# St Mirrens Pokalaus zeigt Kämpfergeist, doch Fragen offen
St Mirrens Lauf im Scottish Cup endete dramatisch in Hampden, doch die Leistung gegen Celtic hat Diskussionen über ihre Aussichten in der Liga entfacht. Livingston-Verteidiger Cammy Kerr, der das Halbfinale verfolgte, glaubt, dass die Buddies unter dem Interimschef Craig McLeish genug gezeigt haben, um Abstiegsängste zu vermeiden – selbst nach dem Einbruch in der Verlängerung.
Die Mannschaft aus Paisley trieb die amtierenden Meister ans Limit, kämpfte sich mit zwei Toren von Mikael Mandron aus dem Rückstand zurück und zwang zur Verlängerung. In dieser Phase kassierte sie jedoch vier Tore, was ihren Traum von einem Pokaldoppelsieg in dieser Saison zerstörte. Kerr sah Erschöpfung als Hauptgrund für die späte Niederlage und meinte, das Team sei nach der gewaltigen Anstrengung einfach eingebrochen.
Neuer Schwung unter McLeish
Seit dem Abgang von Stephen Robinson hat Craig McLeish die vorläufige Leitung übernommen und einen frischen Ansatz umgesetzt. Kerr, der McLeishs Assistenten Stuart Taylor aus der Zeit bei Dundee kennt, stellte eine deutliche Veränderung in der Teamidentität fest. McLeish gilt als Trainer mit neuen Ideen, der seinen Stempel aufdrücken will. Sein Interimsvertrag läuft bis Saisonende, sein erstes Ziel ist es, die Ligaposition zu sichern und sich für den festen Job zu empfehlen.
Der Wechsel im Stil und in der Moral ist spürbar. St Mirren zeigte gegen Celtic eine Organisation und einen Biss, die viele beeindruckten – besonders angesichts eines Trainerwechsels mitten in der Saison. Genau diese Zähigkeit sieht Kerr als Schlüssel für die kommenden Wochen.
Abstiegskampf und Post-Split-Spiele
Die Scottish Premiership befindet sich nun in der Post-Split-Phase, in der die unteren sechs Teams um die endgültigen Plätze kämpfen. St Mirren steckt in dieser Gruppe fest, das Hauptziel ist, genug Punkte zu holen, um sich vom Abstiegsplatz fernzuhalten. Kerrs Einschätzung basiert auf ihrer Pokalleistung und der jüngsten Form unter McLeish.
Zu den Schlüsselfaktoren für St Mirrens Überlebenschancen gehören:
- Trainerstabilität: Die Interimszeit hat Klarheit und eine neue taktische Richtung gebracht, die das Team beflügelt hat.
- Team-Zähigkeit: Die Fähigkeit, 90 Minuten gegen Celtic mitzuhalten, zeigt eine grundlegende Stärke – auch wenn die Ausdauer ein Problem war.
- Fokus auf Post-Split: Alle verbleibenden Spiele sind gegen direkte Konkurrenten, was den Einsatz auf den Abstiegskampf konzentriert.
Der Pokalaus war enttäuschend, doch die große Lehre ist, dass das Team unter Druck performen kann. Die Frage ist nun, ob sie dieses Niveau bis zum Ligaschluss halten können, ohne wieder die Puste zu verlieren wie in Hampden.
Wichtige Erkenntnisse
- St Mirrens Leistung im Scottish-Cup-Halbfinale – trotz der Verlängerungsniederlage – offenbarte ein Team mit besserer Organisation und mehr Biss unter Interimschef Craig McLeish.
- Beobachter wie Cammy Kerr halten die gezeigte Qualität und Zähigkeit für ausreichend, um in den Post-Split-Spielen abzusteigen.
- Die größte Herausforderung ist die Energiemanagement; der Pokallauf hat Spuren hinterlassen, und das Team muss in entscheidenden Ligaspielen nicht wieder schlappmachen.
- McLeishs frische Ideen wirken sich aus, und seine unmittelbare Zukunft hängt davon ab, das Team sicher ans Ziel zu bringen.
- Der Fokus liegt nun voll auf den Bottom-Six-Spielen der Premiership, wo jeder Punkt für den Klassenerhalt next season zählt.
Zusammenfassend hat St Mirrens Saison eine dramatische Wendung genommen. Die Pokalheldentaten sind vorbei, doch der gezeigte Kampf bietet einen Plan für den Ligarettungskampf. Die nächsten Wochen zeigen, ob der Schwung und das Vertrauen aus Hampden in Punkte umgemünzt werden können.
— Editorial Team