# Grêmio stolpert im Copa-Sudamericana-Auftakt inmitten vierer Siege ohne Sieg
Grêmios Talfahrt dauert an nach der frustrierenden 1:0-Niederlage gegen Montevideo City Torque im Auftakt der Gruppenphase der Copa Sudamericana. Die Pleite markiert ihr viertes Spiel in Folge ohne Sieg in allen Wettbewerben und lässt sie tabellenletzten in Gruppe F mit null Punkten.
Eine Nacht voller VAR-Drama und verpasster Chancen
Das Spiel im Estadio Garcilaso de la Vega in Cusco, Peru, wurde von entscheidenden VAR-Entscheidungen geprägt. Früh in der ersten Halbzeit glaubte Grêmio an einen Elfmeter, als Gonzalo Montes Martin Braithwaite zu foulen schien – doch VAR hob den Platzentscheid auf und verwehrte ihnen eine goldene Gelegenheit.
Kurz darauf entging Torque-Spieler Erick Noriega der Rote Karte, nachdem eine weitere VAR-Überprüfung einen zunächst gefährlich wirkenden Tackling mit Stollen von oben gegen Salomón Rodríguez aufhob. Diese beiden Eingriffe drehten den Spagat um, und drei Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit nutzte Eduardo Aguero die Chance – er traf sauber aus dem Strafraumrand nach einer präzisen Vorlage von Esteban Obregón.
Grêmio drängte auf den Ausgleich, konnte aber Torque’s kompakte Abwehr nicht knacken, obwohl sie lange Phasen die Ballbesitzkontrolle hatten. Ihr Offensivrhythmus hakt noch immer, und das Abschlussvermögen bleibt in dieser sieglosen Serie ein Dauerbrenner.
Was das für Grêmios Saison bedeutet
Diese Niederlage ist nicht nur ein einzelnes Spiel – sie ist Teil eines besorgniserregenden Trends. Grêmio hat seit Ende März nicht mehr gewonnen, Draws und Niederlagen häufen sich in nationalen und kontinentalen Wettbewerben. Nun tabellenletzte in ihrer Sudamericana-Gruppe, steht ihnen ein harter Kampf bevor, um in die K.o.-Runde einzuziehen.
Die nächste Herausforderung kommt postwendend: das hoch erwartete Gre-Nal-Derby gegen Rivalen Internacional in der Brasileirão Série A am 11. April. Dieses Duell am Beira-Rio könnte ihren April – und vielleicht die gesamte Saison – prägen. Eine Niederlage dort würde die Krise vertiefen; ein Sieg könnte endlich den Wendepunkt einleiten.
Montevideo City Torque führt derzeit Gruppe F an, nachdem sie auch vom torlosen Remis zwischen Deportivo Riestra und Palestino profitiert haben. Sie richten ihren Fokus nun zurück auf die uruguayische Liga mit einem Spiel gegen Albion am selben Tag wie Grêmios Derby.
Die Hauptgründe für Grêmios Probleme
Mehrere Faktoren haben Grêmios jüngste Misserfolge verschärft:
- Fehlendes Torgefahr: Trotz Chancen schaffen sie es nicht, konsequent umzusetzen.
- Defensive Lücken im Umschwung: Aguero’s Tor entstand durch einen schnellen Konter, der Lücken im Mittelfeld aufdeckte.
- VAR-Pech: Zwei große Entscheidungen gingen in Schlüsselmomenten gegen sie.
- Mentale Erschöpfung: Die Mannschaft wirkt selbstbewusstlos, besonders unter Druck.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Grêmio verlor 1:0 gegen Montevideo City Torque im Gruppenauftakt der Copa Sudamericana.
- Sie sind nun in vier Spielen in Folge sieglos in allen Wettbewerben.
- VAR spielte eine entscheidende Rolle und hob einen Grêmio-Elfmeter sowie eine Torque-Rote Karte auf.
- Grêmio ist tabellenletzter in Gruppe F mit null Punkten; Torque führt mit drei.
- Das Team steht vor einem entscheidenden Brasileirão-Derby gegen Internacional am 11. April.
Ausblick
Grêmios unmittelbarer Fokus muss auf das Gre-Nal gerichtet werden. Derby-Spiele kehren oft die Stimmung um – ein Sieg könnte das Vertrauen zurückbringen und den negativen Kreislauf durchbrechen. Tragen sie aber dieselbe Zurückhaltung ins Beira-Rio, wird der Druck auf Trainer Renato Portaluppi zunehmen.
In der Sudamericana warten noch fünf Gruppenspiele. Eine Erholung ist möglich, erfordert aber präziseres Abschlussspiel und mehr Glück bei den Schiedsrichtern. Vorerst fragen sich die Fans, ob das nur ein vorübergehendes Tief ist oder ein tieferes strukturelles Problem.
— Editorial Team