# Oxlade-Chamberlains Einfluss und Celtics drohender Sommerumbau
Alex Oxlade-Chamberlain beweist bei Celtic seinen Wert – doch ob das für einen langfristigen Vertrag reicht, wird die Zeit zeigen. In der Zwischenzeit bereitet sich der Klub auf einen seiner umwälzendsten Sommer seit Jahren vor, mit einem neuen Trainer, der fast sicher kommt, und einem nahezu vollständigen Kaderneubau.
Warum Oxlade-Chamberlain gerade jetzt wichtig ist
Es ist leicht, eine kurzfristige Verpflichtung zu übersehen, besonders eine, die vom Bank kommt oder nur sporadisch startet. Aber Oxlade-Chamberlain hat bereits geliefert, wenn es drauf ankam. Seine Tore gegen St Mirren und Livingston waren nicht nur schöne Abschlüsse – sie haben potenzielle Remis in Siege verwandelt. In einem Titelrennen, in dem jeder Punkt zählt, ist das riesig.
Celtic liegt derzeit nur drei Punkte hinter Hearts. Ohne diese zwei Treffer wären sie wahrscheinlich sieben Punkte zurück – effektiv aus dem Rennen. Das allein macht seinen Beitrag zu mehr als nur Zierde.
Ebenso spannend ist sein ungenutztes Potenzial. Erinnert euch: Er stieß mittendrin in der Saison nach Monaten ohne Pflichtfußball zu. Wenn er mit begrenzter Match-Fitness so abliefert, stellt euch vor, was eine volle Vorbereitung freisetzen könnte. Es gibt sogar Stimmen, die ihn als falsche Neun sehen – einen kreativen Stürmer, der tief rutscht, aber klinisch abschließt. Angesichts Celtics kürzlicher Probleme vorm Tor könnte diese Flexibilität in der Schlussphase Gold wert sein.
Dennoch müsste jede Vertragsverlängerung Celtics Gehaltsstruktur achten. Er kriegt kein Premier-League-Geld, nur weil er dort mal gespielt hat.
Die Trainer-Situation: Interimszeit vorbei
Martin O’Neill war eindeutig: Er ist Übergangstrainer. Er hält die Stellung bis zum Sommer, und obwohl ein Double aus Liga und Pokal ihn länger halten könnte, setzt nicht drauf. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Celtic vor Saisonstart einen Stammtrainer holt.
Diese Verpflichtung kann nicht früh genug kommen. Der Neue erbt nicht nur ein Team – er erbt ein Projekt. Fast der gesamte Kader steht zur Debatte, und Entscheidungen müssen schnell fallen, um sich auf die Champions-League-Qualis vorzubereiten.
Wer bleibt, wer geht? Ein Sommer-Exodus zeichnet sich ab
Celtics Sommer-Umschlag könnte die Postecoglou-Ära toppen. Hier eine Aufschlüsselung des Wahrscheinlichen:
- Wahrscheinliche Abgänge: Daizen Maeda und Reo Hatate sollen nach Jahren im Dienst weiterziehen.
- Teure Abgänge möglich: Benjamin Nygren (für ~£1m geholt) könnte über £10m bringen. Arne Engels könnte ein £25m-Gebot von Klubs wie Nottingham Forest anlocken.
- Rückkehr von Leihe: Marcelo Saracchi, Julian Araujo, Tomas Cvancara, Benjamin Arthur, Joel Mvuka und Junior Adamu kehren alle zu ihren Mutterklubs zurück.
- Flops abzugeben: Michel-Ange Balikwisha, Shin Yamada und Hayato Inamura kamen kaum zum Zug und werden wahrscheinlich abgeschoben.
- Vertragsfragen: Kelechi Iheanacho hat eine Jahresoption – reicht das? Und bleibt er fit?
- Torhüterlücke: Kasper Schmeichel geht. Viljami Sinisalo braucht harte Konkurrenz zwischen den Pfosten.
Die einzigen echten Lichtblicke? Jota und Cameron Carter-Vickers sollen von Langzeitverletzungen zurückkehren und Qualität ohne Ablöse liefern.
Was das für den Rest der Saison bedeutet
Vorerst ist O’Neills Job klar: Celtic im Rennen halten. Jeder Punkt entlastet den Nachfolger und steigert die Champions-League-Chancen. Oxlade-Chamberlains späte Einsätze geben ihnen Kampfgeist – aber die echte Arbeit startet im Juni.
Der neue Trainer wird nicht nur Spieler auswählen. Er wird Celtics Identität für die nächsten fünf Jahre prägen. Deshalb läuft die Personalbeschaffung hinter den Kulissen schon auf Hochtouren. Wer durch die Tür kommt, braucht volle Kontrolle über Transfers, Taktik und Klubkultur.
Wichtige Erkenntnisse
- Alex Oxlade-Chamberlain hat seinen Kurzzeitvertrag mit entscheidenden Toren gerechtfertigt.
- Martin O’Neill geht nach der Saison fast sicher, egal wie die Ergebnisse ausfallen.
- Celtic steht vor einem fast vollständigen Kaderumbau, mit bis zu 12+ Abgängen.
- Der Klub muss einen neuen Torhüter holen und über Kelechi Iheanachos Zukunft entscheiden.
- Jota und Cameron Carter-Vickers als Rückkehrer bieten seltene Stabilität in der chaotischen Übergangsphase.
— Editorial Team