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Leicester-Abstiegskampf: Letzte Chance gegen Portsmouth?

Leicester City steht nach einer 1:0-Niederlage gegen Swansea vor dem Abstieg in die League One. Mit vier Spielen und vier Punkten Rückstand auf den Klassenerhalt nennt Trainer Gary Rowett das kommende Spiel gegen Portsmouth die ‚letzte Chance‘. Fan-Frustration wächst wegen fehlendem Einsatz der erfahrenen Spieler.

Ist das Leicesters letzter Schuss, um den Abstieg zu vermeiden?
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# Leicester am Abstiegsabgrund nach Niederlage gegen Swansea

Die Rettungschancen von Leicester City hängen am seidenen Faden, nachdem eine kraftlose 1:0-Heimniederlage gegen Swansea sie vier Punkte von der Abstiegszone entfernt hat – mit nur noch vier Spielen vor sich. Trainer Gary Rowett sprach Klartext und nannte das Spiel ihre „letzte Chance“ vor dem Pflichtsieg gegen die Mitabstiegskämpfer Portsmouth.

Eine enttäuschende Saison erreicht den Höhepunkt

Rowett, der im Februar übernommen hat, gab zu, dass seine kurze Amtszeit sich wie „40 Spiele“ angefühlt hat – aufgrund des gnadenlosen Drucks und der schwachen Leistungen. Das entscheidende Tor gegen Leicester fiel aus einem Konter, der tief in der Swansea-Hälfte begann – eine Abfolge, die Rowett als „lächerlich“ bezeichnete. Sie fasst eine Saison zusammen, die geprägt ist von Defensivfehlern und mentaler Zerbrechlichkeit statt taktischer Mängel.

Der Verein liegt auf dem vorletzten Platz in der Championship, technisch fünf Punkte hinter der Rettungslinie, wenn man das Zwischenspiel von Portsmouth gegen Ipswich einbezieht. Gewinnt Portsmouth, müsste Leicester einen Siebenpunkteabstand mit nur noch drei Spielen aufholen – was die Auswärtspartie am Samstag in Fratton Park effektiv zum alles oder nichts macht.

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Fan-Frust kocht über

Die Unterstützer sind zunehmend enttäuscht. Buhrufe sind zur Routine geworden, und Rufe nach dem Rücktritt des Sportdirektors Jon Rudkin – ja sogar nach einem Verkauf des Vereins durch Eigentümer Khun Top Srivaddhanaprabha – werden lauter. Es geht nicht nur um Ergebnisse, sondern um wahrgenommenen Einsatz, Stolz und Identität.

Der ehemalige Leicester-Stürmer Matt Piper, heute Experte bei BBC Radio Leicester, sprach aus, was viele Fans fühlen: Die aktuelle Mannschaft fehlt es an grundlegender Professionalität. „Man kassiert ein Tor und gibt einfach auf“, sagte er. „Das ist kein professioneller Sport.“

Piper betonte, dass frühere Leicester-Teams zwar technisch begrenzt gewesen sein mögen, aber nie an Herz gefehlt haben. Die heutige Truppe umfasst Spieler mit Premier-League- und Länderspiel-Erfahrung – viele davon waren noch vor zwei Jahren Teil von Enzo Marescas Aufstiegsmannschaft –, zeigen aber genau dann keinen Kampfgeist, wenn es drauf ankommt.

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Das große Bild: Vom Premier-League-Meister zur Drittliga-Gefahr

Es ist ein atemberaubender Absturz für einen Verein, der 2016 den Premier-League-Pokal gehoben hat. Nun, kurz vor dem 10-jährigen Jubiläum dieses Wunders, droht der erste Abstieg in die League One – die dritte englische Liga – seit den frühen 2000er-Jahren.

Eine Sechspunktstrafe wegen vergangener Finanzverstöße hat die Lage verschärft, doch selbst ohne sie deutet die Bilanz auf dem Platz (nur 17 Siege in 80 Ligaspielen seit dem Aufstieg) auf tiefgreifende systemische Probleme hin. Unterleistung ist nichts Neues, aber der Zusammenbruch in dieser Saison fühlt sich existenzieller an.

Wichtige kommende Spiele:

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  • 19. April: Leicester City vs. Portsmouth (Pflichtsieg)
  • 22. April: Hull City vs. Leicester City (Hull jagt den Aufstieg)
  • 26. April: Leicester City vs. Oxford United (weiterer Abstiegskonkurrent)
  • 3. Mai: Letztes Spieltag gegen Stoke City

Warum der Klassenerhalt unwahrscheinlich ist

Drei Hauptfaktoren machen eine große Wende kaum möglich:

  • Form: Leicester hat in den letzten 10 Ligaspielen nur einmal gesiegt.
  • Mentale Stärke: Wiederholte Einbrüche nach Gegentoren zeigen fehlende Gelassenheit unter Druck.
  • Motivation der Gegner: Teams wie Portsmouth, Oxford und Hull kämpfen entweder um den Klassenerhalt oder um den Aufstieg – jeder Punkt zählt doppelt.

Selbst bei einem Sieg gegen Portsmouth bräuchte Leicester mehrere günstige Ergebnisse anderswo. Angesichts der jüngsten Leistungen wirkt das Vertrauen auf konstante Siege bestenfalls optimistisch.

Wichtige Erkenntnisse

  • Leicester sind vier Punkte von der Rettung entfernt mit vier Spielen – könnten aber samstags schon sieben zurückliegen.
  • Trainer Gary Rowett nannte das Portsmouth-Spiel ihre „letzte Chance“, um den Abstieg zu vermeiden.
  • Ehemalige Spieler und Fans kritisieren einen schockierenden Mangel an Einsatz und Einstellung, nicht nur Talentlücken.
  • Ein Abstieg in die League One wäre der Tiefpunkt der Vereinsgeschichte – nur ein Jahrzehnt nach dem Premier-League-Sieg.
  • Die Sechpunktstrafe schmerzt, doch schlechte Ergebnisse und Moral sind die wahren Übeltäter.

Mathematisch ist der Klassenerhalt möglich, erfordert aber nahezu perfekte Ausführung plus Stolperer der Konkurrenten. Im aktuellen Zustand von Leicester fühlt sich das eher wie Wunschdenken an als realistische Erwartung.

— Editorial Team

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