Video-Schiedsrichtertechnik wider.
- Die Entscheidung wahrt den Unterschied zwischen der techniklastigen Premier League und dem traditionelleren Ansatz in der EFL.
Zusammenfassend wählt die zweite Liga der EFL den Weg des technischen Minimalismus. Indem die Clubs das Trainer-Challenge-System ablehnen, priorisieren sie Tempo und rohe Spielerlebnisse vor der Jagd nach perfekten Entscheidungen. Diese Haltung spiegelt die erhebliche Unzufriedenheit der Fans mit der aktuellen VAR-Umsetzung wider.
— Editorial Team