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Celtic Titelchancen nach Trainerchaos

Celtic steht vor einem steinigen Weg, die Scottish Premiership zu verteidigen, nach drei Trainerwechseln in einer Saison. Trotz verbesserter Ergebnisse unter Martin O'Neill bleiben die Leistungen inkonsistent aufgrund von Kaderermüdung und taktischer Disruption.

Celtic's Titeltraum inmitten von Trainerchaos
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Celtics chaotische Saison lässt Titelchancen am seidenen Faden hängen

Celtic klammert sich an die schmalen Hoffnungen, den Scottish-Premiership-Titel zu verteidigen, und liegt nur drei Punkte hinter den Tabellenführern Hearts – mit noch fünf Spielen vor sich, darunter entscheidende Heimduelle gegen Hearts und Rangers. Aber es war kein leichter Ritt. Im Gegenteil, alles andere als das.

Die amtierenden Meister haben diese Saison bereits drei Trainerkonstellationen durchlaufen: angefangen mit Brendan Rodgers, dann kurz Wilfried Nancy – der nur acht Spiele packte und sechs verlor –, bevor sie Martin O'Neill für eine zweite Interimszeit zurückholten. Die Instabilität rächt sich auf dem Platz. Zwar haben sich die Ergebnisse unter O’Neill etwas stabilisiert, doch die Leistungen bleiben schwerfällig. Nur einer der letzten sechs Ligasiege gelang mit mehr als einem Tor Vorsprung.

Ein Kader auf dem letzten Loch

Der ehemalige Celtic-Mittelfeldspieler Paul John Dykes wies in der BBC’s Scottish Football Podcast die Fan-Kritik zurück, das Team wirke „untrainiert“. Das wahre Problem liege tiefer, argumentierte er: ein Kader, der durch miserable Planung und Trainerchaos strapaziert wird.

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„Sie spielen wie ein Team mit drei Trainern“, sagte Dykes. „Flüssigen Fußball kann man nicht erwarten, wenn Taktik, Trainingsfokus und grundlegende Erwartungen alle paar Monate umgekrempelt werden.“

Als Paradebeispiel nannte er Daizen Maeda – einst eine dynamische Kraft, jetzt nur noch ein Schatten seiner selbst. Mehrere Schlüsselspieler, betonte Dykes, waren schon im Sommer über ihren Zenit hinaus, konnten aber aus Timing- oder Finanzgründen nicht ersetzt werden. Nun pfeifen sie auf dem letzten Loch und versuchen, genug Saft herauszupressen, um die Saison stark ausklingen zu lassen.

Die psychische Belastung ist ebenfalls offensichtlich. Die Spieler wirken zögerlich, ihnen fehlt das Selbstvertrauen aus konsistenter Trainerarbeit und klaren Rollen. Angst – nicht Freiheit – hat sich in ihr Spiel geschlichen.

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Was kommt als Nächstes für die Hoops?

Trotz des Chaos haben die Celtic noch ihr Schicksal in der Hand. Die letzten fünf Spiele umfassen zwei riesige Old-Firm-ähnliche Duelle in Celtic Park: zuerst gegen Hearts, dann Rangers. Beide gewinnen, und der Titel wandert wahrscheinlich zurück in Glasgows Osten.

Doch leicht wird das nicht. Dem Kader fehlt die Schärfe für Top-Spiele. Ohne ein eingespieltes System oder frische Beine reicht purer Biss vielleicht nicht gegen hungrige Gegner.

Dykes hält die „untrainiert“-Etikette für unfair gegenüber O’Neill, Shaun Maloney und Mark Fotheringham – allen, die unter unmöglichen Bedingungen Schadensbegrenzung betreiben. „Die werden die ganze Woche dran arbeiten“, versicherte er. „Aber Monate der Dysfunktion kann man nicht in fünf Einheiten wegtrainieren.“

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Klar ist: Der Sommer kann nicht früh genug kommen. Wer auch immer dauerhaft übernimmt – ob O'Neill bleibt oder ein Neuer kommt – erbt einen Kader, der dringend neu aufgebaut werden muss. Verträge, Fitness, taktische Identität … alles muss neu geprüft werden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Celtic liegt Dritter, drei Punkte hinter der Spitze mit fünf Restspielen – inklusive Heimduelle gegen Hearts und Rangers.
  • Der Klub hat diese Saison drei Trainerstaffeln gehabt, was taktische Unbeständigkeit und Spielerermüdung schafft.
  • Fan-Kritik am „untrainierten“ Eindruck ignoriert das Chaos hinter den Kulissen.
  • Schlüsselspieler wie Daizen Maeda sind sichtlich geschwächt, was die Kadererschöpfung spiegelt.
  • Sommerumbau ist Pflicht – egal, ob Titel oder nicht.

Falls Celtic einen späten Spurt schafft, ist das purer Wille, keine taktische Meisterleistung. Scheitern sie, wundert sich keiner. Ein Titelrennen gewinnt man nicht mit Trainerwirbel und leeren Akkus.

— Editorial Team

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