# McInnes zuckt die Achseln über Spielplan-Beschwerden vor titelentscheidendem Duell gegen Celtic
Hearts-Trainer Derek McInnes macht sich keine Gedanken über Kleinigkeiten – auch wenn diese „Kleinigkeiten“ ein potenzielles Meisterschaftsentscheidungsspiel auf einem Parkplatz umfassen. Mit den letzten fünf Spielen der Scottish Premiership festgelegt und Hearts, das am 16. Mai auswärts gegen den amtierenden Meister Celtic antritt, haben einige Fans Frustration über Spielplanlaunen geäußert. Aber McInnes? Der ist voll dabei.
Warum der Aufstand um den Spielplan?
Traditionell gewährt die SPFL dem Tabellenführer am letzten Spieltag vor dem Split ein Heimspiel – in dieser Saison ist das jedoch nicht passiert. Hearts, derzeit an der Spitze eines knappen Dreikampfs mit Rangers und Celtic, muss stattdessen nach Celtic Park reisen, wo das entscheidende Spiel der Saison stehen könnte. Um die Sache noch komplizierter zu machen, wurden mehrere Anstoßzeiten für TV-Übertragungen verschoben, was den geliebten Samstagsrhythmus um 15 Uhr stört.
McInnes gibt zu, die Enttäuschung zu verstehen, besteht aber darauf, dass sein Fokus rein aufs Fußball geht: „Wir könnten sie auf einem Parkplatz spielen, ehrlich gesagt.“
Der logistische Kopfschmerz rührt daher, dass man überlappende Stadtderbys vermeiden und gleichzeitige Anstöße in den letzten Runden sicherstellen wollte. Mit Glasgow (Rangers und Celtic) und Edinburgh (Hearts) alle im Rennen konnte der Verband niemandem einen günstigen Heimplan ohne Konflikte geben.
Was steht am 16. Mai auf dem Spiel?
Wenn die Form anhält – und der Titelkampf so eng bleibt – könnte die Reise nach Celtic Park entscheiden, ob Hearts seinen ersten Titel in der obersten Liga seit 1960 holt. Aufgrund von Kapazitätsbeschränkungen im Stadion werden nur etwa 600 Auswärtsfans erwartet, was für einen Verein schmerzt, dessen Anhänger über sechs Jahrzehnte auf Ruhm gewartet haben.
Trotzdem sieht McInnes das Drama als Teil des Reizes: „Wenn beide Teams noch im Rennen um den Ligasieg sind, ist das das dramatischste Spiel, das man haben kann.“
Er wies auch darauf hin, dass Rangers keinen leichten Ausklang bekommen – sie beenden die Saison auswärts bei Falkirk, eine weitere harte Nuss im spannungsgeladenen Finale.
McInnes’ Einstellung: Das Chaos annehmen
Anstatt zu jammern, geht McInnes voll auf die Unvorhersehbarkeit ein:
- Er sagt, Hearts sei im Voraus über mögliche Spielplanänderungen informiert worden.
- Er ist begeistert, einfach „mittendrin“ zu sein nach Jahren des Wiederaufbaus.
- Er vertraut darauf, dass SPFL und Sender das Maximum an Spannung erzeugen wollen – nicht einen Verein sabotieren.
„Es ist nicht toll für die Fans, dass sie keinen Samstag um 15 Uhr bekommen“, räumte er ein, „aber ich denke, der Verband hat eine harte Aufgabe, jeden Verein glücklich zu machen.“
Seine Botschaft ist klar: Kontrolliere, was du kontrollieren kannst. Und das bedeutet derzeit, sein Team auf fünf Riesenpartien vorzubereiten – beginnend mit dem nächsten Gegner, wo auch immer das sein mag.
Wichtige Erkenntnisse
- Hearts trifft am 16. Mai auswärts auf Celtic in einem potenziellen Meisterschaftsentscheider und bricht damit die Tradition, dem Tabellenführer ein Heimspiel am letzten Tag zu geben.
- Die Spielplanänderungen resultieren aus logistischen Zwängen und TV-Planung in einem seltenen Dreier-Titelkampf.
- Nur ~600 Hearts-Fans können ins Celtic Park, was dem ohnehin hochspannenden Spiel zusätzliches emotionales Gewicht verleiht.
- McInnes winkt Bedenken wegen des Orts ab und sagt, er würde „sie auf einem Parkplatz spielen“, wenn nötig.
- Der Trainer erwartet, dass der Titelkampf bis zum Schluss geht, mit Rangers ebenfalls in einer harten Abschlussrunde bei Falkirk.
McInnes’ ruhige Trotzhaltung könnte genau der richtige Ton für einen Verein am Rande der Geschichte sein. Ob unter Flutlicht in Celtic Park oder auf einem metaphorischen Parkplatz – Hearts ist bereit, um jeden Punkt zu kämpfen – und vielleicht um den Ruhm.
— Editorial Team