Cyle Larin findet in Southampton Erlösung nach schwieriger Zeit bei Feyenoord
Cyle Larin dreht seine Saison aufs Ganze — und genau zum richtigen Zeitpunkt für Southamptons Aufstiegsbemühungen in der Championship. Nach einer vergesslichen sechsmonatigen Leihspiele bei Feyenoord, bei dem er nur ein Tor in 15 Einsätzen erzielte, hat der kanadische Stürmer in St Mary’s wieder an Selbstvertrauen gewonnen und bereits fünf Mal getroffen – in 13 Spielen. Zudem war er entscheidend beteiligt am 5:1-Sieg über die Play-off-Rivalen Wrexham.
Von Rotterdam-Flop zum Südküsten-Feuerwerk
Larins Zeit bei Feyenoord unter Robin van Persie hat nie wirklich funktioniert. Nach seiner Leihe von RCD Mallorca im Sommer 2025 absolvierte er lediglich 400 Minuten, bevor die Eredivisie-Mannschaft die Verbindung frühzeitig beendete. Sein einziger Höhepunkt kam in einem Europa-League-Endspiel gegen Panathinaikos, wo er kurz vor Schluss ein Treffer zum 3:1-Sieg der Griechen erzielte. Bis Januar 2026 packte er bereits seine Koffer für England.
Southampton, das um den Aufstieg in der Championship kämpft, riskierte eine Wette – und sie zahlt sich aus. In etwas mehr als drei Monaten hat Larin bereits fast 700 Minuten für die Saints absolviert, mehr als das Doppelte seiner Einsatzzeit bei Feyenoord. Seine physische Präsenz, seine Kopfballbedrohung und seine verbesserte Zusammenarbeit im Angriff machen ihn zu einer verlässlichen Option vorne, besonders neben formstarken Teamkollegen.
Der Sieg über Wrexham als Statement
Der 5:1-Sieg über Wrexham am Dienstag war mehr als nur ein weiterer Sieg – es war eine Botschaft. Beide Teams waren im Kampf um die Top-Sechs gefangen, und Southampton brauchten eine Leistung – und sie lieferten sie. Larin eröffnete die Scoring-Aktion früh mit einem Kopfball, der die Querlatte traf, und schloss seine Leistung mit einem kühlen Abschluss ab, nachdem er einen Verteidigungsfehler ausgenutzt hatte.
"Ich habe einfach alles gegeben", sagte Larin nach dem Spiel. "Es sieht so aus, als würde es lange dauern, aber das tut es nicht. Ich hatte nur ein Ziel: den Ball im Netz zu haben."
Diese Konzentration spiegelt einen Spieler wider, der endlich in seiner Umgebung angekommen ist. Unter Trainer Tonda Eckert – der im November Will Still ablöste – ist Southampton seit Mitte Januar ungeschlagen. Außerdem gelang ihnen ein sensationeller Coup im FA Cup, als sie Arsenal im Viertelfinale ausschalteten, was zusätzliche Dynamik in ihre Heimliga-Kampagne brachte.
Warum dies für den Aufstieg wichtig ist
Southampton steht aktuell auf Platz sechs in der Championship, knapp am automatischen Aufstieg dran, aber sicher in der Play-off-Zone. Jeder Punkt zählt, und Larins Comeback gibt Eckert einen echten Schwerpunkt im Angriff. Vor seiner Ankunft fehlte dem Team oft ein konstanter Zielspieler; nun haben sie jemanden, der die Kugel halten kann, Duellen gewinnen und Chancen verwandeln.
Wichtige Faktoren hinter seiner Wiederbelebung:
- Mehr Spielzeit: Über 700 Minuten bei Southampton gegenüber 400 bei Feyenoord.
- Klare taktische Rolle: Als traditioneller #9 eingesetzt, nicht zwischen Positionen hin- und hergeschoben.
- Team-Vertrauen: Southamptons ungeschlagener Lauf seit Januar schafft eine positive Atmosphäre.
- Physischer Vorteil: Seine Größe und Stärke passen besser zur Intensität der Championship als zum technischen Stil der Eredivisie.
Blick in die Zukunft
Southampton treffen am 18. April auf Swansea in einem entscheidenden Heimspiel. Da Swansea um den Abstieg kämpfen, sind die Saints klare Favoriten – und Larin könnte zentral sein, um müde Beine und niedrige Moral auszunutzen. Danach stehen die Play-offs bevor, und ein formstarker Stürmer könnte den Unterschied zwischen Wembley-Glanz und einem weiteren Jahr in der zweiten Liga ausmachen.
Obwohl Larin das Team nicht allein trägt, sind seine Beiträge zeitgerecht und spürbar. Er ist kein "Feyenoord-Flop" mehr – er wird zum zuverlässigen Torschützen, nach dem Southampton suchte, als sie ihn im Winterfenster holten.
Wichtige Erkenntnisse
- Cyle Larin erzielte 5 Tore in 13 Einsätzen für Southampton, nachdem er bei Feyenoord gescheitert war.
- Sein physischer Spielstil passt besser zur Championship als zur Eredivisie.
- Southampton sind seit Mitte Januar ungeschlagen und stehen auf Platz 6, also in der Play-off-Zone.
- Der 5:1-Sieg über Wrexham stärkte ihre Position in der Top-Sechs vor dem Endspurt.
- Trainer Tonda Eckert hat die Mannschaft stabilisiert, nachdem Will Still im November entlassen wurde.
— Editorial Team