Hugo Ekitike steht vor einem Rennen gegen die Zeit nach Achillessehnen-Schreck in Liverpools Champions-League-Aus
Die Saison von Hugo Ekitike – und möglicherweise seine WM-Hoffnungen – sind nach einem vermuteten Achillessehnenriss während Liverpools 2:0-Niederlage gegen Paris Saint-Germain in Anfield ernsthaft gefährdet. Der Stürmer brach in der 35. Minute zusammen, hielt sich das rechte Unterbein und musste ausgewechselt werden. Trainer Arne Slot gab nach dem Spiel zu, dass die Lage „nicht gut aussieht“.
Untersuchungen stehen für Mittwoch an, um den vollen Umfang der Verletzung zu klären, doch erste Befürchtungen deuten auf einen möglichen Riss hin – ein verheerender Schlag nicht nur für Liverpools Offensivoptionen, sondern auch für die Pläne der französischen Nationalmannschaft vor dem Sommerturnier.
Doppelschlag für Liverpools Angriff
Ekitikes Verletzung hätte nicht ungünstiger kommen können. Er musste gerade gehen, als Liverpool versuchte, im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals ein Comeback zu starten. Um das Ganze zu verschlimmern: Sein Ersatz war kein echter Stürmer – Mohamed Salah kam rein, sodass die Reds für den Rest des Spiels ohne echten Nummer-neun-Spieler dastanden.
Zusätzlich zur Frustration: Alexander Isak, der von einem im Dezember erlittenen Beinbruch zurückkehrte, machte in jener Nacht seinen ersten Saisonstart. Doch seine Leistung war enttäuschend – er wirkte eingerostet und wurde in der Halbzeit ausgewechselt. Das bedeutet, Liverpool spielte effektiv mehr als die Hälfte des Spiels ohne anerkannten Mittelstürmer auf dem Platz.
Arne Slot versuchte optimistisch zu bleiben bezüglich Isaks Rückkehr („Das Gute ist, dass Alex zurück ist“), bot aber wenig Trost hinsichtlich Ekitike. Sein Tonfall ließ vermuten, dass der Klub mit dem Schlimmsten rechnet.
Was das für das Merseyside Derby bedeutet
Liverpools nächstes Spiel ist das letzte Merseyside Derby der Saison gegen Everton am kommenden Sonntag – im neu benannten Hill Dickinson Stadium (ehemals Goodison Park). Mit Ekitike vermutlich ausfallend und Isak noch kampfuntüchtig werdend, ist die Stürmertiefe der Reds hauchdünn.
Mögliche Lösungen? Diogo Jota könnte bei Fitness gehetzt zurückkehren, oder Darwin Núñez führt allein die Spitze an. Alternativ könnte Slot auf eine Dreierkette mit Salah, Luis Díaz und Cody Gakpo setzen – und auf einen klassischen Targetman für Tempo und Pressing verzichten.
Doch jenseits der Taktik gibt es eine größere Sorge: Ekitikes Ausfall könnte Liverpools Kampf um die Top Vier in der Premier League gefährden. Jeder Punkt zählt jetzt, und den in Formen Stürmer Mitte April zu verlieren, ist ein massiver Rückschlag.
WM-Folgen für Frankreich
Ekitike zählt in dieser Saison zu den vielversprechendsten jungen Stürmern Frankreichs und erhielt regelmäßige Berufungen, sogar einen Start in kürzlichen Qualifikationsspielen. Bei Bestätigung eines Achillessehnenrisses würde seine Rehabilitationszeit ihn fast sicher von der kommenden WM ausschließen.
Das öffnet die Tür für Alternativen wie Randal Kolo Muani oder Jean-Philippe Mateta – doch es ist ein signifikanter Verlust für Didier Deschamps, der angeblich auf Ekitikes Mischung aus Tempo, Halte-Spiel und Abschlusskraft gesetzt hatte.
Vorläufig richten sich alle Blicke auf die medizinischen Ergebnisse am Mittwoch. Bis dahin halten sowohl Liverpool als auch die französische Nationalmannschaft den Atem an.
Die wichtigsten Punkte:
- Hugo Ekitike erlitt eine vermutete Achillessehnenverletzung in Liverpools 2:0-Champions-League-Niederlage gegen PSG.
- Untersuchungen am Mittwoch klären die Schwere; erste Anzeichen deuten auf einen Riss hin.
- Alexander Isak kehrte verletzungsbedingt zurück, war aber wirkungslos und ließ Liverpool ohne zuverlässigen Stürmer.
- Die Verletzung gefährdet Ekitikes Einsatz beim Merseyside Derby und potenziell bei der WM.
- Liverpool muss in entscheidenden kommenden Spielen auf improvisierte Angriffsformationen setzen.
— Editorial Team