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Gattuso weg: Italien nach WM-Aus 2026 ohne Trainer

Gennaro Gattuso hat seinen Posten als italienischer Nationaltrainer nach dem WM-Quali-Aus gegen Bosnien-Herzegowina aufgegeben. Verbandspräsident Gravina und Teamleiter Buffon traten ebenfalls zurück. Der Verband plant unter neuem Präsidenten strukturelle Reformen und einen Nachfolger.

Skandal! Gattuso feuert sich selbst nach Italien-WM-Pleite
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Gattuso gibt Trainerposten bei Italien nach WM-Quali-Fiasko auf

Gennaro Gattuso ist nicht mehr der Nationaltrainer Italiens – das ist offiziell. Der italienische Fußballverband hat heute bestätigt, dass sein Vertrag einvernehmlich aufgelöst wurde, weniger als ein Jahr nach seinem Amtsantritt im Juni 2025. Die Entscheidung fällt direkt nach dem Ausscheiden Italiens in der WM-2026-Qualifikation – dem dritten verpassten Turnier in Folge, gekrönt von einer Elfmeterschießen-Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina im Playoff-Finale.

Dieses Ergebnis war nicht nur enttäuschend – es löste einen vollständigen Führungswechsel aus. Verbandspräsident Gabriele Gravina trat sofort zurück. Ebenso der Teamleiter Gianluigi Buffon. Es gibt noch keinen Interims-Trainer, und mit der Präsidentschaftswahl des Verbands im Juni wird ein neuer Coach erst nach den Länderspielen im selben Monat benannt.

Was wirklich passiert ist (ohne Beschönigung)

Italien hat nicht nur die Qualifikation verpasst – es ist am letzten Hindernis zusammengebrochen. Nach dem zweiten Platz in der EM-2024-Quali-Gruppe und dem Verpassen der direkten Qualifikation ging es als einer der besser platzierten Zweiten in die Playoffs. Im Halbfinale besiegte man Slowenien, doch im Finale in Zenica unterlag man Bosnien-Herzegowina im Elfmeterschießen mit 4:3 – ohne Gegentore in regulärer Spielzeit oder Verlängerung. Nur kalte Fehlschüsse unter Druck.

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Gattuso hatte nur neun Monate Zeit. Er übernahm ein Team im Wandel: Ältere Stars wie Bonucci und Chiellini waren weg; junge Talente wie Scamacca, Rovella und Bastoni wurden getestet. Taktische Kontinuität fehlte jedoch. In den letzten sechs Pflichtspielen gab es nur zwei Siege – beide gegen Außenseiter. Das Pressing wirkte zerfahren, und die Abwehr bei Standards blieb wackelig – ein Problem seit dem WM-Aus 2018.

Gattusos Statement – direkt aus der Seele

Er schob keine Schuld auf Spieler, Schiris oder Pech. Seine Botschaft war kurz, klar und ehrlich:

  • Er sprach von einem „Herzen, schwer vor Traurigkeit“ – nicht Frust oder Wut.
  • Er betonte, dass das Azzurri-Hemd „das Kostbarste im Fußball“ sei, und sein Rücktritt sei Respekt, keine Kapitulation.
  • Er dankte Gravina, Buffon, dem Stab und vor allem den Fans – das Blaue werde „für immer in meinem Herzen bleiben“.

Keine Bitterkeit in seinen Worten. Nur stille Verantwortung. Das zählt – denn im italienischen Fußball wird Demut selten höher geschätzt als Macho-Gehabe.

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Was als Nächstes kommt – realistisch betrachtet

Schluss mit dem Lärm. Hier die Faktenlage:

  • Kein Notfall-Coach: Der Verband hetzt nicht. Man wartet auf die Wahl des neuen Präsidenten – voraussichtlich Mitte Juni – bevor ein Trainer kommt.
  • Zwei Länderspiele im Juni: Gegen die Türkei und die Ukraine. Wahrscheinlich zur internen Kandidatenprüfung, nicht als Bühne für Außenstehende.
  • Buffons Abschied öffnet Türen für Reformen: Seine Doppelfunktion als Teamleiter und Legende führte zu lockerer Struktur. Nun braucht das neue Regime formelle Scouting, Datenanalyse und Jugendförderung – nicht nur Charisma.
  • Der Trainerpool ist eng, aber tief: Im Gespräch sind Vincenzo Italiano (Fiorentina), Roberto De Zerbi (Shakhtar) und vielleicht Stefano Pioli (nach AC Milan unwahrscheinlich). Ein Ausländer? Tradition, Sprache und Medien machen das fraglich, es sei denn, jemand wie Thiago Motta (bereits bei Juventus) sticht heraus.
  • Fans gespalten, aber nüchtern: Manche fordern Revolution – neue Philosophie, Tempo, Offensivfußball. Andere wollen Kontinuität – jemanden, der das italienische DNA von Defensivklugheit und Konterpressing versteht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Gattusos Abschied war nach der Bosnien-Elfmeterpleite unvermeidbar – aber würdevoll, ohne Drama.
  • Das ist mehr als ein Trainerwechsel. Es markiert das Ende einer Ära unter Gravina und Buffons symbolischer Autorität.
  • Italiens WM-Dürre dauert nun offiziell drei Zyklen – 2018, 2022, 2026 – Strukturreformen sind Pflicht, keine Option.
  • Die Juni-Spiele richten nichts – zeigen aber, wem der Interimschef vertraut.
  • Erwarten Sie hitzige Debatten: Systemneustart (z. B. 4-2-3-1 mit umgekehrten Flügeln) oder schärfere Umsetzung bekannter Muster?

Die wahre Geschichte ist nicht Gattusos Weggang – sondern wie Italien Vertrauen zurückgewinnt, nicht nur Taktik. Die Fans glauben noch. Aber Glaube ohne Erfolge bricht.

— Editorial Team

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