# Premier League sichert sich fünften Champions-League-Platz für 2026–27
Die Premier League hat offiziell einen fünften Champions-League-Platz für die nächste Saison gesichert, dank starker kollektiver Leistungen in Europa in dieser Saison. Das ist nicht nur gute Nachricht für die üblichen Top-4-Kandidaten – es eröffnet einen echten Weg für Teams bis hinunter auf Platz sieben der Tabelle, um am Elitewettbewerb des Kontinents teilzunehmen.
Wie der fünfte Platz errungen wurde
UEFA vergibt zwei „Europäische Leistungsplätze“ (EPS) pro Saison an die Ligen, die in allen drei europäischen Turnieren am besten abschneiden: der Champions League, der Europa League und der Conference League. Die Premier League hat wieder einen dieser Plätze für sich beansprucht, nachdem Arsenal am Dienstag mit 1:0 gegen Sporting CP im Champions-League-Viertelfinale (Hinspiel) gesiegt hat.
Das bedeutet: Selbst wenn ein Premier-League-Verein nicht unter den ersten vier im Inland landet, kann er durch Platz fünf trotzdem in die Champions League einziehen – vorausgesetzt, die EPS-Kriterien sind erfüllt, was jetzt der Fall ist.
Wer ist im Rennen?
Derzeit liegt Liverpool auf Platz fünf mit 49 Punkten, aber der Kampf ist unglaublich eng. Nur sieben Punkte trennen sie von Bournemouth auf Platz 13. So sieht die Tabelle in der entscheidenden Zone aus:
- 5.: Liverpool – 49 Punkte
- 6.: Chelsea – 48 Punkte
- 7.: Brentford – 46 Punkte
- 8.: Everton – 46 Punkte
- 9.: Fulham – 44 Punkte
- 10.: Brighton – 43 Punkte
- 11.: Sunderland – 43 Punkte
- 12.: Newcastle – 42 Punkte
- 13.: Bournemouth – 42 Punkte
Das heißt, Teams wie Brentford oder Everton sind mathematisch noch nicht aus dem Champions-League-Gespräch raus – was vor ein paar Jahren noch absurd geklungen hätte.
Der Joker: Siege bei europäischen Pokalen
Die Sache wird noch spannender, wenn man mögliche Siege bei europäischen Pokalen einbezieht:
- Wenn Aston Villa (derzeit 4., 54 Punkte) die Europa League gewinnt, aber außerhalb der Top 4 landet, nimmt es einen Champions-League-Platz mit – und der EPS-Platz ginge dann an Platz sechs.
- Wenn Liverpool die Champions League holt, aber Fünfter wird, bekommt Platz sechs den EPS-Platz.
- Wenn beide Liverpool und Villa ihre europäischen Finals gewinnen und auf Platz fünf und sechs landen, würde Platz sieben in die Champions League.
- Nottingham Forest, tief in den Europa-League-Viertelfinals, könnte einen Tottenham-ähnlichen Coup landen: den Wettbewerb gewinnen, während man in der Tabellenmitte oder -unteren Hälfte hängt, und trotzdem Champions League spielen.
Was das für Vereine und Fans bedeutet
Für Vereine außerhalb der traditionellen „Big Six“ schafft dieses System einen greifbaren Anreiz, bis spät in die Saison um wettbewerbsfähig zu bleiben. Selbst Teams in der Nähe der Abstiegszone – wie Sunderland oder Bournemouth – könnten theoretisch mit einem starken Finish in den europäischen Rennen landen, besonders wenn es oben Ergebnisse gibt, die ihnen helfen.
Es sorgt auch für mehr Spannung in den nationalen Spielen zum Saisonende. Jeder Punkt zählt nicht nur für den Klassenerhalt oder Mittelfeldruhe, sondern potenziell für Champions-League-Fußball.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Premier League hat über UEFAs Europäischen Leistungsplatz (EPS) einen fünften Champions-League-Platz für 2026–27 gesichert.
- Platz fünf garantiert jetzt Champions-League-Fußball, unabhängig von der finalen Position zur traditionellen Top 4.
- Teams bis hinunter auf Platz sieben könnten sich qualifizieren, wenn englische Clubs europäische Pokale gewinnen.
- Aston Villa, Liverpool und Nottingham Forest sind noch in europäischen Wettbewerben, halten mehrere Quali-Szenarien am Leben.
- Der Kampf von Platz 5 bis 13 umfasst nur sieben Punkte – die letzten Wochen der Saison werden entscheidend.
Während jenseits des fünften Platzes noch nichts sicher ist, steht die Tür für historische Szenarien offen. Ein Verein wie Brentford oder Sunderland in der Champions League mag immer noch weit hergeholt wirken – nach den aktuellen Regeln ist es aber nicht mehr unmöglich.
— Editorial Team