# Askou blickt auf Wachstumsphase, während Motherwell sich auf Hearts-Duell vorbereitet
Motherwell-Trainer Jens Berthel Askou betrachtet die Post-Split-Phase der Scottish Premiership als entscheidenden Moment für die Entwicklung seiner Mannschaft. Mit einem harten Auswärtsspiel bei Tabellenführer Hearts vor der Tür fixiert der Däne sich nicht auf Punkteziele – aber eines ist klar: Sein Team wird in jedem verbleibenden Spiel um Siege kämpfen.
Optimismus rund um das Split-Format
Askou gefällt die Art und Weise, wie die Scottish Premiership ihren Split handhabt – er nennt es „really cool“. Im Gegensatz zur dänischen Superliga, die nach nur 22 Spielen splittet, glaubt er, dass Schottlands spätere Teilung den Teams mehr Zeit gibt, in den Rhythmus zu kommen, bevor es in die finale Schlussphase geht. Er erwartet nicht, dass irgendein Top-6-Team die zweite Phase dominiert, angesichts der hohen Konkurrenz in der Gruppe. Dieser Realismus bildet die Grundlage seines Ansatzes: Fokus auf Leistung, nicht auf Prognosen.
Er umgeht auch Schiedsrichter-Kontroversen. Nach dem knappen Verlust gegen Falkirk am vergangenen Wochenende mit umstrittenen Entscheidungen hat Askou klargestellt, dass er offizielle Beschwerden dem Vereins-CEO Brian Caldwell überlässt. Seine Haltung? Fehler passieren, und sich darin zu verlieren hilft der Mannschaft nicht weiter.
Visions für Trainingsgelände nehmen Gestalt an
Über die Spieltagsbedenken hinaus ist Askou tief in die langfristige Planung von Motherwell involviert – insbesondere das vorgeschlagene Trainingszentrum in Dalziel Park. Er hat sich lautstark dafür ausgesprochen, unmittelbare Bedürfnisse mit zukünftiger Infrastruktur auszugleichen: „Man muss schauen, was dem Verein langfristig nutzt – in Anlagen zu investieren, aber sicherzustellen, dass wir auch jetzt in das investieren, was wir brauchen, um die erste Mannschaft zu stärken.“
Dieser doppelte Fokus spiegelt seine umfassende Philosophie wider: nachhaltig aufbauen und gleichzeitig jetzt wettbewerbsfähig bleiben. Das neue Komplex könnte, falls genehmigt und finanziert, zu einem Eckpfeiler für Nachwuchsförderung und Zusammenhalt der ersten Mannschaft werden.
Wichtige Spieler kurz vor Rückkehr vor Hearts-Test
Das Samstagsspiel in Tynecastle wird nicht einfach – Hearts führen die Tabelle an und sind zu Hause stark. Aber Askou hofft auf eine Wiederholung des spannenden 3:3-Unentschiedens im August statt des zähen 0:0-Remis im November in Fir Park. „Dieses erste Spiel hatte Energie, Chancen und Drama“, sagte er. „Wir wollen wieder diese Intensität.“
Es gibt auch ermutigende Neuigkeiten bei den Verletzungen:
- Liam Gordon ist nach der Auszeit wieder voll im Training.
- Callum Hendry hat die Mannschaft vollständig wieder erreicht.
- Eythor Bjorgolfsson könnte am Wochenende spielen, ist aber nicht bestätigt.
- Regan Charles-Cook fällt weiter aus, trainiert aber nächste Woche voraussichtlich wieder.
Auch wenn keiner von ihnen ein Starstürmer oder unverzichtbarer Stammspieler ist, stärken sie die Tiefe einer Mannschaft, die in dem engen Post-Split-Programm oft ausgedünnt ist.
Was das für Samstag bedeutet
Askou verspricht keinen Sieg – aber er fordert Ehrgeiz. Gegen ein defensiv starkes Hearts, das konterstark ist, muss Motherwell mutig und diszipliniert sein. Die Rückkehr von Gordon und Hendry verbessert die Defensivoptionen, was helfen könnte, Hearts-Angreifer wie Lawrence Shankland oder Barrie McKay zu neutralisieren.
Dennoch gibt es keine Hinweise auf taktische Umstellungen oder feste Aufstellungen. Askou betonte Flexibilität: „Wir stellen die Elf auf, die uns am Tag die besten Chancen bietet – nicht nach Ruf, sondern nach Bereitschaft.“
Wichtige Erkenntnisse
- Motherwell sieht die Post-Split-Phase als Wachstumschance, nicht nur als Punktejagd.
- Askou unterstützt das Split-Format der Scottish Premiership und hält es für fairer als in Dänemark.
- Der Verein treibt Pläne für ein neues Trainingsgelände in Dalziel Park voran, Askou ist stark involviert.
- Liam Gordon und Callum Hendry sind fit; Eythor Bjorgolfsson könnte am Wochenende zurückkehren.
- Keine Schiedsrichter-Beschwerden von Askou – er konzentriert sich rein auf die Leistung gegen Hearts.
Askous ruhiger, zukunftsorientierter Ton deutet darauf hin, dass Motherwell den Anlass nicht unterschätzen wird. Sie haben gezeigt, dass sie mit Hearts mithalten können, wenn sie frei spielen. Wenn die Rückkehrer nahtlos einpassen, könnte Tynecastle ein weiteres Klassenspiel erleben.
— Editorial Team