MLS-Spieltag 7: Jungstars glänzen, die Saison nimmt Fahrt auf
Die jüngste Runde der MLS-Action bot Spannung pur: Junge Talente rückten ins Rampenlicht und ein Trainerwechsel sorgte für Aufsehen in der Liga. Hier ist, was in den Spielen passierte.
Aufstrebende Talente übernehmen die Bühne
Diese Saison entwickelt sich zur Bühne für die nächste Generation der Liga. Julian Zakrzewski Hall, der 18-jährige Mittelfeldspieler der New York Red Bulls, beeindruckt weiterhin. Im 2:2-Unentschieden gegen Inter Miami erzielte er zwar kein Tor, lieferte aber zwei entscheidende Vorlagen und bewies damit seine wachsende Spielmacherqualität. Er stand in jedem Spiel in der Startelf und hat bereits fünf Tore in sieben Partien erzielt – ein Zeichen für seine rasante Entwicklung.
Er ist nicht allein. Eine Welle junger Spieler hinterlässt einen bedeutenden Eindruck:
- Lucas Herrington (18, Colorado Rapids): Der australische Abwehrspieler ist ein Fels in der Brandung, spielt mehr Minuten als die meisten und schließt seine Pässe mit 95 % Genauigkeit ab.
- Adri Mehmeti (NY Red Bulls): Profitierte von Halls Kreativität und erzielte das Tor gegen Miami.
- Zavier Gozo (Real Salt Lake), Luca Bombino (San Diego), Niko Tsakiris & Beau Leroux (San Jose): Allesamt Eigengewächse aus den USA, die regelmäßig spielen und gute Leistungen für ihre Vereine zeigen.
Diese Jugendbewegung verleiht der Liga eine frische, dynamische Note und bereichert die Erzählung.
Trainerkarussell und Tabellenwirren
Das Wochenende brachte auch eine bedeutende Veränderung auf der Trainerbank. CF Montréal, das sowohl in der Eastern Conference als auch in der Gesamtwertung der Supporters' Shield auf dem letzten Platz steht, trennte sich von Cheftrainer Marco Donadel. Dies geschah nach einer Niederlage gegen die Philadelphia Union, die selbst ihren ersten Sieg und die ersten Punkte der Saison 2026 einfuhren. Montréals Probleme sind offensichtlich; die historische Fußballstadt sehnt sich nach einer Mannschaft, die ihrer Leidenschaft gerecht wird. Die Suche nach einem Nachfolger läuft, der den kurzen Erfolg unter Wilfried Nancy aus dem Jahr 2022 wiederholen kann.
Im Gegensatz dazu feiert ein anderer Trainer einen vielversprechenden Start. Matt Wells von den Colorado Rapids, ehemals Assistent bei Tottenham Hotspur, setzt von der Seitenlinie aus einen direkten, anleitenden Stil um. Dieser Ansatz scheint Wunder zu wirken. Die Rapids, angetrieben von Jungstars wie Herrington und Paxten Aaronson, schlugen Houston am Wochenende mit 6:2, unterstützt von einer herausragenden Leistung von Rafael Navarro. Sie wirken wie ernsthafte Anwärter in der Western Conference – eine deutliche Wende im Vergleich zu früheren Spielzeiten.
Wichtige Erkenntnisse vom 7. Spieltag
- Die Jugend kann's: Die MLS 2026 wird von ihrer Jugend geprägt. Spieler wie Julian Zakrzewski Hall und Lucas Herrington bekommen nicht nur Spielzeit – sie werden für den Erfolg ihrer Teams unverzichtbar.
- Montréal in der Krise: Die Entscheidung von CF Montréal, Marco Donadel zu entlassen, zeigt tiefgreifende Probleme auf. Ein einfacher Trainerwechsel reicht möglicherweise nicht aus, ohne einen grundlegenden Wandel in Spielweise und Mentalität für das Schlusslicht der Liga.
- Trainerphilosophien prallen aufeinander: Die gegensätzlichen Entwicklungen unter Matt Wells' detailliertem Seitenlinienmanagement in Colorado und dem gescheiterten Engagement in Montréal verdeutlichen die entscheidende Rolle, die der Ansatz eines Trainers für die Mannschaftsleistung spielt.
- Das Rennen ist eröffnet: Mit unerwartet starken Teams wie Colorado und traditionellen Erzählungen, die von Jungstars neu geschrieben werden, sind die frühen Rennen um die Supporters' Shield und die Conference-Titel völlig offen und unvorhersehbar.
— Editorial Team