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Hannah Cain führt den Angriff von Wales nach Fishlock-Ruhestand an

Hannah Cain hat sich nach Jess Fishlocks Rücktritt als primäre Torgefahr von Wales etabliert, sechs Mal in vier Spielen während der Qualifikation zur Frauen-WM 2027 getroffen. Trotz einer torlosen Klub-Saison hebt ihre internationale Form die verbesserte Mannschaftszusammenhalt und taktische Umsetzung unter Trainerin Rhian Wilkinson hervor.

Cain tritt als neuer Torschützenstar von Wales nach Fishlock auf
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# Hannah Cain avanciert zur neuen Torjägerin für Wales in den WM-Qualis

Die Waliserinnen finden gerade jetzt, wo sie es am dringendsten brauchen, ihren Torgefühlschuss – und Hannah Cain führt den Vorstoß an. Nach dem Rücktritt der legendären Mittelfeldspielerin Jess Fishlock aus dem Nationalteam klaffte in der Mannschaft ein gewaltiges Loch bei Kreativität und Toren. Cain hat jedoch überzeugend Verantwortung übernommen und in ihren letzten vier Länderspielen sechs Treffer erzielt, darunter jeweils einen Doppelpack gegen Montenegro und Albanien.

Die natürliche Nachfolgerin von Fishlocks Erbe

Jess Fishlock war nicht nur eine Spielerin für Wales – sie war das Herzschlag der Mannschaft, die erfolgreichste Torschützin aller Zeiten und ein Generationstalent. Sie zu ersetzen hieß nie, einfach eins zu eins nachzurücken. Stattdessen hat Cheftrainerin Rhian Wilkinson die offensive Identität der Mannschaft weiterentwickelt. Und aktuell verkörpert diese Identität Hannah Cain.

Cains aktuelle Form ist geradezu explosiv. Nach einem Tor im Auftakt-Remis der Qualifikation gegen Tschechien und einem Treffer im prominenten Testspiel-Sieg gegen die Schweiz fand sie ihren Rhythmus mit vier Toren in zwei Qualispielen gegen Montenegro und Albanien. Mit 27 Jahren ist sie nun die führende aktive Torschützin unter Wilkinson, vor Veteraninnen wie Sophie Ingle und Rachel Rowe.

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Noch beeindruckender an Cains Aufschwung: Er gelingt trotz einer schweren Klub-Saison. Bei Leicester City, das am Tabellenende der Women’s Super League ausharrt, hat sie in 21 Einsätzen noch kein Tor erzielt. Auf internationaler Bühne blüht sie jedoch auf – Beweis dafür, dass Umfeld, Chemie und taktische Passgenauigkeit das Beste aus einer Spielerin herausholen können.

Warum Cain so konstant trifft

Wilkinson schreibt Cains Erfolg der Geschlossenheit im Team zu. „Sie wissen, wie sie gerne angespielt werden will“, erklärte die Trainerin. „Man sieht, dass Assists von verschiedenen Spielerinnen kommen. Sie servieren ihr den Ball genau so, wie sie es haben will.“

Es geht hier nicht nur um individuelles Talent – sondern um System und Vertrauen. Cain agiert als klassische Neunerkönigin, die jedoch durch Bewegung und schnelle Kombinationen glänzt, statt isoliert zu warten. Ihre Mitspielerinnen füttern sie in gefährlichen Zonen, und sie verwertet selbstbewusst.

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Wichtige Faktoren für ihre Torbesetztheit:

  • Starke Partnerschaften: Mehrere Waliserinnen verbinden sich effektiv mit Cain im Strafraum.
  • Taktische Klarheit: Wilkinsons System sorgt dafür, dass Cain den Ball in hochprozentigen Abschlusszonen erhält.
  • Mentale Stärke: Cain gibt zu, dass sie überzeugt ist: Verpasst sie eine Chance, kommt die nächste – und sie bleibt eiskalt.

Tiefe und Nachwuchs stärken Walisschen Angriff

Nicht nur Cain schleppt die Offensive. Sturmkanone Elise Hughes von Crystal Palace hat in dieser Saison zwei Tore beigesteuert und startete neben Cain gegen Albanien. Noch spannender: Neue Gesichter wie die 21-jährige Phoebie Poole, die ihren Seniordebüt von der Bank gab, oder Teenagerin Mared Griffiths, die im offensiven Mittelfeld überzeugt.

Wilkinson betonte, dass diese Angriffsbreite nicht über Nacht entstanden ist. „Wir arbeiten seit über zwei Jahren an unserer Tiefe und der Fähigkeit, Strukturen zu variieren und dem Gegner unterschiedliche Bilder zu bieten“, sagte sie. Diese langfristige Planung zahlt sich nun aus.

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Am kommenden Samstag steht mit dem Rückspiel gegen Albanien in Gruppe B1 das nächste Duell an – Wales will den starken Qualistart ausbauen. Angesichts von Cains Formkurve und den Abwehrlücken Albaniens ist ein weiteres Tor der Leicester-Stürmerin mehr als wahrscheinlich.

Wichtige Erkenntnisse

  • Hannah Cain hat in ihren letzten 4 Walisischen Länderspielen 6 Tore erzielt und ist post-Fishlock die erste Wahl zum Abschluss.
  • Ihre Länderspiel-Form steht in scharfem Kontrast zu einer torlosen Klub-Saison bei abstiegsbedrohtem Leicester City.
  • Trainerin Rhian Wilkinson führt Cains Erfolg auf Teamchemie und präzise Zuführungen in Gefahrenzonen zurück.
  • Die walisische Offensive gewinnt an Breite, mit Beiträgen von Elise Hughes und Debüts junger Talente wie Phoebie Poole.
  • Die taktische Evolution über mehr als 2 Jahre trägt nun Früchte in der Qualifikation zur Frauen-WM 2027.

Die Waliserinnen kommen nicht nur ohne Fishlock klar – sie passen sich an und entdecken neue Siegesrezepte. Und Hannah Cain ist aktuell das Symbol dieses Wandels. Hält dieser Schwung an, könnten sie ernsthafte Kandidatinnen für einen WM-Platz werden.

— Editorial Team

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