Arsenals Titelchancen trotz Manchester-City-Vorsprung noch am Leben
Der Premier-League-Titelkampf ist noch lange nicht entschieden, obwohl Arsenals Niederlage bei Manchester City sie tief getroffen hat. Das Spiel am Sonntag war extrem knapp, Arsenal traf den Torrahmen und verpasste einen Kopfball in der Nachspielzeit, der alles hätte ändern können. Während City nun die Oberhand hat, ist ihr kommender Spielplan anspruchsvoll, und Arsenal hat noch fünf Spiele, in denen sie alles gewinnen könnte.
Die hauchdünnen Momente der City-Niederlage
Arsenals Auftritt im Etihad war zweifellos ihre beste Leistung seit Wochen, aber sie verloren mit dem kleinsten möglichen Abstand. Eberechi Ezes Schuss war nur Zentimeter vom Tor entfernt, Gabriel traf den Pfosten, und Kai Havertz’ Kopfball in der Nachspielzeit ging knapp über die Latte. Auf der anderen Seite hatte City ebenfalls Chancen und traf selbst den Torrahmen. Das Ergebnis gab Pep Guardiolas Team den Schwung, aber es hätte genauso gut ein Unentschieden sein können, das Arsenal an der Spitze gehalten und ihr Selbstvertrauen gestärkt hätte.
Schlüsselmomente aus dem Spiel:
- Eberechi Ezes Beinahes-Tor aus der Distanz.
- Gabriel trifft mit einem starken Schuss den Pfosten.
- Kai Havertz’ Kopfball in der Nachspielzeit segelt über die Latte.
- David Rayas früher Beinahes-Fehler, der fast ein Tor gekostet hätte.
Der Weg nach vorn für beide Teams
Manchester Citys Pfad zur Meisterschaft ist kein Spaziergang. Nach dem Auftakt gegen Burnley folgt eine Serie von Spielen gegen Everton, Brentford, Bournemouth, Aston Villa und ein noch nicht terminiertes Duell mit Crystal Palace. Dieselbe City-Elf hat kürzlich gegen Nottingham Forest und West Ham remis gespielt und gegen Real Madrid verloren – ein klares Zeichen, dass sie nicht unbesiegbar sind. Arsenals Spielplan wirkt deutlich einfacher, mit Heimspielen gegen Newcastle und Fulham sowie Auswärtsreisen zu West Ham, Burnley und Crystal Palace. Alle fünf zu gewinnen ist absolut machbar.
Schlüsselfaktoren, die den Titelkampf beeinflussen könnten
Zwei entscheidende Faktoren könnten die letzten Wochen kippen. Erstens steht Arsenal-Verteidiger Gabriel für alle verbleibenden Spiele zur Verfügung, nachdem er einer Roten Karte für seinen Zusammenstoß mit Erling Haaland entgangen ist. Seine Auszeit wäre ein massiver Verlust gewesen. Zweitens quält Citys Schlüssel-Mittelfeldspieler Rodri eine Leistenverletzung. Sollte sie schwerwiegend sein, könnte er wichtige Partien verpassen und Citys Mittelfeld erheblich schwächen.
Wichtige Erkenntnisse aus der aktuellen Lage:
- Der psychologische Schwung liegt nun bei Manchester City, doch ihre Form ist schwankend.
- Arsenals restlicher Spielplan ist unzweifelhaft günstiger als der von City.
- Die Spielerverfügbarkeit – Gabriel fit bei Arsenal, Rodri potenziell aus bei City – könnte maßgeblich sein.
- Arsenals Fehlen eines wirklich elitär-zuverlässigen Mittelstürmers wurde in der Niederlage deutlich.
Arsenals psychologische Hürde
Das eigentliche Problem bei Arsenal könnte innenpolitisch sein. Die Mannschaft ist mutlos geworden und zweifelt an sich selbst, nachdem sie in den letzten fünf Pflichtspielen aller Wettbewerbe nur eines gewonnen hat. Sie spielten weder schlecht noch haben sie das Spiel bei City „verzettelt“, doch es war eine Partie, die sie sich nicht leisten durften zu verlieren. Schwung und Selbstvertrauen nach einem solchen Rückschlag wieder aufzubauen, zählt zu den härtesten Aufgaben im Fußball. Dazu kommt das Champions-League-Halbfinale, das entweder Energie zehren oder einen Energieschub spenden könnte.
Blick nach vorn – und zurück
Vorerst obliegt Mikel Arteta die Aufgabe, seine Spieler aufzumuntern, die jüngste Düsternis abzuschütteln und die letzten fünf Ligaspiele zu gewinnen, um City wenigstens unter Druck zu setzen. Die Titelchance ist nicht verspielt. Diese Saison gab es schon etliche Wendungen, und eine weitere ist im Bereich des Möglichen. Im Sommer wird reflektiert, vor allem über die Sturmposition: Die Verpflichtung von Viktor Gyökeres hat den Bedarf an einem präzisen Torjäger im engen Raum nicht gestillt. Doch das ist eine Sache für später. Die Gegenwart birgt noch Hoffnung.
— Editorial Team