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Rublev schlug Medwedew im ATP-London-Viertelfinale: 7:6, 6:4

Im Viertelfinale des ATP-500-Turniers in London besiegte Andrey Rublev Daniil Medwedew mit 7:6, 6:4. Dies ist Medwedews erste Niederlage auf Rasen in dieser Saison. Im Halbfinale trifft Rublev auf Taylor Fritz.

Rublev warf Medwedew sensationell aus dem ATP-Turnier in London
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Andrey Rublev schlägt Daniil Medvedew im ATP-Viertelfinale von London (7-6, 6-4)

Das russische Rasenduell gewann Rublev, der nun auf den Amerikaner Taylor Fritz trifft. Für Medvedew ist dies die erste Niederlage auf Rasen in dieser Saison.


Andrey Rublev schlägt Daniil Medvedew im ATP-Viertelfinale von London (7-6, 6-4)

Hauptgeschehen

Im Viertelfinale des prestigeträchtigen ATP-500-Rasenturniers im Londoner Queen's Club kam es zu einem rein russischen Derby, das die Erwartungen der Fans voll erfüllte. Andrey Rublev, Nummer 13 der ATP-Weltrangliste, besiegte die Nummer 5 der Welt, Daniil Medvedew, in zwei Sätzen – 7-6 (7-4), 6-4. Die fast zweistündige Partie war ein echter Höhepunkt des Tages auf den Rasenplätzen im Westen Londons.

Der erste Satz begann mit einem Austausch von Aufschlagspielen – beide Gegner spielten vorsichtig, sich der Kosten von Fehlern auf dem schnellen Belag bewusst. Medvedew, bekannt für seine unglaubliche Verteidigung und die Fähigkeit, scheinbar hoffnungslose Bälle zu erreichen, versuchte sofort, Rublev einen klebrigen, positionsorientierten Stil aufzuzwingen. Rublev jedoch, berühmt für seinen Kanonenaufschlag und seine kraftvolle Vorhand, hatte nicht die Absicht, nach dem Drehbuch seines Gegners zu spielen. Bis zum 5-5 gab keiner der Spieler dem anderen eine einzige Breakchance – die Aufschläge flogen wie Kugeln, und Ballwechsel dauerten selten länger als vier oder fünf Schläge.

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Der entscheidende Moment des ersten Satzes kam bei 5-5 beim Aufschlag von Medvedew. Rublev startete einen unglaublichen Angriff, gewann drei Punkte in Folge mit heftiger Vorhandaggression und erspielte sich seinen ersten Breakball des Matches. Daniil jedoch zeigte Champion-Charakter, erkämpfte sich einen schwierigen Ballwechsel und glich aus. Der Tiebreak wurde zur Lotterie, bei der jeder Zentimeter zählte. Rublev war beim Aufschlag präziser, machte nur einen kleinen Fehler und verwandelte seinen ersten Minibreak zum Satzgewinn mit 7-4. Der Gewinn des ersten Satzes wurde zur psychologischen Grundlage für Rublevs gesamtes Match.

Der zweite Satz bestätigte, dass der Sieg kein Zufall war. Rublev setzte den Druck mit Kraft fort und spielte nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Er landete konsequent erste Aufschläge mit Geschwindigkeiten von fast 210 km/h, die auf dem schnell springenden Rasen des Queen's Club für jeden Returnspieler nahezu unüberwindbar wurden. Bei 3-3 spielte Rublev einen typischen Stoppball, der Medvedew an der Grundlinie überraschte – dieser Ballwechsel brachte Rublev den dreifachen Breakball. Medvedews nächster Aufschlag erwies sich als schicksalhaft: ein Doppelfehler auf der Vorhand bescherte Rublev das lang ersehnte Break. Äußerst konzentriert servierte Andrey das Match souverän aus und beendete es mit einem spektakulären Ass durch die Mitte – 6-4.

Details und Statistiken

Die Zahlen dieses Matches zeigen deutlich, wie Rublev seinen erfolgreicheren Landsmann überwinden konnte. Die Aufschlagstatistiken waren der Schlüsselfaktor: Rublev schlug 11 Asse, Medvedew 7. Zudem lag Rublevs erster Aufschlag bei beeindruckenden 68 %, und er gewann 81 % der Punkte bei erstem Aufschlag. Im Vergleich dazu lag Medvedews Quote bei 74 % – respektabel, aber nicht genug gegen einen so aggressiven Gegner.

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Rublevs aggressives Spiel spiegelte sich auch in der Anzahl der Winner wider. Andrey erzielte 35 Winner, Daniil 22. Besonders beeindruckend war Rublevs Vorhand, mit der er 18 Punkte erzielte, viele davon in unglaublichen Winkeln. Medvedew hingegen verließ sich mehr auf Fehler des Gegners, aber in diesem Match gab es nicht genug davon: Rublev leistete sich 19 unerzwungene Fehler, eine völlig akzeptable Zahl für seinen aggressiven Stil.

Interessant ist die Dynamik der Returnpunkte. Im ersten Satz widerstand Medvedew dem Ansturm etwas, gewann 32 % der Returnpunkte, aber im zweiten Satz fiel dieser Wert auf 24 %. Rublev hingegen verbesserte seinen Return: von 28 % im ersten Satz auf 35 % im zweiten. Dieser Fortschritt ermöglichte ihm das entscheidende Break.

Für Medvedew ist diese Niederlage die erste auf Rasen in der Saison 2026 – zuvor hatte er zwei Runden souverän gewonnen. Daniil beendet seine Londoner Kampagne mit einer Saisonbilanz von 24-9. Rublev hingegen verbesserte seine 2026er Bilanz auf 20-10, wobei seine Rasenbilanz nun bei 6-2 liegt.

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Kontext und Bedeutung

Für Andrey Rublev hat dieser Sieg nicht nur turniertechnische, sondern auch tiefgreifende psychologische Bedeutung. Vor heute war seine Bilanz gegen Daniil Medvedew düster. Von ihren neun vorherigen Begegnungen auf allen Ebenen hatte Rublev nur zwei gewonnen, der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2019. Medvedew führte komfortabel mit 7-2 und gewann 19 von 23 Sätzen. Der heutige Erfolg verringert nicht nur den Rückstand im direkten Vergleich, sondern beweist auch, dass Rublev Top-Gegner auf schnellen Belägen besiegen kann – genau das, was ihm oft gefehlt hat, um das nächste Level zu erreichen.

In Bezug auf Ranglistenpunkte ist das Erreichen des Halbfinals im Queen's Club ein solides Angebot für einen Platz unter den Top 10 bis zum Ende der Rasensaison. Das ATP-500-Turnier vergibt 500 Punkte an den Sieger und 300 an den Finalisten. Derzeit auf Platz 13, ist Rublev mindestens 180 Punkte aus dem Halbfinale sicher. Das könnte ausreichen, um ein oder zwei Plätze aufzusteigen, insbesondere da direkte Konkurrenten in früheren Runden ausgeschieden sind.

Für die gesamte Rasensaison ist dieses Match ebenfalls von Bedeutung. Der Queen's Club ist ein traditionelles Vorbereitungsturnier für Wimbledon, und die Ergebnisse hier deuten oft auf die Form für das wichtigste Rasenevent des Jahres hin. Der Belag im Queen's Club ist bemerkenswert schnell – die Platzgeschwindigkeitsbewertung beträgt 1,32 (überdurchschnittlich), was einen schnellen Sprung und einen Vorteil für starke Aufschläger bedeutet. Rublevs Sieg über Medvedew unter diesen Bedingungen zeigt, dass Andrey sich gut an Rasen angepasst hat, einen Belag, der einst als seine Schwäche galt.

Medvedew verlässt London trotz der Niederlage mit erhobenem Haupt. Seine Rasensaison hat gerade erst begonnen, und seine Hauptziele liegen noch vor ihm – vor allem Wimbledon, wo er zweimal das Halbfinale erreicht hat. Gegen Rublev zu verlieren, ist sicherlich unangenehm, aber nicht katastrophal: Daniil bleibt in den Top 5 und setzt seine Vorbereitung auf das Hauptereignis des Sommers fort.

Ausblick / Vorschau auf das nächste Match

Im Halbfinale des Queen's Club wartet auf Andrey Rublev eine harte Prüfung: Sein Gegner ist der Amerikaner Taylor Fritz, Nummer 8 der Welt. Das Match findet morgen, am 6. Juni, auf dem Centre Court des Queen's Club statt, Beginn ist um 14:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr Moskauer Zeit). Es wird das zehnte Aufeinandertreffen der beiden Spieler auf der Profitour sein – Fritz führt derzeit im direkten Vergleich mit 5-4.

Fritz kommt in hervorragender Form nach London. Der Amerikaner, einer der besten Aufschläger auf der Tour (durchschnittlich 13,8 Asse pro Match in den letzten 52 Wochen), hat seine Gegner souverän ohne Satzverlust besiegt. Fritz fühlt sich auf Rasen besonders wohl – von seinen 12 ATP-Titeln hat er genau fünf auf Rasen gewonnen. Zudem dominierte er in der letzten Saison auf Rasen und gewann 13 von 15 Matches.

Für Rublev ist das Halbfinale gegen Fritz eine Chance, sich für jüngste Niederlagen zu revanchieren. Ihr letztes Treffen war im August 2025 in Toronto auf Hartplatz, wo Fritz mit 6-3, 7-6 gewann. Auch die Statistiken auf schnellen Belägen sprechen für den Amerikaner – auf Hartplätzen bei großen Turnieren führt er 3-1. Allerdings könnte Rasen für Rublev ein Überraschungselement sein: Er hat seltener gegen Fritz auf Rasen gespielt, und seine Bilanz auf diesem Belag in den letzten 52 Wochen beträgt 4-2, nur knapp hinter den Zahlen seines Gegners.

Der Sieger dieses Halbfinals trifft entweder auf Cameron Norrie (Weltrangliste 22, aus Großbritannien) oder den Sieger des anderen Viertelfinals zwischen dem Italiener Lorenzo Musetti (11.) und dem Amerikaner Tommy Paul (26.). Das Finale ist für Sonntag, den 7. Juni, geplant.

Redaktionelle Prognose

Angesichts der aktuellen Form beider Spieler verspricht das Halbfinale Rublev-Fritz eines der spannendsten Matches des Turniers zu werden. Unsere Redaktion ist der Meinung, dass Taylor Fritz ein leichter Favorit in dieser Begegnung ist. Erstens hat der Amerikaner den Vorteil im direkten Vergleich (5-4) und einen jüngsten Sieg in Toronto. Zweitens ist Fritz ein echter Rasenspezialist, der fünf Rasentitel in seiner Karriere gewonnen hat und eine der besten Siegquoten auf Rasen auf der Tour vorweisen kann. Sein Aufschlag auf diesem Belag ist eine absolute Waffe, insbesondere angesichts seiner durchschnittlichen ersten Aufschlaggeschwindigkeit, die konstant über 215 km/h liegt.

Allerdings hat Rublev alle Chancen auf eine Überraschung. Sein Sieg über Medvedew sollte ihm enormes Selbstvertrauen gegeben haben. Wenn Rublev das gleiche Aggressionsniveau wie im Viertelfinale halten und gleichzeitig die unerzwungenen Fehler reduzieren kann (insbesondere bei der Rückhand unter Druck), kann er jeden schlagen. Der Schlüsselfaktor wird der Return von Fritz' Aufschlag sein – Rublev hatte hier historisch Probleme, aber gegen Medvedew returnierte er besser als sonst.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die körperliche Verfassung. Beide Spieler haben zwei Matches in London bestritten, beide gewannen in glatten Sätzen, sodass ihr Energieniveau vergleichbar ist. Allerdings musste Fritz keinen angespannten Tiebreak wie Rublev gegen Medvedew spielen, sodass er möglicherweise etwas frischer ins Halbfinale geht.

Unsere Prognose: Taylor Fritz gewinnt in drei Sätzen (6-7, 7-5, 6-4) mit hoher Wahrscheinlichkeit eines langen Kampfes. Aber wenn Rublev den ersten Satz gewinnt, steigen seine Chancen auf den ultimativen Erfolg auf 60 %. In jedem Fall erwartet die Zuschauer im Queen's Club Tennis auf höchstem Niveau und möglicherweise das beste Match des Turniers.

— Editorial Team

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