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Carolina Hurricanes schlagen Vegas Golden Knights und übernehmen die Führung im Stanley-Cup-Finale

In Spiel 5 des Stanley-Cup-Finales besiegten die Carolina Hurricanes die Vegas Golden Knights 4:2 dank eines Doppelpacks von Andrei Svechnikov und einer historischen Tor-Serie von Jordan Staal. Der Serienstand wurde 3:2 zugunsten von Carolina, das nur noch einen Sieg vom Titel entfernt ist.

Carolina führt im Stanley-Cup-Finale nach Sieg über Vegas
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Carolina Hurricanes besiegen Vegas Golden Knights und übernehmen Führung im Stanley-Cup-Finale

Im fünften Spiel der Finalserie besiegte Carolina Vegas mit 4:2. Andrei Svechnikov erzielte einen Doppelpack für die Sieger. Die Serie steht nun 3:2 zugunsten der Hurricanes, die nur noch einen Sieg vom Gewinn des Stanley Cups entfernt sind.


Der Hurrikan fegte die Knights hinweg: Wie die Carolina Hurricanes die Führung im Stanley-Cup-Finale übernahmen

Hauptereignis

In der Nacht zum 12. Juni 2026 wurde das Lenovo Center in Raleigh zum Epizentrum eines Hockey-Sturms. Die Carolina Hurricanes erkämpften sich einen hart umkämpften 4:2-Sieg über die Vegas Golden Knights in Spiel 5 des Stanley-Cup-Finales und gingen mit 3:2 in Führung. Den Hurricanes fehlt nur noch ein Sieg zum ersten Meistertitel seit 20 Jahren und dem zweiten in der Franchise-Geschichte nach ihrem Triumph von 2006.

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Das erste Drittel gehörte den Gästen aus Las Vegas. In der 7. Minute traf Pavel Dorofeyev im Powerplay zum 1:0. Carolinas 37-jähriger Kapitän Jordan Staal, der vielleicht die beste Serie seiner Karriere spielt, glich nur fünf Minuten später aus. In der 12. Minute lenkte er einen Pass von Nikolaj Ehlers ins Tor – 1:1. Für Staal war es das sechste Tor in der Finalserie und das fünfte in Folge in fünf Spielen – eine Leistung, die zuvor nur den legendären Kanadiern Maurice Richard und Jean Béliveau gelungen war.

Der Wendepunkt kam im zweiten Drittel – einem Abschnitt, der für Carolina bisher ein echter Fluch gewesen war. In den ersten vier Spielen des Finales hatten die Hurricanes das zweite Drittel mit insgesamt 1:9 verloren. Doch in Spiel 5 schrieben die Hurricanes diese Statistik neu. In der 12. Minute traf Andrei Svechnikov im Powerplay nach einer Strafe gegen Brayden McNabb zur 2:1-Führung. Spät im Drittel, in der 18. Minute, erzielte Sebastian Aho sein erstes Tor der Finalserie nach einem Pass von Sean Walker zum 3:1.

Im dritten Drittel erzielte Svechnikov seinen zweiten Treffer des Abends, erneut im Powerplay. In der 12. Minute schoss der Russe nach einem brillanten Pass von Ehlers, der seinen dritten Assist des Abends verbuchte, ins leere Toreck zum 4:1. Dorofeyev traf in der 14. Minute zum 4:2, aber das reichte nicht. Carolinas Torhüter Brandon Bussi, der erst seinen zweiten Playoff-Einsatz überhaupt bestritt, hielt 22 von 24 Schüssen und brachte das Spiel souverän zu Ende.

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Details und Statistiken

Spiel 5 der Finalserie bot den Fans zahlreiche statistische Höhepunkte. Die wichtigsten Spielkennzahlen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Kennzahl Carolina Hurricanes Vegas Golden Knights
Endstand 4 2
Torschüsse 24 24
Powerplay-Tore 2 (Svechnikov, Svechnikov) 1 (Dorofeyev)
Powerplay-Effizienz 2 aus 5 (40 %) 1 aus 3 (33 %)
Strafminuten 6 10
Siegtor Andrei Svechnikov (2. Drittel, 11:58)

Auch die Einzelstatistiken der besten Spieler des Spiels sind beeindruckend:

Spieler Team Tore Assists Punkte Plus-Minus
Andrei Svechnikov Carolina 2 0 2 +1
Nikolaj Ehlers Carolina 0 3 3 +2
Pavel Dorofeyev Vegas 2 0 2 0
Jordan Staal Carolina 1 0 1 +1
Sebastian Aho Carolina 1 0 1 +1

Brandon Bussi, der 24-jährige Torhüter von Carolina, den General Manager Eric Tulsky in der letzten Saison von Florida über die Waiver-Liste verpflichtet hatte, wurde zum ersten Torhüter in der NHL-Geschichte, dessen erste beiden Playoff-Einsätze im Stanley-Cup-Finale stattfanden und beide zu Siegen führten.

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Jordan Staal schreibt weiterhin die Geschichtsbücher neu. Seine Serie von fünf aufeinanderfolgenden Spielen mit einem Tor im Finale ist die sechste solche Serie in der Ligageschichte. Zuvor hatten dies nur Yvan Cournoyer (1973), Jean Béliveau (1956), Maurice Richard (1951) und Cyclone Taylor (1918) geschafft. Darüber hinaus ist der 37-jährige Kapitän der einzige Spieler in der NHL-Geschichte, der sowohl im Alter von 18 Jahren oder jünger (Februar 2007, Pittsburgh) als auch im Alter von 35 Jahren oder älter eine Tor-Serie von fünf Spielen vorweisen kann.

Besonders bemerkenswert ist die Leistung von Vegas' Unterzahl in dieser Serie. Vor dem Finale hatten die Golden Knights 87,5 % der gegnerischen Powerplays (42 von 48) ausgeschaltet. In fünf Spielen gegen Carolina ist diese Quote auf 62,5 % (10 von 16) eingebrochen. Carolina hat in vier aufeinanderfolgenden Spielen des Finales mindestens ein Powerplay-Tor erzielt, darunter zwei Spiele mit zwei Toren.

Kontext und Bedeutung

Mit einer 3:2-Führung sind die Hurricanes nur noch einen Sieg von ihrem ersten Titel seit 20 Jahren entfernt. Für ein Franchise, das 1997 von Hartford nach North Carolina umzog und seinen einzigen Stanley Cup 2006 gewann, ist dieser Moment von immenser Bedeutung.

Der sentimentale Wert wird durch die Anwesenheit von Carolinas Cheftrainer Rod Brind'Amour erhöht. 2006 führte der 35-jährige Brind'Amour die Hurricanes als Kapitän zum Stanley Cup. Nun, im Alter von 55 Jahren, könnte er die siebte Person in der NHL-Geschichte werden (und der erste seit Toe Blake mit Montreal im Jahr 1956), die den Stanley Cup mit demselben Franchise sowohl als Spieler als auch als Trainer gewinnt.

Brind'Amour übernahm 2018 das Traineramt, und in acht vollen Spielzeiten verpasste das Team nie die Playoffs. Doch bis jetzt waren die Hurricanes nie über das Conference-Finale hinausgekommen. In dieser Saison ging das Team mit einer Bilanz von 12 Siegen und nur einer Niederlage vor der entscheidenden Serie in das Finale – die beste Bilanz eines Finalisten seit 1983.

General Manager Eric Tulsky, der 2014 als Analytiker (mit einem Hintergrund in der Nanotechnologieforschung) zum Club kam und 2024 Don Waddell als GM ablöste, baute dieses Team durch präzise Berechnungen und mutige Entscheidungen auf. Im Sommer 2025 verpflichtete er Verteidiger K'Andre Miller (8 Jahre, 7,5 Millionen Dollar pro Jahr) und Stürmer Nikolaj Ehlers (6 Jahre, 8,5 Millionen Dollar pro Jahr) und holte Brandon Bussi über die Waiver-Liste. Alle drei Neuzugänge sind zu Schlüsselspielern in der Finalserie geworden.

Was kommt als Nächstes / Vorschau auf das nächste Spiel

Spiel 6 des Stanley-Cup-Finales findet in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2026 (Moskauer Zeit) in der T-Mobile Arena in Las Vegas statt. Das Spiel ist für 20:00 Uhr Eastern Time (3:00 Uhr Moskauer Zeit) angesetzt.

Für die Vegas Golden Knights ist es ein Spiel, das sie gewinnen müssen. Die Knights liegen in dieser Serie zum ersten Mal zurück, und jede Niederlage bedeutet das Saisonende. John Tortorellas Team wird Änderungen vornehmen müssen, insbesondere in der Disziplin. Vegas war in der regulären Saison eines der am wenigsten bestraften Teams (609 Strafminuten, zweitwenigste), aber im Finale hat Carolina sie mit alarmierender Regelmäßigkeit zu Strafen verleitet. In den Spielen 4 und 5 kassierten die Golden Knights jeweils vier kleine Strafen, und Carolinas Powerplay verwandelte in Spiel 5 zwei davon.

Zudem ist der Status von Vegas' Center William Karlsson fraglich. Der Schwede verließ das Eis Mitte des zweiten Drittels von Spiel 5 nach einem harten Check von Sean Walker und soll sich eine Verletzung an der linken Hand oder am Handgelenk zugezogen haben. Ohne Karlsson, der eine Schlüsselrolle im Unterzahlspiel und als Center der zweiten Reihe spielt, wird die Aufgabe, die Serie zu retten, noch schwieriger.

Carolina hingegen geht psychologisch gestärkt in Spiel 6. Nach fünf Spielen haben die Hurricanes endlich ihr bestes Spiel in den zweiten Dritteln gefunden, und ihre Top-Stürmer – Svechnikov, Aho und Staal – sind in Topform. Torhüter Bussi, der vor diesem Finale keinen Playoff-Druck hatte, wirkt für einen Torhüter mit so wenig Erfahrung in Entscheidungsspielen unglaublich selbstbewusst.

Prognose der Redaktion

Vegas befindet sich in einer äußerst schwierigen Lage. Obwohl Spiel 6 auf heimischem Eis der Golden Knights stattfindet, zeigt das Team beunruhigende Anzeichen eines psychologischen und taktischen Niedergangs. Disziplinprobleme sind systemisch geworden: In fünf Spielen hat Carolina 6 von 16 Powerplay-Möglichkeiten (37,5 %) verwertet, was für ein Team, das in der regulären Saison die beste Unterzahl der Liga hatte, eine Katastrophe ist.

Der entscheidende Faktor wird die Verletzung von William Karlsson sein. Wenn der Schwede in Spiel 6 nicht spielen kann, verliert Vegas nicht nur einen der besten Zwei-Wege-Stürmer der Liga, sondern auch einen entscheidenden Unterzahlspieler. Carolinas Powerplay ist zur entscheidenden Waffe in dieser Serie geworden, und ohne Karlsson wird es für die Knights noch schwieriger, Svechnikov und Ehlers zu kontrollieren.

Andererseits hat Carolina in dieser Serie bereits einmal in Las Vegas gewonnen (Spiel 1, 5:2), und der psychologische Vorteil liegt vollständig bei den Hurricanes. Brind'Amour hat bewiesen, dass er sein Team auf entscheidende Spiele vorbereiten kann, und seine Führungsspieler – Staal, Aho und Svechnikov – sind in hervorragender Form. Zudem hat Bussi, der vor diesem Finale noch nie in den Playoffs gespielt hatte, zwei Spiele in Folge gewonnen, und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass er im wichtigsten Spiel seiner Karriere zusammenbrechen wird.

Die Redaktion tendiert dazu, dass Carolina die Serie in Spiel 6 beendet. Das Team hat alles, was es braucht: Disziplin, ein starkes Powerplay, einen selbstbewussten Torhüter und vor allem einen Meistercharakter, den sie bewiesen haben, indem sie ihr schwächstes Drittel – das zweite – in einem entscheidenden Moment der Serie umgedreht haben. Wenn Vegas keinen Weg findet, die Strafen drastisch zu reduzieren, und Karlsson nicht zurückkommt, wird Spiel 6 das letzte der Saison sein, und der Stanley Cup geht zum ersten Mal seit 2006 nach Raleigh. Allerdings sind die Knights ein Team mit dem Charakter der Meister von 2023, und wenn Tortorella seine Kabine aufrütteln kann, wird ein Spiel 7 unvermeidlich – und dann kommt alles auf einen Shift, einen Schuss, eine Sekunde an.

— Editorial Team

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