# McBurnie feuert Hull City an, um Play-off-Platz nach Sheffield-United-Niederlage zu sichern
Oli McBurnie fordert seine Hull-City-Teamkollegen auf, sich zu sammeln und stark auszuenden, nachdem eine schmerzhafte Spätpleite gegen Sheffield United ihre Aufstiegshoffen in der Championship angekratzt hat. Trotz des Rückschlags halten die Tigers weiterhin Platz sechs – den letzten Play-off-Platz – mit nur noch vier Spielen in der Saison.
Brüchige Position, aber noch im Griff
Hull Citys aktuelle Form gibt wenig Anlass zur Zuversicht: nur vier Siege in den letzten 13 Ligaspielen und lediglich zwei Tore in den vergangenen drei Partien. Dieser Einbruch in der Offensive kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt, zumal Wrexham nur vier Punkte dahinter auf Platz sieben lauert.
Doch McBurnie bleibt gelassen. Im Gespräch mit BBC Radio Humberside erinnerte der 29-jährige Stürmer daran, wie weit Hull es seit dem knappen Klassenerhalt per Torverhältnis im Mai letzten Jahres gebracht hat. „Wenn man den Fans oder Spielern zu Saisonbeginn angeboten hätte, dass sie mit vier Spielen vor dem Ende auf diesem Platz stehen, hätten sie einem die Hand abgerissen“, sagte er.
Seine Botschaft ist klar: Lasst nicht zu, dass ein schlechtes Ergebnis eine bemerkenswerte Wendungssaison zunichtemacht.
Kreativitätskrise muss behoben werden
McBurnie, der mit 15 Toren (14 in der Championship) die Torschützenliste von Hull anführt, wies direkt auf die jüngste kreative Trockenphase hin. „Defensiv und als Team waren wir wirklich stark“, räumte er ein, „aber vielleicht hat uns in letzter Zeit diese Prise Kreativität gefehlt, mit der wir zu Saisonbeginn so glänzten.“
Diese Einschätzung trifft den Kern von Hulls aktuellen Problemen. Die fließende Offensive der Hinrunde hat sich in vorsichtige, torarme Duelle verwandelt – und gegen Teams, die ums Überleben kämpfen oder auf direkten Aufstieg drängen, reicht das nicht aus.
Um Platz sechs zu halten, braucht Hull wahrscheinlich mindestens einen weiteren Sieg in den letzten vier Spielen. Der restliche Spielplan umfasst:
- vs. Millwall (heim)
- bei Preston North End
- vs. Coventry City (heim)
- bei Queens Park Rangers
Keine davon ist ein Spaziergang, aber alle sind machbar – vor allem im MKM Stadium, wo Hull in dieser Saison solide aufgestellt ist.
Führungsstärke in der Schlussphase
Bemerkenswert ist nicht nur McBurnies Torbilanz, sondern auch seine lautstarke Führungsrolle in dieser entscheidenden Endphase. Als bester Torschütze des Vereins und schottischer Nationalspieler übernimmt er nicht nur Verantwortung mit seinen Treffern, sondern auch mit Worten.
„Wir klopfen den Staub ab und legen nächsten Samstag wieder los“, versprach er – eine einfache Formulierung, die die Resilienz widerspiegelt, die in einem Aufstiegskampf gefragt ist.
Sein Fokus auf den Teamzusammenhalt („die Jungs in der Kabine und das Trainerteam“) signalisiert Einheit statt Schuldzuweisungen – besonders wichtig, wenn der Druck steigt.
Wichtigste Punkte
- Hull City bleibt auf Platz sechs, vier Punkte vor Wrexham auf Platz sieben, mit vier Spielen Rest.
- Oli McBurnie, ihr Top-Torschütze mit 15 Toren, fordert die Rückkehr zur frühsaisonmäßigen Kreativität.
- Die jüngste Form ist besorgniserregend: nur 2 Tore in den letzten 3 Spielen und gerade mal 4 Siege in 13 Partien.
- Der Play-off-Platz liegt weiterhin in Hulls Hand – sie sind nicht auf günstige Ergebnisse anderer angewiesen.
- Die Heimspiele gegen Millwall und Coventry könnten entscheidend für einen Top-6-Finish sein.
Während der Traum vom direkten Aufstieg vor Wochen zerplatzte, bieten die Play-offs einen realistischen Weg in die Premier League. Und mit McBurnie, der auf dem Platz wie in der Kabine führt, hat Hull allen Grund zu glauben, dass sie das Ziel erreichen können.
Die nächsten vier Matches werden nicht nur taktisch fordern – sie werden die Nerven auf die Probe stellen. Doch wenn jemand weiß, wie man einen Abstiegskampf übersteht und gestärkt daraus hervorgeht, dann ist es dieses Hull-Team.
— Editorial Team