Top-Spiele Schweiz gegen Finnland und Tschechien gegen Kanada bei der Eishockey-Weltmeisterschaft heute
Am 26. Mai bestreiten die Spitzenteams der Gruppe A in Zürich ihre entscheidenden Gruppenspiele der Weltmeisterschaft in der Schweiz. Die Gastgeber treffen auf die Finnen, während im zweiten Spiel des Tages die Tschechen auf die Kanadier treffen.
Eishockey-Weltmeisterschaft. Kämpfe um den ersten Platz in Zürich und Freiburg
Datum: 26. Mai 2026
Turnier: Eishockey-Weltmeisterschaft (Elite-Division), Gruppenphase, letzte Runde
Austragungsorte: Zürich (Gruppe A), Freiburg (Gruppe B), Schweiz
Hauptereignis
Am 26. Mai 2026 erreicht die Gruppenphase der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz ihren Höhepunkt. Am letzten Tag der Vorrunde finden zwei Spiele statt, die die Aufmerksamkeit aller Eishockeyfans weltweit auf sich ziehen. In Zürich um 20:20 Uhr Ortszeit treffen die Spitzenreiter der Gruppe A aufeinander: die Gastgeber, die Schweizer Nationalmannschaft, und die ungeschlagenen Finnen. Der Sieger dieses Duells beendet die Gruppe auf dem ersten Platz und erhält einen günstigeren Gegner im Viertelfinale.
Gleichzeitig in Freiburg ein weiteres Topspiel des Tages: die tschechische Nationalmannschaft gegen die Eishockey-Großmacht Kanada. Für die Kanadier ist dieses Spiel eine Formsache: Sie haben bereits den ersten Platz in Gruppe B sicher, unabhängig vom Ergebnis. Die Tschechen wollen nach der überraschenden deutlichen Niederlage gegen Norwegen (1:4) am Vortag beweisen, dass es sich nur um einen bedauerlichen Ausrutscher handelte, und sich vor ihren Fans rehabilitieren.
Details und Statistiken
Schweiz gegen Finnland: Duell der Ungeschlagenen
Beide Gegner gehen mit makelloser Bilanz in das direkte Duell – je sechs Siege in sechs Spielen. Die Schweizer Mannschaft präsentiert sich auf heimischem Eis absolut dominant: ein Torverhältnis von 35:5. Die Gastgeber deklassierten Österreich (9:0) und Ungarn (9:0), wobei Mannschaftskapitän Roman Josi im zweiten Drittel gegen Ungarn in weniger als fünf Minuten einen Hattrick erzielte. Besonders stark sind die Schweizer in den zweiten Dritteln – 18 ihrer 35 Tore fielen in diesem zwanzigminütigen Abschnitt.
Offensivleader der Gastgeber ist Sven Andrighetto mit 13 Punkten (4+9) in sechs Spielen. Denis Malgin steuerte 10 Punkte (3+7) bei, Timo Meier 9 (3+6). Im Tor bleibt Leonardo Genoni unbezwingbar: eine Fangquote von 97,01 %, ein Gegentorschnitt von 0,50 und zwei Shutouts.
Auch Finnland ist ungeschlagen, mit sechs Siegen und einem Torverhältnis von 29:7. Die Finnen feierten beeindruckende Siege gegen die USA (6:2) und Lettland (7:1). Der finnische Kader umfasst 13 NHL-Spieler, darunter den zweimaligen Stanley-Cup-Gewinner Aleksander Barkov, Kapitän der Florida Panthers. Überraschendster Topscorer des Teams ist jedoch Geneva-Servette-Stürmer Jesse Puljujärvi mit 8 Punkten (4+4).
Powerplay-Statistiken: Die Schweiz verwertet 36,84 % ihrer Überzahlsituationen (bester Wert im Turnier), Finnland 36,36 % (zweiter). Beim Penalty Killing sind die Finnen leicht besser – 92,86 % gegenüber 92,31 % der Gastgeber.
Tschechien gegen Kanada: Kampf um Prestige und Setzliste
Kanada hat nach sechs Spielen 17 Punkte und bereits den ersten Platz in Gruppe B sicher. Die Kanadier gaben ihren einzigen Punkt bei einer Overtime-Niederlage gegen Norwegen (6:5) ab, ansonsten zeigen sie sich souverän und deklassierten in der letzten Runde die Slowakei (5:1). Kanadas Ungeschlagen-Serie steht nun bei acht Spielen, und sie gewannen die letzten fünf direkten Duelle gegen die Tschechen.
Die tschechische Mannschaft befindet sich in einer schwierigeren psychologischen Situation. Das Team verlor sensationell 1:4 gegen Norwegen am 25. Mai und kassierte nach der Führung vier Gegentore in Folge. Torhüter Dominik Pavlát parierte nur 22 von 26 Schüssen (84,6 %), die Verteidiger Matěj Blümel und Jiří Ticháček beendeten das Spiel mit einer Plus/Minus-Bilanz von -4 bzw. -3. Trotzdem haben die Tschechen bereits einen Playoff-Platz sicher und liegen mit 13 Punkten auf Rang drei.
Kontext und Bedeutung
Für die Schweiz ist das Spiel gegen Finnland nicht nur ein Kampf um den ersten Platz, sondern auch eine Chance, sich für die schmerzliche Niederlage bei den Olympischen Spielen in Mailand zu revanchieren. Damals führten die Schweizer bis zur 54. Minute des Viertelfinals mit 2:0, ließen den Sieg aber noch aus der Hand und verloren in der Verlängerung – 2:3. Das letzte Aufeinandertreffen dieser Teams bei einer Weltmeisterschaft war vor zwei Jahren in Prag, wo die Schweizer mit 3:1 siegten.
Die Finnen wiederum haben ihre eigene Motivation: Sie haben alle sechs Spiele gewonnen, liegen aber aufgrund der Tiebreaker derzeit hinter der Schweiz auf Platz zwei. Ein Sieg im direkten Duell würde ihnen erlauben, die Gastgeber zu überholen. Geneva-Servette-Verteidiger Ville Saarijärvi, der das Schweizer Eishockey gut kennt, warnte: „Wir müssen ihre Stärken verstehen und ihnen Zeit und Raum nehmen. Wir dürfen die Scheibe nicht in gefährlichen Zonen verlieren und ihnen leichte Angriffe ermöglichen.“
Was das Spiel Tschechien gegen Kanada betrifft, so ist es für die Tschechen eine Gelegenheit zu beweisen, dass die Niederlage gegen Norwegen ein Ausrutscher war. Für die Kanadier ist das Spiel eine hervorragende Möglichkeit, vor den Playoffs eine Siegermentalität zu bewahren. Kanada hat seit 2023 keine Weltmeisterschaft mehr gewonnen und ist bestrebt, diese Durststrecke zu beenden.
Fünf Viertelfinalteilnehmer stehen bereits fest: Schweiz, Finnland, Kanada, Norwegen und Tschechien. Die restlichen drei Plätze werden von Österreich, Lettland, Deutschland, den USA sowie der Slowakei, Schweden und Slowenien ausgespielt.
Ausblick / Vorschau auf das nächste Spiel
Nach den heutigen Spielen wird der Playoff-Baum endgültig festgelegt. Die Viertelfinals beginnen am 28. Mai 2026.
- Schweiz gegen Finnland: Beginn um 20:20 Uhr Ortszeit (21:20 Uhr MEZ) in Zürich.
- Tschechien gegen Kanada: ebenfalls Beginn um 20:20 Uhr Ortszeit (21:20 Uhr MEZ) in Freiburg.
Redaktionelle Prognose
Das Spiel Schweiz gegen Finnland verspricht der Höhepunkt der Gruppenphase zu werden. Beide Teams sind in hervorragender Form, aber der entscheidende Faktor könnte das Heimrecht und die phänomenale Leistung von Leonardo Genoni sein. Die Schweizer haben in sechs Spielen nur fünf Gegentore kassiert – die beste Bilanz des Turniers. Offensiv sind die Gastgeber ebenso stark (5,8 Tore pro Spiel). Unsere Prognose: ein knapper Sieg der Schweiz, möglicherweise in der Verlängerung. Eine Wette auf über 4,5 Tore insgesamt erscheint ebenfalls sinnvoll: In den letzten beiden direkten Duellen erzielten die Teams zusammen mehr als fünf Tore.
Was das Spiel Tschechien gegen Kanada betrifft, ist der Favorit klar – Kanada. Die Tschechen sind nach der Klatsche gegen Norwegen psychisch angeschlagen, während die Kanadier auf einem Hoch sind und einen tieferen Kader haben. Die Buchmacher bewerten einen Sieg Kanadas mit Quoten um 1,41. Allerdings sind die Tschechen eine erfahrene Mannschaft, die vor zwei Jahren bei der Heim-WM das Finale erreichte. Höchstwahrscheinlich werden die Kanadier gewinnen, aber in einem hart umkämpften Spiel – eine Wette auf Kanada-Sieg in der regulären Spielzeit erscheint vorzuziehen.
— Editorial Team