Roy Keane bleibt trotz City-Niederlage bei Arsenal
Auch nach der 1:2-Niederlage im Etihad hat sich Roy Keane nicht beirren lassen – er ist weiterhin überzeugt, dass Arsenal die Premier League holt. Der Ex-United-Kapitän hält an seinem Tipp aus der Vorsaison fest, obwohl City mit einem Nachholspiel direkt im Nacken sitzt. Das ist Selbstvertrauen. Oder Sturheit. Vielleicht beides.
Was in Manchester wirklich passierte
Arsenal hat nicht klein beigegeben. Sie sind in einem echten Meisterduell Mann gegen Mann gegen City angetreten. Rayan Cherki eröffnete die Tore mit tollem Fußwerk in der 18. Minute. Kai Havertz glich kurz darauf aus und nutzte einen Fehler von Donnarumma. Dann hat Haaland gemacht, was Haaland am besten kann – nach 60 Minuten aus spitzem Winkel reingehämmert. Spiel aus? Noch nicht ganz. Arsenal hat spät massiv Druck gemacht. Havertz hatte sogar einen goldenen Kopfball in der Nachspielzeit – übers Lattentor. Autsch.
City liegt nun nur drei Punkte zurück mit einem Spiel mehr. Mitte der Woche gegen Burnley gewinnen und sie sind oben. Der Schwung hat sich gedreht. Der Druck wächst. Aber Keane? Unbewegt.
Warum Keane nicht umschwenkt
Keane zu Sky Sports: „Mir egal. Ich bleibe bei Arsenal.“ Er gab zu, dass der Glaube im Arsenal-Lager einen Knacks bekommen haben könnte, hält aber dran, weil er es schon im August gesagt hat. Da steckt etwas fast Nostalgisches drin – dein Pferd aussuchen und es bis zum Ziel reiten, auch wenn der Weg matschig wird. Er lässt sich nicht von aktueller Form oder Momentum abbringen. Er setzt auf Identität, Kultur, Widerstandsfähigkeit – nenn es, wie du willst.
Es lohnt sich zu merken: Keane steht nicht allein da mit der Überzeugung, dass Arsenal das noch packen kann. Viele Experten sehen ihre Kaderstärke, Disziplin und Artetas taktische Flexibilität als echte Trümpfe im Endspurt. City hat individuell mehr Qualität, klar. Aber Arsenal war wochenlang konstanter. Bis Sonntag jedenfalls.
Was kommt als Nächstes für Arsenal?
Sie haben nicht viel Zeit, ihre Wunden zu lecken. Samstag kommt Newcastle ins Emirates. Keine Zeit zum Nachhaken. Gewinnen, um dran zu bleiben. Verlieren? Das Titelrennen könnte schnell entgleisen. Hier ist, was Arsenal hinkriegen muss:
- Defensiver Fokus – Donnarummas Patzer darf kein Muster werden. Ein Fehler hat sie teuer zu stehen gekommen.
- Torinstinkt – Havertz hatte die Chance auf den Ausgleich. Er hat sie verballert. Jemand muss in solchen Momenten liefern.
- Mentales Reset – Die City-Niederlage tut weh, aber sie in das nächste Spiel bluten zu lassen, wäre fatal.
Artetas Nachspiel-Aussagen deuteten an, dass sie schon auf Newcastle fokussiert sind. Gut. Am Haaland-Treffer zu zerbrechen hilft nicht. Standards besser verteidigen und Übergänge abdichten, das wird zählen.
Kann Arsenal den Titel wirklich noch holen?
Die Rechnung geht auf. Mental? Das ist kniffliger. Drei Punkte sind kein Graben – nur ein Stolperstein. Aber City mit dem Schicksal in der eigenen Hand verändert die Psyche. Arsenal braucht nun Hilfe – entweder City lässt Punkte liegen, oder sie gewinnen alles Übrige und hoffen. Der Terminkalender ist nicht mörderisch, aber auch nicht gemütlich:
- Newcastle (H) – physisch, direkt, nichts zu verlieren.
- Brighton (A) – tückisch, unberechenbar, De Zerbis Jungs lieben das Chaos.
- Wolves (H) – unterschätzt, gut organisiert, gefährlich auf der Konter.
- Villa (A) – riesig. Wenn City dann noch vorn liegt, wird das zum Pflichtsieg.
City wartet derweil auf Burnley, Forest, Spurs und West Ham. Alle machbar – aber Spurs zu Hause kein Spaziergang. Alles ist möglich.
Wichtige Erkenntnisse
- Roy Keane hat seine Premier-League-Prognose nicht geändert – setzt weiter auf Arsenal trotz der City-Niederlage.
- Arsenal ist noch im Rennen, kontrolliert aber nicht mehr das eigene Schicksal – City übernimmt die Spitze bei Burnley-Sieg.
- Mentale Stärke und Torquote entscheiden, ob Arsenal einbricht oder sich fängt.
- Die nächsten Spiele sind machbar, erfordern aber volle Konzentration – keine Punkte verschenken.
- Keanes Treue zu seinem Vorsaison-Tipp zeigt die menschliche Seite der Expertenmeinungen – manchmal geht’s um Überzeugung, nicht um kalte Zahlen.
— Editorial Team