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England Women schlagen Island 1:0 in WM-Qualifikationsspiel

Englands Frauen-Nationalmannschaft besiegte Island 1:0 in einem WM-Qualifikationsspiel. Alessia Russo erzielte das einzige Tor, während Torhüterin Hannah Hampton wichtige Paraden machte. Der Sieg erhält Englands Dreipunktevorsprung an der Spitze ihrer Qualifikationsgruppe.

Wie England Island in entscheidendem Qualifikationsspiel knapp besiegt
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# Englands Frauen sichern sich knappen Sieg gegen Island in der WM-Qualifikation

Die englische Frauen-Nationalmannschaft sicherte sich in Reykjavík einen entscheidenden 1:0-Sieg gegen Island und behielt damit die Führung in ihrer WM-Qualifikationsgruppe. Das Tor von Alessia Russo in der ersten Halbzeit erwies sich als maßgeblich, während Torhüterin Hannah Hampton mit entscheidenden Paraden den Sieg in einer zähen zweiten Hälfte festhielt. England bleibt drei Punkte vor Spanien an der Spitze von Gruppe A3 – das große Ziel ist die direkte Qualifikation für die WM 2027.

Spielanalyse: Ein Spiel in zwei Hälften

Die erste Halbzeit war ein Kapitel englischer Dominanz ohne reichen Lohn. Unter strahlendem Sonnenschein vor schneebedeckten Bergen kontrollierten die Engländerinnen über 70 % Ballbesitz und hatten 34 Ballkontakte im isländischen Strafraum – im Vergleich zu nur zwei der Gastgeberinnen. Trotz dieses territorialen und statistischen Übergewichts fiel es ihnen schwer, die disziplinierte Defensive Islands zu durchbrechen. Der entscheidende Moment kam aus purer Umschaltkunst. Island verlor den Ball bei einem seltenen Vorstoß, Lauren Hemp sprintete durch die Mitte im Konter. Die Manchester-City-Stürmerin fand Alessia Russo zu ihrer Rechten, und die Arsenal-Angreiferin zog mit einer perfekten Drehung und einem flachen Schuss in den weitern Eck vorbei an Torhüterin Cecilía Rúnarsdóttir.

Die zweite Halbzeit brachte eine gänzlich andere Bewährungsprobe. Island unter Thorsteinn Halldórsson kam mit mehr Biss heraus, unterbrach den englischen Rhythmus und zwang zu einem chaotischeren, körperbetonteren Zweikampf. Die Gastgeberinnen schufen echte Gefahr, testeten die Moral der Löwinnen und drohten, deren perfekte Quali-Serie sowie das 500. Länderspieljubiläum zu zerstören. Der Vorsprung der Europameisterinnen wirkte immer fragiler, je näher die Uhr ans Ende tickte.

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Schlüsselspielerinnen und Reaktion der Trainerin

  • Alessia Russo: Baute ihre tolle Form aus mit einem sauberen, entscheidenden Abschluss. Sie hatte zudem den denkwürdigen Assist für Heemps Tor gegen Spanien zu Wochenbeginn gegeben und zuvor im Länderspielfenster doppelt gegen die Ukraine getroffen.
  • Hannah Hampton: Die Torhüterin war die Heldin der zweiten Halbzeit und hielt mit entscheidenden Paraden den knappen Vorsprung. Trainerin Sarina Wiegman lobte ihre Leistung in höchsten Tönen und nannte sie eine „Weltklasse-Torhüterin“, gerade als das Team in Bedrängnis geriet.
  • Sarina Wiegman: Die englische Nationaltrainerin gab zu, dass die zweite Halbzeit „nicht so schön“ war, betonte aber die allerhöchste Bedeutung des Sieges. Sie hielt an ihrem bewährten Prinzip fest, aus jedem Ergebnis Gutes und Schlechtes herauszuarbeiten, um den Prozess fürs nächste Spiel zu optimieren.

Das Qualifikationsbild

Dieser Sieg war für Englands Position strategisch essenziell. Nur die vier Gruppensieger aus Liga A qualifizieren sich direkt für die WM 2027 in Brasilien, ohne Play-offs. England und Spanien, die Weltmeisterinnen, sitzen in derselben Gruppe (A3), sodass eine dieser Mächten wohl auf Zusatzspiele hoffen muss. Der Erfolg in Island sicherte den Dreipunktevorsprung aus dem Wembley-Triumph gegen Spanien vor Tagen. Zwar gab es anfangs Frust über die verpasste Tordifferenz-Vergrosserung, doch am Ende stand Erleichterung über die vollen drei Punkte. Nächster Höhepunkt: die Auswärtsreise nach Mallorca gegen Spanien im Juni.

Wichtige Erkenntnisse

  • Ergebnis vor Stil: In einem engen Qualiduell zählte der Sieg mehr als der Auftritt, vor allem in der harten zweiten Halbzeit.
  • Einzelklasse holt Punkte: Alessia Russos kühler Treffer und Hannah Hamptons standhaftes Hütengeschäft waren die Schlüsselfaktoren, als die Teamleistung nachließ.
  • Qualidruck pur: Die Gruppenkonstellation mit England und Spanien erzeugt enorme Spannung, in der jeder Punkt Gold wert ist; dieser Sieg bewahrte den Puffer.
  • Islands zäher Widerstand: Trotz schlechterer Platzierung bot Island eine knifflige taktische Nuss, die schwer zu knacken war und die Isländinnen wuchsen ins Spiel hinein.
  • Weg nach Brasilien: Nun rückt das Juni-Duell in Mallorca ins Zentrum, das die direkte Qualischance beider Teams massiv beeinflussen wird.

England hat in Reykjavík gerade so genug getan, um den Job zu machen. Die Mischung aus einem Offensiv-Highlight und defensiver Härte hielt die Löwinnen auf Kurs zur direkten WM-Teilnahme, doch die Vorstellung zeigte Schwachstellen, die vor dem nächsten Großtest behoben werden müssen.

— Editorial Team

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